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Wagramer Straße 65: Leistbares Wohnen, Vielfalt und Klimaschutz

Stadtplanausschnitt mit Gebietsabgrenzung in gelber Farbe

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  • Letzte Aktualisierung: 27.02.2026, 15.05 Uhr
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Dieser Inhalt wird von der Stadt Wien kostenfrei gemäß Creative Commons CC-BY 4.0 zur Verfügung gestellt.

Neues, klimafittes Stadtquartier mit gefördertem Wohnraum in Kagran

Geförderter Wohnraum im Herzen Kagrans

Die Gebäude der Berufsschule für Baugewerbe in der Wagramer Straße 65 entsprechen nicht mehr den technischen Anforderungen des Lehrbetriebs. Daher zieht die Berufsschule für Baugewerbe mit Ende 2028 in das Zentralberufsschulgebäude Seestadt Aspern.

Dadurch wird mitten im Herzen Kagrans ein wertvolles Areal für neue Nutzungen frei. Die Stadt Wien hat sich dazu entschlossen, hier unter anderem Raum für geförderte Wohnungen zu schaffen, was an diesem hochattraktiven Standort mit U-Bahn-Anschluss und Nähe zur Alten Donau ein leistbares Leben für viele Menschen ermöglicht. Zwei Drittel der geplanten 300 Wohnungen werden geförderte Wohnungen sein.

Die geplante Bebauung ist auf bereits versiegelten Flächen vorgesehen. Durch die Realisierung eines Hochhauses mit einer maximalen Gebäudehöhe von 85 Metern sowie weiterer Gebäude mit Gebäudehöhen von bis zu 35 Metern kann der Flächenverbrauch am Standort insgesamt minimiert und zusätzlicher Freiraum geschaffen werden.

Ein historisch wertvoller Gebäudeteil der alten Berufsschule für Baugewerbe bleibt erhalten und wird in das neue Nutzungskonzept integriert.

Platz für vielfältige Einrichtungen

Im dem neuen Quartier an der Wagramer Straße 65 wird besonderer Wert auf eine vielfältige Nutzungsmischung gelegt. Im Projekt werden Flächen für soziale Infrastruktur wie Bildungs- und Betreuungseinrichtungen oder auch für soziale, kulturelle und medizinische Institutionen vorgesehen, um das Infrastrukturangebot des Bezirkszentrums zu erhöhen.

Die Erweiterung der Sozial- und Gesundheitsinfrastruktur soll die wohnortnahe Versorgung für unterschiedliche Alters- und Bevölkerungsgruppen sicherstellen. Ein Bestandteil des Konzepts ist auch die Errichtung eines 5-gruppigen Kindergartens, der dem steigenden Bedarf an qualitätsvollen Betreuungsplätzen im Bezirk Rechnung trägt.

Die Ansiedlung dieser vielfältigen Nutzungen leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Aufwertung des Bezirkszentrums Kagran. Das Quartier entwickelt sich dadurch zu einem lebendigen, gut frequentierten Ort, der als Treffpunkt sowie Versorgungsstandort für den gesamten Bezirk wirkt. Die neuen Angebote stärken bestehende Strukturen, ergänzen das vorhandene Angebot sinnvoll und erhöhen die Attraktivität des Umfelds nachhaltig.

Zentrale Lage mit hervorragender Infrastruktur

Mit der U1-Station Kagran in unmittelbarer Nähe sowie mehreren Straßenbahn- und Buslinien ist der Standort an der Wagramer Straße 65 optimal in das bestehende Verkehrsnetz eingebunden. Das ermöglicht eine bequeme, schnelle und umweltfreundliche Fortbewegung.

Darüber hinaus zeichnet sich der Standort durch seine zentrale Lage im 22. Bezirk aus. Wichtige Versorgungseinrichtungen, Arbeitsplätze, Handelseinrichtungen sowie Bildungs- und Freizeitangebote befinden sich in gut erreichbarer Nähe. Besonders hervorzuheben ist die Nähe zur Alten Donau, einem der bedeutendsten Erholungsräume Wiens, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad in wenigen Minuten erreichbar ist.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Projekts ist, dass keine neue technische oder verkehrliche Infrastruktur errichtet werden muss. Straßen, Wege sowie die öffentliche Verkehrserschließungen sind bereits vorhanden und leistungsfähig. Dadurch können zusätzliche Bodenversiegelungen und Eingriffe in bestehende Strukturen vermieden werden.

