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Innstraße - Nordbahnviertel

Schrägluftbild mit Gebietsabgrenzung

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  • Letzte Aktualisierung: 13.8.2026, 00.03 Uhr
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Dieser Inhalt wird von der Stadt Wien kostenfrei gemäß Creative Commons CC-BY 4.0 zur Verfügung gestellt.

Entwicklung entlang der Innstraße

Ein Großteil der Bebauung des Stadtentwicklungsgebietes Nordbahnviertel wurde bereits umgesetzt, ebenso der zentrale Freiraum "Freie Mitte". Nun sollen die brachliegenden Flächen entlang der Innstraße zwischen ÖBB-Trasse und Vorgartenstraße entsprechend den Grundsätzen des Leitbilds Nordbahnhof einer städtischen Nutzung zugeführt werden. Der Therese-Ammon-Park soll als Parkanlage erhalten und berücksichtigt werden.

Neuer Wohnraum

Im Bereich zwischen Leystraße, Innstraße, Vorgartenstraße und "Freie Mitte" soll überwiegend Wohnnutzung entstehen. Insgesamt sollen hier circa 300 Wohnungen errichtet werden. Das historische Backsteingebäude an der Innstraße soll erhalten bleiben und als Schutzzone ausgewiesen werden.

Die vorgeschlagene Widmung als Strukturgebiet mit einer maximal zulässigen Kubatur und maximal zulässigen Gebäudehöhen geben den Rahmen für die qualitätssichernden Verfahren wie zum Beispiel Wettbewerbe, die im weiteren Schritt geplant sind. Prinzipiell sind Gebäude bis zu einer Höhe von 26 Meter möglich, einzelne Gebäudeteile können auch bis zu 35 Meter hoch sein.

Zwischen den Gebäuden ist eine gärtnerische Gestaltung vorgesehen. Alle Gebäude müssen intensiv begrünte Flachdächer sowie eine Fassadenbegrünung aufweisen. An den Rändern des Baufelds zur Vorgartenstraße, "Freien Mitte" und Leystraße sind Zonen vorgesehen, die nicht bebaut werden sollen. Dort ist eine Begrünung vorgesehen.

Kommunale Infrastruktur

Zwischen ÖBB-Trasse, Innstraße, Leystraße und "Freier Mitte" sind kommunale Infrastruktureinrichtungen geplant.

Angrenzend zur Leystraße soll auf einer Fläche von circa 7.000 Quadratmetern ein Umspannwerk der Wiener Netze errichtet werden. Es soll die derzeitige und künftige Bevölkerung des Nordbahnviertels und Nordwestbahnhofs mit Strom versorgen. Das Umspannwerk soll in 2 Phasen errichtet werden. Die Fertigstellung des westlichen Bauteils ist bis 2031 vorgesehen. Der Baubeginn des östlichen Bauteils ist nicht vor 2035 geplant. Die Höhe des Umspannwerks kann bis zu 20 Meter betragen. Zur Leystraße hin soll es eine 6 Meter breite Abstandsfläche geben.

Südwestlich daran angrenzend, auf einer circa 6.600 Quadratmeter großen Fläche an der Innstraße 8 bis 14, plant die Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) den Neubau des Mistplatzes Zwischenbrücken. Die Realisierung dieses "Grätzl-Mistplatzes" ist aus heutiger Sicht zwischen Mitte 2028 und Mitte 2030 geplant. Der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan sieht dafür Richtung Innstraße eine maximale Höhe von Gebäuden beziehungsweise Flugdächern von 18 Meter und zur "Freien Mitte" von 12 Meter vor.

Der Mistplatz und das Umspannwerk werden sich voraussichtlich eine Einfahrt teilen, um platzsparend mit dem Grund und Boden umzugehen.

Ein circa 30 Meter breiter Streifen neben der ÖBB-Trasse soll weiterhin durch die ÖBB benutzbar sein, um bei Umbauarbeiten Zugang zu den Gleisen zu haben. Hierfür soll es eine 6 Meter breite öffentliche Verkehrsfläche als Zufahrt zwischen Mistplatz und ÖBB-Flächen geben, die auch als zusätzliche fußläufige Verbindung von der Innstraße zur "Freien Mitte" benutzt werden kann.

Weitere Verbindungen

Zwischen Therese-Ammon-Park und Wohnbebauung soll die Vorgartenstraße als neue Fuß- und Radverbindung vom Nordbahnviertel in den 20. Bezirk ausgestaltet werden. Eine Durchfahrt für den Kfz-Verkehr soll es hier nicht geben. Die Rad- und Fußwegverbindung in der Leystraße soll im Flächenwidmungs- und Bebauungsplan als Fußweg berücksichtigt werden.

Therese-Ammon-Park

Der bestehende Park, für den derzeit eine Bausperre gilt, soll entsprechend seiner Nutzung als Grünland/Erholungsgebiet - Parkanlage ausgewiesen werden. Der südöstlich daran angrenzende Streifen der ehemaligen Gleistrasse soll ebenfalls diese Widmung erhalten. Damit kann die Erweiterung des Parks beziehungsweise eine Durchwegung von der "Freien Mitte" zur Engerthstraße ermöglicht werden.

Projektstand

Konzepterstellung: Abgeschlossen

Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.

Widmungsverfahren: Offen

Auf Grundlage von Leitbildern oder anderen Planungen wird der Entwurf für den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erstellt und dem Fachbeirat vorgelegt. Während der öffentlichen Auflage können dazu schriftlich Stellungnahmen abgegeben werden. Der Entwurf und alle Stellungnahmen werden dem Wiener Gemeinderat vorgelegt.

Gemeinderatsbeschluss: Offen

Der Wiener Gemeinderat beschließt den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Das Widmungsverfahren ist damit abgeschlossen. Das Plandokument kann in der Servicestelle Stadtentwicklung eingesehen beziehungsweise online abgerufen werden.

Beteiligung

Beteiligungsprozess: Abgeschlossen

Von Mai 2013 bis September 2014 arbeiteten Bürger*innen zusammen mit Fachexpert*innen im Dialog an der Aktualisierung des in die Jahre gekommenen Leitbildes von 1994. Dies geschah im Rahmen von mehreren Veranstaltungen und verschiedenen Formaten. Der Prozess mit den verschiedenen Beteiligungsformaten kann hier nachgelesen werden:

Beteiligungsprozess Nordbahnhof - Ein Grätzl stellt die Weichen (5,1 MB PDF)

Info-Center, Ausstellungs- und Veranstaltungsraum: Abgeschlossen

Der STADTRAUM war zwischen 2017 und 2019 ein Info-Center sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsraum in der Nordbahn-Halle am ehemaligen Nordbahnhof. Ziel und Aufgabe war die Vermittlung von Informationen zu den innerstädtischen Stadtentwicklungsgebieten Nord- und Nordwestbahnhof. Fast 17.000 Besucher*innen nutzten an 110 Öffnungstagen und 60 Sonderterminen das breite Angebot des Info-Centers.

Öffentliche Auflage: Offen

Im Zuge der öffentlichen Auflage des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans (Planentwurf 8493) gibt es von 13. August bis 24. September 2026 die Möglichkeit zur Stellungnahme. Über den Inhalt der Stellungnahmen wird dem Wiener Gemeinderat, der den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan beschließt, im Vorfeld berichtet.

Karte

Innstraße - Nordbahnviertel

  • 2., Innstraße 8-22

Kontakt

Stadt Wien - Servicestelle Stadtentwicklung

Telefon: +43 1 4000-8840
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