Südraum Favoriten

Stand:
Umgesetzt
Beteiligung:
vorgesehen
Oberlaa und Umgebung - Öffentliche Auflage von 22. September bis 3. November 2022
Dialogausstellung: Städtebauliches Leitbild "Klimafit leben an der U1"
Luftbildaufnahme vom Südraum Favoriten
Gebietsabgrenzung und einzelne Projekte im Südraum Favoriten
Schrägluftbild des Bearbeitungsgebiets
Schrägluftbild mit Gebietsabgrenzung Südraum Favoriten
Schrägluftbild Simulation Verteilerkreis mit neuen Gebäuden bei Nacht, beleuchtet
Visualisierung Verteilerkreis der Wettbewerbssieger Frötscher/Lichtenwagner Architkten

Perspektive für den Südraum

Das Zielgebiet "U1 Südraum Favoriten" umfasst den Bereich südlich vom Verteilerkreis beziehungsweise der A23 bis zur Stadtgrenze. Traditionelle Kulturlandschaften mit ihren landwirtschaftlichen Flächen bilden das Rückgrat des Gebiets.

Mit der U1-Verlängerung wurde der Südraum von Favoriten besser an das Stadtzentrum angebunden. Mit dem Stadtentwicklungsgebiet Rothneusiedl befindet sich eine der größten Potenzial-Flächen für eine künftige Stadterweiterung im Zielgebiet. Daher wurde gemeinsam mit der Bevölkerung von Mitte 2019 bis Herbst 2021 ein Stadtteilentwicklungskonzept erarbeitet.

Schwerpunkte des Stadtteilentwicklungskonzepts

Aus den Themenfeldern, die mit den Bürger*innen bisher erarbeitet wurden, lassen sich für das Stadtteilentwicklungskonzept (SEK) folgende zentrale Schwerpunkte ableiten:

  • Großgrünräume sichern und vernetzen: Eine übergeordnete Zielsetzung im SEK ist die Erhaltung und Aufwertung des Grünraumes mit seinen vielfältigen Funktionen.
  • Die Dörfer des Liesingtales bewahren: Der Charakter der historischen Orte soll möglichst bewahrt werden. Ihre typischen Prägungen werden im Rahmen der Schutzzone weiterentwickelt.
  • Neue Entwicklungsprojekte bündeln: Am Standort Rothneusiedl sowie im Umfeld der hochrangigen Verkehrsinfrastruktur der U1 sollen die baulichen Entwicklungen gebündelt werden.
  • Positive Effekte für den Bestand schaffen: Die Qualitäten im Bestand sollen bewahrt und weiter verbessert werden. Auf umfangreiche zusätzliche Verdichtungen soll weitestgehend verzichtet werden

Schwerpunkte des Stadtteilentwicklungskonzepts

Bewahren und erhalten

Oberlaa, Unterlaa und der Ort Rothneusiedl entlang des Liesingbachs prägen mit ihrem typisch dörflichen Charakter das Bild des Südraums Favoriten . Die Identität der beiden Orte Oberlaa und Unterlaa gilt es zu bewahren. Daher soll das Weinbaugebiet Goldberg ausgebaut werden. Die Ortskerne sollen attraktiver gestaltet und die Heurigenkultur soll belebt werden. Die Schutzzone sichert außerdem eine angemessene bauliche Entwicklung, die behutsam das Ortsbild bewahrt.

Der Ort Rothneusiedl bildet ein Ensemble mit dem angrenzenden Zukunftshof. Er kann durch die Impulse aus dem Stadtentwicklungsgebiet Rothneusiedl belebt werden.

Die Stadtteilentwicklung soll durch neue Projekte positive Effekte für den Bestand schaffen. Das wird durch die Verbesserungen im Fuß- und Radwegenetz und im öffentlichen Verkehr, eine bessere Nahversorgung und die Sicherung und stärkere Vernetzung von Grünräumen erreicht.

Neue Entwicklungsprojekte in U1-Nähe bündeln

Im Südraum Favoriten werden in den kommenden Jahren an unterschiedlichen Standorten Stadtentwicklungsprojekte realisiert. In Rothneusiedl sowie im Umfeld der U1 sollen sich die baulichen Entwicklungen bündeln.

So wird eine kompakte Stadtentwicklung erzielt. Der Bodenverbrauch wird so gering wie möglich gehalten und Grün- und Freiflächen werden langfristig gesichert, was gut für den Klimaschutz ist. Mit der Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel wird zusätzlicher Verkehr vermieden. Auf umfangreiche Nachverdichtungen in bestehenden, zumeist kleinteiligen Siedlungen wird weitestgehend verzichtet.

