Wohnquartier Kurbadstraße - Klimafit leben an der U1

Stand:
Widmungsverfahren
Beteiligung:
Offen
Rendering großer Platz mit bepflanzten Hochbeeten, Sitzmöglichkeiten
Am Gelände des ehemaligen Kurmittelhauses entsteht ein neues Wohnquartier.
Schrägluftbild mit Abgrenzung des Bearbeitungsgebiets
Schrägluftbild mit Projektabgrenzung Kurbadstraße

15 Minuten in die Innenstadt, 15 Sekunden in die Natur

Großteils geförderte Wohnungen sowie Nahversorgungseinrichtungen, ein Kindertagesheim, Gastronomie und Kleingewerbe sollen bei der Endstation Oberlaa entstehen. Das überarbeitete städtebauliche Leitbild liegt nun vor.

Durch die in den Süden verlaufende Verlängerung der U-Bahnlinie U1 wurde vor allem der Bereich an der neuen Endstation Oberlaa stark aufgewertet. Diese hohe Erschließungsqualität hat zu einer verstärkten Entwicklungsdynamik geführt, vor allem auf kaum genutzten oder brachliegenden Flächen. Diese sind zum Großteil bereits als Bauland gewidmet oder als Parkplatz genutzt.

Der Stadtentwicklungsplan 2025 (STEP) der Stadt Wien weist diesen Bereich als Entwicklungspotenzial für Wohnen und Arbeiten aus.

Aktueller Stand der Planung

Auf dem Gelände des ehemaligen Kurmittelhauses und anderer früherer Einrichtungen der Therme Oberlaa sowie dem dazugehörigen Parkplatz entsteht ein Wohnquartier. Das neue Quartier ist zukunftsweisend und wird den ambitionierten Klimaschutz-Zielen der Stadt Wien mehr als gerecht.

Nach Bürger*innen-Dialog: Gebäudehöhe gesenkt, wertvolle Bäume erhalten

Klimaschutz und Naturschutz wurden im Überarbeitungsprozess der Stadtplanung in den Vordergrund gestellt. Unter Einbeziehung der Rückmeldungen aus dem Dialogprozess zum Stadtteilentwicklungskonzept (SEK) für den Südraum Favoriten wurden das Grün- und Freiraum- sowie Bebauungs- und Mobilitätskonzept von Grund auf neugestaltet. Das Ergebnis sind weniger versiegelte Flächen und der Erhalt wertvoller Bäume durch eine neue Herangehensweise in der Planung. Dadurch ergibt sich ein lebenswertes Umfeld für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der angrenzende Kurpark bleibt von den Planungen unberührt.

Kurze Wege in einem lebendigen Grätzl

Im neuen Wohnquartier sind alle wichtigen Orte des Alltags in Geh-Distanz. So lässt es sich am Heimweg die Kinder von der Nachmittagsbetreuung abholen, regionale Produkte am geplanten Marktplatz oder im Supermarkt einkaufen, oder Kaffee und Kuchen in der Konditorei genießen.

Fußgängerzone als Herzstück

Durch das bewusste Einplanen großzügiger Erdgeschoß-Flächen wird Platz für allerlei gewerbliches Treiben, Einkaufsmöglichkeiten, Co-Working und Kinderbetreuung geschaffen. 3.800 Quadratmeter sind hierfür im Erdgeschoß-Bereich reserviert. Das Herzstück des neuen Stadtquartiers ist eine verkehrsberuhigte und begrünte Fußgänger*innen-Zone.

Wohnen bleibt leistbar

Laut aktuellen Prognosen wird Wien im Jahr 2027 zwei Millionen Einwohner*innen zählen. Die Wiener Stadtplanung hat die Aufgabe, dieses Wachstum klimagerecht und ressourcenschonend zu gestalten Gleichzeitig muss die Stadtplanung dafür sorgen, dass das Wohnen für alle leistbar bleibt. Das wird unter anderem auch durch dieses Projekt gewährleistet. Geplant ist die Errichtung von rund 750 neuen Wohnungen, zwei Drittel davon als geförderter Wohnbau.

Mobil und trotzdem klimafreundlich

Die unmittelbare Anbindung des Wohnquartiers in Oberlaa an die U1 und die direkte Nachbarschaft zum Kurpark ermöglichen ein Leben ohne eigenes Auto. Die U1 bringt die Bewohner*innen in 15 Minuten in die Innenstadt.

Die Anordnung der Gebäude ist so geplant, dass die kühlende Luft aus dem Kurpark das Gebiet durchströmen kann und auch die südlich gelegenen Areale erreicht. Für die Grün- und Freiraumplanung wurde das renommierte Planungsbüro DnD hinzugezogen.

Tierwelt wird mitgedacht

Bei der Konzeption wurde zudem das Prinzip der tiergestützten Planung angewendet. Dabei werden die Bedürfnisse von Wildtieren, wie zum Beispiel Vögel, Schmetterlinge oder Fledermäuse, von Anfang an in die Planungen mit einbezogen und sind Inspiration für die Planenden.

Kooperatives Planungsverfahren

Im Winter 2015 beziehungsweise Frühling 2016 wurde ein kooperatives Planungsverfahren für den gesamten Bereich "Umgebungsbereich Endstelle U1 Oberlaa" - Projekt Kurbadstraße und An der Kuhtrift - durchgeführt.

Gemeinsam mit Expert*innen, Vertreter*innen der Liegenschaftseigentümer*innen und 3 Architekt*innen-Teams (Superblock, M&S, gerner°gerner) wurde ein Bebauungskonzept erarbeitetet, das die Grundlage für den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan darstellen soll.

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Projektstand

  • Grundlagenerhebung: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Die grundsätzliche Verträglichkeit des Vorhabens für den Standort wird geklärt. Dabei werden unter anderem baulich-technische Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem werden Gegebenheiten wie zum Beispiel Freiflächen, Arbeitsstätten, öffentlicher Verkehr, Wegeverbindungen und Schulen untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft werden abgeschätzt.

  • Konzepterstellung: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.

  • Widmungsverfahren: Offen
    Beschreibung

    Auf Grundlage von Leitbildern oder anderen Planungen wird der Entwurf für den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erstellt und dem Fachbeirat vorgelegt. Während der öffentlichen Auflage können dazu schriftlich Stellungnahmen abgegeben werden. Der Entwurf und alle Stellungnahmen werden dem Wiener Gemeinderat vorgelegt.

  • Gemeinderatsbeschluss: Offen
    Beschreibung

    Der Wiener Gemeinderat beschließt den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Das Widmungsverfahren ist damit abgeschlossen. Das Plandokument kann in der Servicestelle Stadtentwicklung eingesehen beziehungsweise online abgerufen werden.

  • In Umsetzung: Offen
    Beschreibung

    Die detaillierte Entwicklung des Vorhabens wird begonnen. Die konkreten Entwürfe werden bei der Baubehörde zur Bewilligung eingereicht. Wenn diese einen positiven Bescheid erteilt, kann mit der baulichen Umsetzung begonnen werden.

  • Umgesetzt: Offen
    Beschreibung

    Mit der Fertigstellung und dem Einzug der neuen Bewohner*innen wird der Standort belebt. Durch das Zusammenwachsen mit der bestehenden Nachbarschaft entsteht ein neues soziales Gefüge.

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