Entwicklung entlang der Innstraße
Ein Großteil der Bebauung des Stadtentwicklungsgebietes Nordbahnviertel wurde bereits umgesetzt, ebenso der zentrale Freiraum "Freie Mitte". Nun sollen die brachliegenden Flächen entlang der Innstraße zwischen ÖBB-Trasse und Vorgartenstraße entsprechend den Grundsätzen des Leitbilds Nordbahnhof einer städtischen Nutzung zugeführt werden. Der Therese-Ammon-Park soll als Parkanlage erhalten und berücksichtigt werden.
Neuer Wohnraum
Im Bereich zwischen Leystraße, Innstraße, Vorgartenstraße und "Freie Mitte" soll überwiegend Wohnnutzung entstehen. Insgesamt sollen hier circa 300 Wohnungen errichtet werden. Das historische Backsteingebäude an der Innstraße soll erhalten bleiben und als Schutzzone ausgewiesen werden.
Die vorgeschlagene Widmung als Strukturgebiet mit einer maximal zulässigen Kubatur und maximal zulässigen Gebäudehöhen geben den Rahmen für die qualitätssichernden Verfahren wie zum Beispiel Wettbewerbe, die im weiteren Schritt geplant sind. Prinzipiell sind Gebäude bis zu einer Höhe von 26 Meter möglich, einzelne Gebäudeteile können auch bis zu 35 Meter hoch sein.
Zwischen den Gebäuden ist eine gärtnerische Gestaltung vorgesehen. Alle Gebäude müssen intensiv begrünte Flachdächer sowie eine Fassadenbegrünung aufweisen. An den Rändern des Baufelds zur Vorgartenstraße, "Freien Mitte" und Leystraße sind Zonen vorgesehen, die nicht bebaut werden sollen. Dort ist eine Begrünung vorgesehen.
Kommunale Infrastruktur
Zwischen ÖBB-Trasse, Innstraße, Leystraße und "Freier Mitte" sind kommunale Infrastruktureinrichtungen geplant.
Angrenzend zur Leystraße soll auf einer Fläche von circa 7.000 Quadratmetern ein Umspannwerk der Wiener Netze errichtet werden. Es soll die derzeitige und künftige Bevölkerung des Nordbahnviertels und Nordwestbahnhofs mit Strom versorgen. Das Umspannwerk soll in 2 Phasen errichtet werden. Die Fertigstellung des westlichen Bauteils ist bis 2031 vorgesehen. Der Baubeginn des östlichen Bauteils ist nicht vor 2035 geplant. Die Höhe des Umspannwerks kann bis zu 20 Meter betragen. Zur Leystraße hin soll es eine 6 Meter breite Abstandsfläche geben.
Südwestlich daran angrenzend, auf einer circa 6.600 Quadratmeter großen Fläche an der Innstraße 8 bis 14, plant die Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) den Neubau des Mistplatzes Zwischenbrücken. Die Realisierung dieses "Grätzl-Mistplatzes" ist aus heutiger Sicht zwischen Mitte 2028 und Mitte 2030 geplant. Der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan sieht dafür Richtung Innstraße eine maximale Höhe von Gebäuden beziehungsweise Flugdächern von 18 Meter und zur "Freien Mitte" von 12 Meter vor.
Der Mistplatz und das Umspannwerk werden sich voraussichtlich eine Einfahrt teilen, um platzsparend mit dem Grund und Boden umzugehen.
Ein circa 30 Meter breiter Streifen neben der ÖBB-Trasse soll weiterhin durch die ÖBB benutzbar sein, um bei Umbauarbeiten Zugang zu den Gleisen zu haben. Hierfür soll es eine 6 Meter breite öffentliche Verkehrsfläche als Zufahrt zwischen Mistplatz und ÖBB-Flächen geben, die auch als zusätzliche fußläufige Verbindung von der Innstraße zur "Freien Mitte" benutzt werden kann.
Weitere Verbindungen
Zwischen Therese-Ammon-Park und Wohnbebauung soll die Vorgartenstraße als neue Fuß- und Radverbindung vom Nordbahnviertel in den 20. Bezirk ausgestaltet werden. Eine Durchfahrt für den Kfz-Verkehr soll es hier nicht geben. Die Rad- und Fußwegverbindung in der Leystraße soll im Flächenwidmungs- und Bebauungsplan als Fußweg berücksichtigt werden.
Therese-Ammon-Park
Der bestehende Park, für den derzeit eine Bausperre gilt, soll entsprechend seiner Nutzung als Grünland/Erholungsgebiet - Parkanlage ausgewiesen werden. Der südöstlich daran angrenzende Streifen der ehemaligen Gleistrasse soll ebenfalls diese Widmung erhalten. Damit kann die Erweiterung des Parks beziehungsweise eine Durchwegung von der "Freien Mitte" zur Engerthstraße ermöglicht werden.












