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Freibäder öffnen am 2. Mai mit vielen Neuerungen

Die Freibad-Saison beginnt mit einer neuen 1-Monatskarte, Online-Ticketing, neuen Rutschen, einem Testbetrieb für verlängerte Öffnungszeiten und vielem mehr.

Rund 500 Bedienstete der Wiener Bäder haben in den vergangenen Wochen an einem Ziel gearbeitet: Die 10 städtischen Freibäder, 9 Kombibäder und 11 Familienbäder fit für die kommende Sommer-Saison zu machen.

900.000 Quadratmeter Fläche und 73 Schwimmbecken inklusive sämtlicher Nebeneinrichtungen wurden auf ihre Sicherheit überprüft, instandgehalten und auf Vordermann gebracht, damit die Freibäder am 2. Mai ihre Pforten öffnen können.

Während vielen Bädern in anderen österreichischen Gemeinden das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht, garantieren wir in Wien trotz angespannter Budgetlage auch 2026 den Betrieb aller städtischen Standorte. Besonders wichtig ist mir der Erhalt der Leistbarkeit unserer Bäder. Deshalb gibt es auch künftig von meiner Seite ein klares Nein zu Privatisierungen, denn nur Bäder in öffentlicher Hand sind leistbare Bäder.

Möglich sei das dank gut durchdachter Maßnahmen, mit denen die Wiener Bäder rund 2,3 Millionen Euro einsparen. Die Auswirkungen auf die Badegäste bleiben aber durchaus vertretbar.

Alle Anpassungen des Badebetriebs: Neuerungen bei den Wiener Bädern 2026

Das bringt der Bäder-Sommer 2026

Neue 1-Monatskarte und Erweiterung der Online-Tickets

Schwimmen im 4-Wochen-Takt: Mit Beginn der neuen Badesaison ergänzt die Monatskarte das Dauerkarten-Sortiment der Wiener Bäder. Die Monatskarte kann ab 2. Mai zu jedem beliebigen Tag erworben werden und ist für 30 Tage gültig.

Für die Badegäste bedeutet das künftig eine noch bessere Planbarkeit bei weiterhin leistbaren Preisen. Die Monatskarte bietet allen Gästen Kostenvorteile, ohne lange Bindung.

Die Online-Tickets für Freibad und Schwimmhalle sind ab sofort 7 Tage im Voraus erhältlich. Eine weitere Verkürzung der Wartezeit an den Badekassen wird dadurch erwartet.

Ab Juni: Fast-Lane für schnelleren Zutritt im Gänsehäufel

Ab Anfang Juni wird im Gänsehäufel ein eigener Zutritt mit elektronischem Check-in für Inhaber*innen von Dauer- oder Onlinekarten eingerichtet, um einen schnelleren Zutritt zu ermöglichen.

Testbetrieb: Verlängerte Öffnungszeiten im Strandbad Alte Donau

Heuer werden erstmals verlängerte Öffnungszeiten im Freibad getestet. Von 20. Juni bis 2. August ist im Strandbad Alte Donau bei Schönwetter erst um 20.30 Uhr Badeschluss. Der Kassenschluss wird ebenfalls um eine Stunde verlängert. Anschließend wird der Testbetrieb von der Abteilung Bäder (MA 44) evaluiert und dient als Grundlage für weitere Überlegungen zur Ausdehnung der Öffnungszeiten.

Mehr Plätze bei Sommer-Schwimmkursen

Auch heuer werden in ausgewählten Schwimmhallen wieder die beliebten Sommer-Schwimmkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten.

  • In jeweils 10-tägigen Intensiv-Schwimmkursen mit maximal 6 Teilnehmer*innen pro Kurs können die wichtigsten Schwimmkenntnisse erlernt werden.
  • Die Anzahl der Kursplätze konnte weiter erhöht werden.
  • Insgesamt stehen in 4 Bädern 192 Kurse mit 1.152 Kursplätzen zur Verfügung.
  • Die Kurse finden jeweils 2 Wochen von Montag bis Freitag an den Standorten Amalienbad (nur für Jugendliche und Erwachsene), Simmering, Floridsdorf, Großfeldsiedlung und Donaustadt statt.
  • Der Kursbeitrag beträgt 130 Euro für 10 Einheiten.
  • Die Anmeldung ist online ab 1. Juni 2026 ab 8 Uhr möglich.