Klimafittes Quartier mit kleinem Fußabdruck

Das Projekt steht für einen verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Umgang mit Ressourcen. So sollen bereits versiegelte Flächen bebaut werden und der Baumbestand am Bauplatz gesichert werden. Insgesamt soll der Flächenfußabdruck verringert werden. Das soll durch die Erhöhung der Grünflächen und eine kompakte Bebauungsdichte erzielt werden. Die wertvolle Ressource Boden wird hierdurch effizienter genutzt und es wird zugleich ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas geleistet.

Durch den direkten Anschluss an eine hochrangige U-Bahn-Verbindung und weitere öffentliche Nahverkehrsmittel wird die klimafreundliche Mobilität im Stadtgebiet gefördert und ein wichtiger Beitrag zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs geleistet.

Die notwendigen Pflichtstellplätze sollen auf der Projektfläche in Form von Tiefgaragenplätzen realisiert werden. Durch die Tiefgarage besteht an der Oberfläche mehr Raum für versickerungsfähige Grün- und Freiflächen zur Reduktion der Hitzeentwicklung. Weiters sollen Sharing-Angebote in der Planung berücksichtigt werden.

Entscheidungsgrundlage

Die Projektfläche ist Teil des Zielgebiets Zentrum Kagran, das seit 2011 einen Schwerpunkt der Stadtentwicklung darstellt und ein hohes Entwicklungspotenzial aufgrund seiner Lage aufweist.

Übergeordnete Zielvorstellungen, die zur langfristigen Entwicklung des Zielgebietes beitragen sollen, wurden 2018 im städtebaulichen Leitbild Zentrum Kagran festgehalten und bilden im Wesentlichen die Entscheidungsrundlage für die Neuentwicklung in der Wagramer Straße 65.

Im Leitbild wurde unter anderem eine Hochhausentwicklung und Nutzungsmischung auf der gegenständlichen Projektfläche definiert sowie die Schaffung von gefördertem Wohnraum formuliert.

Qualitätssicherung

Um ein qualitativ hochwertiges Bauvorhaben zu erzielen, soll während des Widmungsverfahrens ein mehrstufiger Realisierungswettbewerb durchgeführt werden. Das Ergebnis soll im Flächenwidmungs- und Bebauungsplan berücksichtigt werden.

Projektstand

Grundlagenerhebung: Abgeschlossen

Die grundsätzliche Verträglichkeit des Vorhabens für den Standort wird geklärt. Dabei werden unter anderem baulich-technische Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem werden Gegebenheiten wie zum Beispiel Freiflächen, Arbeitsstätten, öffentlicher Verkehr, Wegeverbindungen und Schulen untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft werden abgeschätzt.

Konzepterstellung: Offen

Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.

Widmungsverfahren: Offen

Auf Grundlage von Leitbildern oder anderen Planungen wird der Entwurf für den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erstellt und dem Fachbeirat vorgelegt. Während der öffentlichen Auflage können dazu schriftlich Stellungnahmen abgegeben werden. Der Entwurf und alle Stellungnahmen werden dem Wiener Gemeinderat vorgelegt.

Gemeinderatsbeschluss: Offen

Der Wiener Gemeinderat beschließt den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Das Widmungsverfahren ist damit abgeschlossen. Das Plandokument kann in der Servicestelle Stadtentwicklung eingesehen beziehungsweise online abgerufen werden.

Beteiligung

Online-Umfrage

Am 12. März 2026 ist in der Berufsschule für Baugewerbe eine Dialogausstellung geplant. Bei der Veranstaltung wird es um die Projektziele, die ersten Planungsideen und den bevorstehenden Wettbewerb gehen. Vor Ort als auch im Rahmen einer Online-Umfrage wird es des Weiteren die Möglichkeit geben, Ideen und Anregungen zum Projekt abzugeben.

Öffentliche Auflage: Vorgesehen

Im Zuge der öffentlichen Auflage des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans gibt es die Möglichkeit zur Stellungnahme. Über den Inhalt der Stellungnahmen wird dem Wiener Gemeinderat, der den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan beschließt, im Vorfeld berichtet.

Weitere Informationen

Karte

Wagramer Straße 65

  • 22., Wagramer Straße 65

Kontakt

Stadt Wien - Servicestelle Stadtentwicklung

Telefon: +43 1 4000-8840
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