Bauprojekt Kurbadstraße wird überarbeitet

Für das Projekt Kurbadstraße, in dessen Rahmen Wohnungen und Nahversorgungseinrichtungen entstehen, wird das städtebauliche Leitbild überarbeitet. Es wird zusätzliche Möglichkeiten zur Beteiligung geben.

Die Kurbadstraße ist durch die Lage an der U1-Station Oberlaa hervorragend an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Die ungestalteten Flächen zwischen dem Senior*innenheim und der Therme Wien sind derzeit weitgehend versiegelt.

Wohnquartier Kurbadstraße - Klimafit leben an der U1

Rothneusiedl wird zum Pionierstadtteil für Klimaschutz

Im neuen Stadtteil Rothneusiedl stehen die Planungen noch ganz am Anfang. Dort sind leistbare Wohnungen, neue Arbeitsplätze, Schulen und Kindergärten, soziale und kulturelle Einrichtungen sowie Sportangebote vorgesehen. Rothneusiedl wird zudem ein Pionierstadtteil für Klimaschutz und Klimawandel-Anpassung. Ein Drittel der Fläche, das sind 40 Hektar, wird klimawirksamer Grünraum. 25 Hektar davon sind öffentlich zugänglich.

Umfangreiche Bürger*innen-Beteiligung

Unter dem Titel "Willst Du mein Favoriten sein?" hat die Wiener Stadtteilplanung von Juli 2019 bis Herbst 2021 einen breit angelegten Planungs- und Beteiligungsprozess für den Südraum Favoriten durchgeführt. Ziel war es, gemeinsam mit den Bürger*innen den Rahmen für zukünftige Entwicklungen im über 20 Quadratkilometer großen, sehr unterschiedlichen Gebiet festzulegen.

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Projektstand

  • Grundlagenerhebung: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Die grundsätzliche Verträglichkeit des Vorhabens für den Standort wird geklärt. Dabei werden unter anderem baulich-technische Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem werden Gegebenheiten wie zum Beispiel Freiflächen, Arbeitsstätten, öffentlicher Verkehr, Wegeverbindungen und Schulen untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft werden abgeschätzt.

  • Konzepterstellung: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.

  • In Umsetzung: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Die detaillierte Entwicklung des Vorhabens wird begonnen. Die konkreten Entwürfe werden bei der Baubehörde zur Bewilligung eingereicht. Wenn diese einen positiven Bescheid erteilt, kann mit der baulichen Umsetzung begonnen werden.

  • Umgesetzt: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Mit der Fertigstellung und dem Einzug der neuen Bewohnerinnen und Bewohner wird der Standort belebt. Durch das Zusammenwachsen mit der bestehenden Nachbarschaft entsteht ein neues soziales Gefüge.

Beteiligung

  • Beteiligungsphase 1: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Juni 2019: Erste große Dialogveranstaltung.

    WIEN WIRD WOW macht zwei Wochen Station am Reumannplatz. Diskussionen und Workshops vor Ort mit Planungsstadträtin Birgit Hebein, Bezirksvorsteher Marcus Franz, Vertreter*innen der Bürgerinitiative und hunderten Interessierten.

    Ergebnisse, Diskussionen, Themeninseln der Auftaktveranstaltung (4 MB PDF)

  • Beteiligungsphase 2: Abgeschlossen
    Beschreibung

    9. Oktober 2019: Auftaktveranstaltung und Start des breit angelegter Planungs- und Beteiligungsprozesses "Willst Du mein Favoriten sein?"

    Die Beteiligung bestand aus einem digitalen Schwerpunkt und innovativen Dialogformaten vor Ort. Zum Beispiel fanden Dialog-Rad-Touren, Online-Sprechstunden und vieles mehr statt. Folder mit Antwortkarten wurden verteilt.

    Dokumentation Online-Sprechstunden (470 KB PDF)

  • Beteiligungsphase 3: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Das Beteiligungsverfahren endete mit einer Stadtteil-Werkstatt und einer Online-Werkschau. Im Rahmen einer Videokonferenz wurde die Rohfassung des Stadtteil-Entwicklungskonzepts präsentiert.

    Präsentation der Online-Werkschau (5,6 MB PDF)

  • Beteiligungsphase 4: Abgeschlossen
    Beschreibung

    17. September bis 24. Oktober 2021: Der Dialogprozess zum Stadtteilentwicklungskonzept (SEK) wurde mit einer Outdoor-Ausstellung vor Ort abgeschlossen. Gezeigt wurde, wie die Rückmeldungen der Bevölkerung in das Stadtteilentwicklungskonzept eingeflossen sind.

  • Beteiligungsphase 5: vorgesehen
    Beschreibung

    Im Zuge der weiteren Entwicklung sind Beteiligungsmöglichkeiten vorgesehen.

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