Zusätzlich findet auch heuer die Aktion "Wasserspaß" an den Bäder-Standorten Simmering, Großfeldsiedlung und Donaustadt statt:

  • Bei der Aktion handelt es sich um einen 1-wöchigen Wassergewöhnungskurs um 16 Uhr.
  • Den Begleitpersonen werden verschiedene Anwendungstechniken der spielerischen Wassergewöhnung vermittelt, die diese mit ihren Kindern im Alter zwischen 3 und 6 Jahren bei hinkünftigen Badebesuchen umsetzen können.
  • Insgesamt werden hier 16 Kurse mit 128 Kursplätzen angeboten.
  • Der Preis für diesen Kurs beträgt 65 Euro für 5 Einheiten. Die Anmeldung ist ebenfalls ab 1. Juni möglich.

Kurs-Angebot der Wiener Bäder

Neuer "Code of Conduct": Null Toleranz bei Belästigung

Die Wiener Bäder stehen für Offenheit, Vielfalt und Respekt. Das Angebot richtet sich an alle Menschen - unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Alter oder sexueller Orientierung. Diskriminierung, Belästigung oder Gewalt werden in keiner Form toleriert.

Ein neuer, gemeinsam mit dem Wiener Frauenservice erstellter Code of Conduct beschreibt die unverhandelbare Wertehaltung der Wiener Bäder und sieht Maßnahmen im Falle von Fehlverhalten vor. Dieser umfasst auch klare Abläufe zur Meldung und Bearbeitung von Vorfällen sowie definierte Ansprechpartner*innen. Außerdem wurde die Badeordnung überarbeitet, die wie bisher in allen Bäderstandorten gut erkenntlich angebracht wird.

Alle Badegäste werden aufgefordert, umsichtig zu handeln und insbesondere ihrer Aufsichtspflicht gegenüber Kindern und Jugendlichen nachzukommen. Besucher*innen werden ermutigt, Zivilcourage zu zeigen, aufmerksam zu sein und verdächtige Situationen umgehend zu melden.

Sicherheit im Bad

Neue Rutschen, neue Schwimmhallen, neue Dächer

Nach Fertigstellung der ersten beiden Großprojekte, den Trainingshallen im Simmeringer Bad und im Großfeldsiedlungsbad wurde im Herbst 2025 mit dem Bau einer weiteren Schwimmhalle im Höpflerbad begonnen.

Im Sommer 2026 wird mit der Sanierung des Bezirkshallenbades in Hietzing (Fertigstellung Herbst 2027) begonnen, die Wiedereröffnung der Schwimmhalle in Döbling ist für Herbst 2026 geplant. An beiden Standorten werden Energiespar- und Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt.

Im Jörgerbad werden ab 3. Juli ebenfalls umfangreiche Sanierungs- und Verbesserungsarbeiten am Standort durchgeführt.
In den Freibädern Ottakring, Döbling und Großfeldsiedlung wurden die Wasserrutschen erneuert, welche bereits mit dem heurigen Saisonstart zur Verfügung stehen.

Bäderbauprogramm

Kultur-Programm im Bad

Mehrere kulturelle Veranstaltungen werden auch heuer wieder in den Bädern Station machen:

  • Am 24. Mai um 10 Uhr steht im Gänsehäufel im Rahmen der Bezirkstour der Wiener Festwochen die Theateraufführung "Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2" am Programm.
  • Am 11. Juli wird am Reumannplatz das 100-jährige Jubiläum des Amalienbades gefeiert. Ein Festprogramm wird von 12 bis 19 Uhr in und vor dem Bad angeboten. Birgit Denk, die Wiener Tschuschenkapelle und das Wiener Lercherl werden das Fest musikalisch begleiten.
  • Am 25. Juli feiert auch das Ottakringer Freibad von 14 bis 18 Uhr sein 100-jähriges Bestehen. Birgit Denk gastiert mit einer erweiterten Version ihrer beliebten Veranstaltung "Denk mit Kultur". Neben den Talk-Gästen Aida Loos und Norbert Schneider wird auch das Programm um 2 Musik-Auftritte von Manfred Chromy und Robert Shumi ergänzt. Die Veranstaltung findet im Freibad statt und ist im Badebetrieb inkludiert.

