Neues, klimafittes Stadtquartier mit gefördertem Wohnraum in Kagran
Geförderter Wohnraum im Herzen Kagrans
Die Gebäude der Berufsschule für Baugewerbe in der Wagramer Straße 65 entsprechen nicht mehr den technischen Anforderungen des Lehrbetriebs. Daher zieht die Berufsschule für Baugewerbe mit Ende 2028 in das Zentralberufsschulgebäude Seestadt Aspern.
Dadurch wird mitten im Herzen Kagrans ein wertvolles Areal für neue Nutzungen frei. Die Stadt Wien hat sich dazu entschlossen, hier unter anderem Raum für geförderte Wohnungen zu schaffen, was an diesem hochattraktiven Standort mit U-Bahn-Anschluss und Nähe zur Alten Donau ein leistbares Leben für viele Menschen ermöglicht. Zwei Drittel der geplanten 300 Wohnungen werden geförderte Wohnungen sein.
Die geplante Bebauung ist auf bereits versiegelten Flächen vorgesehen. Durch die Realisierung eines Hochhauses mit einer maximalen Gebäudehöhe von 85 Metern sowie weiterer Gebäude mit Gebäudehöhen von bis zu 35 Metern kann der Flächenverbrauch am Standort insgesamt minimiert und zusätzlicher Freiraum geschaffen werden.
Ein historisch wertvoller Gebäudeteil der alten Berufsschule für Baugewerbe bleibt erhalten und wird in das neue Nutzungskonzept integriert.
Platz für vielfältige Einrichtungen
Im dem neuen Quartier an der Wagramer Straße 65 wird besonderer Wert auf eine vielfältige Nutzungsmischung gelegt. Im Projekt werden Flächen für soziale Infrastruktur wie Bildungs- und Betreuungseinrichtungen oder auch für soziale, kulturelle und medizinische Institutionen vorgesehen, um das Infrastrukturangebot des Bezirkszentrums zu erhöhen.
Die Erweiterung der Sozial- und Gesundheitsinfrastruktur soll die wohnortnahe Versorgung für unterschiedliche Alters- und Bevölkerungsgruppen sicherstellen. Ein Bestandteil des Konzepts ist auch die Errichtung eines 5-gruppigen Kindergartens, der dem steigenden Bedarf an qualitätsvollen Betreuungsplätzen im Bezirk Rechnung trägt.
Die Ansiedlung dieser vielfältigen Nutzungen leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Aufwertung des Bezirkszentrums Kagran. Das Quartier entwickelt sich dadurch zu einem lebendigen, gut frequentierten Ort, der als Treffpunkt sowie Versorgungsstandort für den gesamten Bezirk wirkt. Die neuen Angebote stärken bestehende Strukturen, ergänzen das vorhandene Angebot sinnvoll und erhöhen die Attraktivität des Umfelds nachhaltig.
Zentrale Lage mit hervorragender Infrastruktur
Mit der U1-Station Kagran in unmittelbarer Nähe sowie mehreren Straßenbahn- und Buslinien ist der Standort an der Wagramer Straße 65 optimal in das bestehende Verkehrsnetz eingebunden. Das ermöglicht eine bequeme, schnelle und umweltfreundliche Fortbewegung.
Darüber hinaus zeichnet sich der Standort durch seine zentrale Lage im 22. Bezirk aus. Wichtige Versorgungseinrichtungen, Arbeitsplätze, Handelseinrichtungen sowie Bildungs- und Freizeitangebote befinden sich in gut erreichbarer Nähe. Besonders hervorzuheben ist die Nähe zur Alten Donau, einem der bedeutendsten Erholungsräume Wiens, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad in wenigen Minuten erreichbar ist.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Projekts ist, dass keine neue technische oder verkehrliche Infrastruktur errichtet werden muss. Straßen, Wege sowie die öffentliche Verkehrserschließungen sind bereits vorhanden und leistungsfähig. Dadurch können zusätzliche Bodenversiegelungen und Eingriffe in bestehende Strukturen vermieden werden.
Klimafittes Quartier mit kleinem Fußabdruck
Das Projekt steht für einen verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Umgang mit Ressourcen. So sollen bereits versiegelte Flächen bebaut werden und der Baumbestand am Bauplatz gesichert werden. Insgesamt soll der Flächenfußabdruck verringert werden. Das soll durch die Erhöhung der Grünflächen und eine kompakte Bebauungsdichte erzielt werden. Die wertvolle Ressource Boden wird hierdurch effizienter genutzt und es wird zugleich ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas geleistet.
Durch den direkten Anschluss an eine hochrangige U-Bahn-Verbindung und weitere öffentliche Nahverkehrsmittel wird die klimafreundliche Mobilität im Stadtgebiet gefördert und ein wichtiger Beitrag zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs geleistet.
Die notwendigen Pflichtstellplätze sollen auf der Projektfläche in Form von Tiefgaragenplätzen realisiert werden. Durch die Tiefgarage besteht an der Oberfläche mehr Raum für versickerungsfähige Grün- und Freiflächen zur Reduktion der Hitzeentwicklung. Weiters sollen Sharing-Angebote in der Planung berücksichtigt werden.
Entscheidungsgrundlage
Die Projektfläche ist Teil des Zielgebiets Zentrum Kagran, das seit 2011 einen Schwerpunkt der Stadtentwicklung darstellt und ein hohes Entwicklungspotenzial aufgrund seiner Lage aufweist.
Übergeordnete Zielvorstellungen, die zur langfristigen Entwicklung des Zielgebietes beitragen sollen, wurden 2018 im städtebaulichen Leitbild Zentrum Kagran festgehalten und bilden im Wesentlichen die Entscheidungsrundlage für die Neuentwicklung in der Wagramer Straße 65.
Im Leitbild wurde unter anderem eine Hochhausentwicklung und Nutzungsmischung auf der gegenständlichen Projektfläche definiert sowie die Schaffung von gefördertem Wohnraum formuliert.
Qualitätssicherung
Um ein qualitativ hochwertiges Bauvorhaben zu erzielen, soll während des Widmungsverfahrens ein mehrstufiger Realisierungswettbewerb durchgeführt werden. Das Ergebnis soll im Flächenwidmungs- und Bebauungsplan berücksichtigt werden.




