Kommunale Dienstleistungen - Statistiken

Die international anerkannte Lebensqualität Wiens resultiert zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus den hervorragenden kommunalen Dienstleistungen, wie Wasser- und Energieversorgung oder Abfallwirtschaft. So ist Wien in der einmaligen Situation, sein Trinkwasser fast zur Gänze aus Hochgebirgsquellen zu beziehen, und zwar aus der ersten und zweiten Wiener Hochquellenleitung im Schneeberg-Rax-Schneealpen-Gebiet sowie aus dem Bereich des Hochschwab.

Das öffentliche Kanalnetz in Wien hat eine Länge von über 2.400 Kilometern. Rund 200 Millionen Kubikmeter Abwässer werden jährlich in der Hauptkläranlage Wien mechanisch und anschließend biologisch gereinigt. Der Stromanbieter Wien Energie Wienstrom GmbH erzeugt Fernwärme aus einer Kraft-Wärme-Kopplung und aus Biomasse, wodurch die Umwelt nachhaltig geschont wird.

Der Bereich Straßenreinigung umfasst neben der Betreuung von circa 2.800 Kilometern Haupt- und Nebenstraßen und rund 300.000 Quadratmetern Fußgängerzonen auch das regelmäßige Reinigen der Wassereinlaufschächte, die Marktreinigung, die Säuberung nach Veranstaltungen und das Entleeren der von zigtausenden Papierkörben im Stadtgebiet. Die Abfall- und Altstoffsammlung beinhaltet die Sammlung von Restmüll- und Altstoffbehältern, die Altstoffsammelstellen sowie die Sammlung von Sperrmüll, Alt- und Problemstoffen auf den Mistplätzen Wiens.

Wie kommt das Wasser nach Wien? (Datengrafik)

Wie kommt das Wasser nach Wien? (Datengrafik)

Wasser in Wien (Datengrafik)

Wasser in Wien (Datengrafik)


Daten

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Abfallaufkommen in Wien

2006 bis 2019

2012 bis 2019

Städtische Straßenreinigung in Wien

2000 bis 2019

2000 bis 2019

Straßenkanäle und Abwasserreinigung in Wien

2000 bis 2019

2000 bis 2019

Wasserversorgung in Wien

2000 bis 2019

2000 bis 2019

Erdgas in Wien

2002/03 bis 2019

2002/03 bis 2019

Netzeinspeisung durch Erzeuger innerhalb von Wien

2006 bis 2019

2006 bis 2019

Strom- und Fernwärmeerzeugung der Wien Energie

2015 bis 2019

2015 bis 2019

Statistisches Jahrbuch

Erläuterungen

Energie

Angaben zur Strom-Netzeinspeisung sowie zur Strom- und Fernwärmeerzeugung werden von der Wien Energie zur Verfügung gestellt. Die Daten über den Strombedarf sowie über die Leitungslängen stammen von der Wiener Netze GmbH. Der Strombedarf setzt sich aus dem Netzabsatz sowie Netzverlusten zusammen und bezieht sich auf das gesamte Versorgungsgebiet der Wiener Netze GmbH. Dieses umfasst auch Teile Niederösterreichs. Die Beteiligungsanlagen der Wien Energie Wienstrom GmbH speisen zum Teil auch in fremde Netze.

Bei den Werten betreffend Erdgas handelt es sich einerseits um Zählerdaten und Netzbilanzdaten aus dem Business Information Warehouse von Wien Energie Gasnetz GmbH und andererseits um Betriebsdaten vom Erdgas-Dispatcher (eine zentrale Schaltstelle, die die Zu- und Abfuhr von Gasmengen steuert und kontrolliert).

Energiestatistische Informationen werden der Energiestatistik der Statistik Austria entnommen. Die zusammenfassende Darstellung aller Energieträger (ET) und Energieströme erfolgt in sogenannten Energiebilanzen. In der Energiebilanz werden Bestandsveränderungen und Energieflüsse aller ET vom Ausgangszustand bis zum Endverbrauch, untergliedert in Bilanzaggregate, dargestellt. Der Zusammenhang zwischen den Bilanzaggregaten wird durch folgende zwei Bilanzgleichungen dargestellt:

Die Primärdaten, die zur Erstellung der Energiebilanzen erforderlich sind, werden von der Statistik Austria gesammelt und bearbeitet. Sie stammen aus sehr unterschiedlichen Quellen mit unterschiedlichen Erhebungszielen und weisen daher Inkonsistenzen auf. In Teilbereichen machen Datenlücken qualifizierte Schätzungen notwendig, die dem "Stand des Wissens" entsprechen. Ein Zuwachs an Wissen und/oder Daten führt daher bei gleich bleibenden Definitionen unvermeidbar immer wieder zu notwendigen Revisionen. Diese werden, um Brüche möglichst zu vermeiden, über die gesamte Zeitreihe geführt.