Sommersaison 2026

Auch in der Sommersaison 2026 setzen die Wiener Bäder auf Qualität, Sicherheit und Leistbarkeit und bieten ein verlässliches und vielseitiges Schwimmangebot. Durch eine Reihe von Anpassungen im Angebot wird auch im Sommer 2026 ein effizienter, sicherer und ressourcenschonender Badebetrieb gewährleistet.

Neben den stark frequentierten Freibädern sind alle Familienbäder und die Freibereiche der Kombibäder wie gewohnt in Betrieb.

In den Kombibädern Simmeringer Bad, Ottakringer Bad, Großfeldsiedlungsbad und Donaustädter Bad ist der Ticketkauf nur an der Freibadkassa möglich, der Zugang zur Schwimmhalle erfolgt über den Freibereich des Bades. Die Sauna-Abteilungen in diesen Standorten sind von 2. Mai bis 13. September geschlossen. Die Öffnungszeiten der Schwimmhallen in diesen Kombibädern werden an die Öffnungszeiten der Freibereiche angepasst.

Das Frühschwimmen wird auch im Sommer 2026 in den Schwimmhallen möglich sein. Die Badekassa bleibt ab 2. Mai jedoch geschlossen. Die Tickets für das Frühschwimmen sind ab sofort online erhältlich. Der Zugang zum Frühschwimmen erfolgt wie gewohnt über den Eingang zur Schwimmhalle.

Die Saunabäder sind von 15. Juni bis 13. September geschlossen.

Die Familienbäder sind von 2. Mai bis 3. Juli und von 7. bis 13. September täglich ab 13 Uhr geöffnet und während der Sommerferien täglich ab 10 Uhr geöffnet. Der Badeschluss richtet sich nach den Freibädern.

Sport und Kinderclub

Die beliebten Sport- und Kinderanimationsprogramme werden in größeren Freibädern wieder angeboten. Animationsteams unterhalten die kleinsten Badegäste und bei eigenen Volleyballtrainings können Badegäste ihre Kenntnisse und Fähigkeiten verbessern.

Erlebnispädagogischen Englischunterricht gibt es wieder in den Sommerferien jeden Donnerstag im Familienbad Schweizergarten (11 Uhr) und in den Freibädern Laaerbergbad (13.30 Uhr) und Angelibad (15.30 Uhr).

Die "Young Republic Kids" unterhalten an ausgewählten Wochenenden mit einer Musik- und Tanzperformance "von Kids für Kids" die jüngsten, aber auch jung gebliebene Badegäste.

Klimafitte Bäder sparen Energie und Geld

Die Wiener Bäder treiben ihre Klimaschutzmaßnahmen konsequent voran und setzen verstärkt auf das bewährte Energie-Einspar-Contracting. Dabei handelt es sich um ein Modell der Public-Private-Partnership, bei dem externe Fachunternehmen Maßnahmen zur Energie- und Wassereinsparung entwickeln, umsetzen und vorfinanzieren. Die Refinanzierung erfolgt ausschließlich über die tatsächlich erzielten Einsparungen ohne zusätzliche Budgetbelastung.

Im Rahmen dieser Projekte werden bestehende Anlagen umfassend modernisiert. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem der Einsatz von Wärmepumpen, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, die Optimierung von Lüftungs- und Heizsystemen, LED-Umstellungen sowie die Modernisierung der Badewasseranlagen und der Warmwasseraufbereitung.

Mit weiteren Projekten - unter anderem derzeit im Jörgerbad, im Hietzinger Bad und im Döblinger Bad - wird das Programm kontinuierlich ausgebaut. Ziel ist es, die Wiener Bäder langfristig klimafit zu machen, Betriebskosten zu senken und gleichzeitig die hohe Qualität für Besucher*innen zu sichern.
Die garantierten Einsparungen betragen rund 46.600 Megawattstunden Energie und 1,203.736 Kubikmeter Wasser. Das entspricht 3.680 Tonnen CO2 pro Jahr. Zudem sparen die Wiener Bäder damit weitere 4,7 Millionen Euro ein.

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