Wasser, Reinigung, Entsorgung

Die Daten der Wasserversorgung werden von der Abteilung Wiener Wasser (MA 31) zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um Zählerdaten sowie bei den Verbrauchsdaten um Abrechnungsdaten.

Die Angaben über die Stadtentwässerung werden von der mit dem Abwassermanagement betrauten Unternehmung Wien Kanal zusammengestellt.

Die Angaben über die Städtische Straßenreinigung und die Abfallentsorgung werden von der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) geliefert.

Definitionen

Abstumpfende Streumittel
Streumittel mit abstumpfender Wirkung zur Beseitigung und/oder Verhinderung von winterlicher Straßenglätte.
Altstoffe
Stoffe, die getrennt von anderen Abfällen gesammelt werden oder Material, das durch eine Trennung aus einem Abfallgemenge gewonnen wurde und einer Verwertung zugeführt wird (ÖNORM S 2000-4).
Anorganische Abfälle
Unter anderem konzentrierte Säuren und Laugen und flüssige Chemikalien.
Auf Ableerplätze geführter Aushub
Abgelagertes Material aus den öffentlichen Straßenkanälen (ohne private Abscheideranlagen, ohne Senkgrubeninhalte, ohne Aushub der an die Entsorgungsbetriebe Simmering verpachteten Hauptkläranlagen), das nur auf dafür vorgesehene Plätze geführt werden darf. Die Mengenmessung erfolgt über das Gewicht.
Biogene Abfälle
Abfälle aus natürlichem, vornehmlich pflanzlichem Material. Getrennt gesammelte und für eine Verwertung bereit gestellte biogene Abfälle sind eine Teilmenge der Altstoffe.
Bruttoinlandsverbrauch
Jene Energiemenge, die im Berichtszeitraum insgesamt zur Deckung des Inlandsbedarfes notwendig ist.
Einkehrsplitt
Streusplitt, der händisch oder mittels Kehrmaschine von Gehsteigen, Geh- und Radwegen, Plätzen und Fahrbahnen entfernt wird. Seit dem Jahr 2012 wird kein Einkehrsplitt mehr als Streusplitt aufbereitet, zumal die Mengen von Einkehrsplitt aufgrund der vermehrten Anwendung von Feuchtsalz und Sole ohnehin stark zurück gehen.
Energetischer Endverbrauch
Jene Energiemenge, die der Endverbraucherin beziehungsweise dem Endverbraucher für die Umsetzung in Nutzenergie (zur Raumheizung, Beleuchtung und so weiter, für industrielle, gewerbliche und landwirtschaftliche Arbeit, für den Transport von Personen und Gütern auf Schiene, Straße, Wasser und in der Luft) zur Verfügung gestellt wird.
Energiebilanz
In der Energiebilanz werden im Rahmen eines einheitlichen Systems Bestandsveränderungen und Energieflüsse aller Energieträger vom Ausgangszustand bis zum Endverbrauch beziehungsweise bis zur Nutzenergie für einen bestimmten Zeitraum sowie für ein bestimmtes Gebiet dargestellt.
Energieträger
Stoffe, in denen Energie mechanisch, thermisch, chemisch oder physikalisch gespeichert ist.
Erneuerbare Energieträger
Energieträger, die sich ständig erneuern beziehungsweise nachwachsen (zum Beispiel Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft, Windenergie, Erdwärme und Gezeitenenergie).
Gefährliche Abfälle
Unter anderem Ölradiatoren, Elektronikschrott und Bildschirmgeräte.
Inerte Abfälle
Bauschutt, Straßenaufbruch, Bodenaushub, Betonabbruch und Einkehrsplitt.
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Bei einem mit KWK betriebenen Kraftwerk wird gleichzeitig Strom und Fernwärme produziert. In den letzten Jahren wurden nahezu alle Wienstrom-Kraftwerke mit KWK ausgestattet. KWK trägt wesentlich zur Einsparung von Primärenergie und damit zum Umweltschutz bei.
Mischabfälle
Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Spitalsabfälle, Sperrmüll, Straßenkehricht, Sandfangmaterial und Rechengut.
Nichtenergetischer Verbrauch
Nutzung des Energieträgers als Ausgangsstoff für die Produktion anderer Stoffe in der Petrochemie, Verwendung als Schmiermittel und Lösemittel, Bitumen, Petrolkoks, metallurgisch bedingter Einsatz von Koks in Hochöfen als Reduktionsmittel.
Normzustand (NZ)
Gas bei 0 °C und 1.013,25 mbar Druck.
Nutzenergie
Diejenige Energieform, die die Endverbraucherin beziehungsweise der Endverbraucher tatsächlich nutzen kann, wie Wärme nach der Umwandlung des Endenergieträgers Erdgas in einer Gastherme, Licht, Kälte, Bewegung, Kraft et cetera.
Organische Abfälle
Unter anderem Farben und Lacke und halogenfreie Lösemittel.
Photovoltaik
Darunter versteht man die Umwandlung von Lichtstrahlung in elektrische Energie mittels Solarzellen. Eine der größten Photovoltaik-Anlagen Wiens befindet sich auf dem Dach des Naturhistorischen Museums.
Roh- oder Primärenergie
Energie, die in Energieträgern gespeichert ist, die noch keiner Umwandlung (Veredelung) unterworfen wurden (zum Beispiel Rohöl, Kohle, Erdgas, Sonnenenergie, Wind oder Wasser).
Sandfangmaterial
Material aus den Wassereinlaufschächten.
Sekundär- oder veredelte Energie
Entsteht durch die technische Umwandlung von Primärenergie (zum Beispiel Strom, Fernwärme, Benzin, Diesel, Koks et cetera).
Senkgrube
Eine Senkgrube ist ein dichter Sammelbehälter für häusliche Abwässer ohne Überlauf. Diese wird durch Saugwägen mittels Pumpe und Rohrleitung geleert. Die Materialmenge wird in m3 gemessen.
Stoffliche Verwertung
Ist die ökologisch zweckmäßige Behandlung von Abfällen zur Nutzung der stofflichen Eigenschaften des Ausgangsmaterials – mit dem Hauptzweck, die Abfälle (oder die aus ihnen gewonnenen Stoffe) unmittelbar für die Substitution von Rohstoffen oder von aus Primärrohstoffen erzeugten Produkten zu nutzen (zum Beispiel Karton aus Altpapier oder Motorenöl aus Altöl).
Streu-Chemikalien
Mittel in fester oder flüssiger Form zur Verhinderung beziehungsweise Verminderung von Straßenglätte.
Streusplitt
Abstumpfendes Streumittel, Kantkorn (Kies) geeigneter Korngröße.
Tagesdurchschnittsverbrauch pro Kopf (Wasserversorgung)
Berechnet aus dem Gesamtverbrauch (Industrie, Gewerbe, Kommunalverwaltung, Haushalte) inklusive Rohrnetzverluste und der durchschnittlichen Einwohnerzahl aus dem Bevölkerungsregister.
Terajoule (TJ)
1 TJ = 1012 (1 Billion) Joule (J). Die Einheit J, die auch als Wattsekunde beziehungsweise Newtonmeter bezeichnet wird, ist die Grundeinheit der Energie im Internationalen Einheitensystem.
Traktion
Energie für die Personen- und Güterbeförderung jeglicher Art, in der Luft, zu Wasser und zu Land, auf Schiene, Straße und in Rohrfernleitungen.
Umwandlungsausstoß
Sekundärenergieträger, die bei der Umwandlung von Primärenergieträgern entstehen (zum Beispiel Koks, Briketts, Strom, Fernwärme, Benzin oder Diesel).
Umwandlungseinsatz
Primärenergie, die für die Produktion von Sekundärenergieträgern verwendet wird.
Verbrauch des Sektors Energie
Verbrauch in der Energiegewinnung und in den Umwandlungsbereichen.
Wasserverbrauch im eigenen Gemeindegebiet
Von der gesamten Wassergewinnung wird der größte Teil an das eigene Gemeindegebiet abgegeben. Der Rest fließt in andere Versorgungsgebiete und enthält auch den Werkseigenverbrauch, geringe Rohrnetzverluste und den Zufluss in Vorratsbehälter und Ableitungen.

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