Zentralberufsschulgebäude Seestadt Aspern

Stand:
In Umsetzung
Beteiligung:
abgeschlossen
Durch den Gemeinderat am 18.10.2022 beschlossen
Rendering: moderner Schulkomplex, Garten, spielende Kinder
Visualisierung des Siegerprojekts
Rendering: großes, offenes Erdgeschoß mit Sitzmöglichkeiten und Pflanzgefäßen
Die "Mall", ein zweigeschoßiger Kommunikationsraum und Treffpunkt in der Zentralberufsschule.

Ehemalige Lagerflächen werden zu Bildungsstandort

Im Süden des Stadtentwicklungsgebiets Seestadt Aspern sollen nicht mehr benötigte Lagerflächen der Firma Stellantis (vormals Opel) innovativen Betrieben und dem geplanten Zentralberufsschulgebäude zur Verfügung gestellt werden.

Die Stadt Wien errichtet in der Seestadt ein neues Zentralberufsschulgebäude für 7 kaufmännische Berufsschulen und für die Berufsschule für Baugewerbe. Das neue Zentralberufsschulgebäude wird bis September 2028 Raum für bis zu 7.500 Schüler*innen und 350 Beschäftigte bieten.

Das Siegerprojekt des 2-stufigen EU-weiten offenen Wettbewerbs stammt vom Wiener Architekturbüro Kronaus - Mitterer ZT GmbH.

Am Westrand des Automobilwerks wird die Straßenbahntrasse der Linie 25 erstellt.

Bildungsangebot

Im neuen Zentralberufsschulgebäude werden folgende 7 Berufsschulen zusammengeführt:

  • Berufsschule für Industrie, Finanzen und Transport
  • Berufsschule für Handel und Administration
  • Berufsschule für Bürokaufleute
  • Berufsschule für Handel und Reisen
  • Berufsschule für Einzelhandel
  • Berufsschule für Einzelhandel und EDV-Kaufleute
  • Berufsschule für Baugewerbe inklusive Lehrberuf Maler*in und Beschichtungstechniker*in

Diese Berufsschulen bestehen bereits an anderen Standorten in Wien und werden in das neue Zentralberufsschulgebäude für ungefähr 2.500 Berufsschüler*innen übersiedeln. Die neue Bildungseinrichtung wird nach Erkenntnissen aus einem Beteiligungsprozess mit den Nutzer*innen der bestehenden Berufsschulen geplant.

Um das große Schulgebäude für alle Nutzer*innen gut überschaubar zu machen, werden die Berufsschulen in 3 Bereiche organisiert: "Office", "Bau" und "Einzelhandel".

Architektonisches Konzept

  • Das Gebäude liegt an der Edit-Piaf-Straße. Hier sind auch die Haupteingänge angeordnet. Das Erdgeschoß und das 1. Obergeschoß sind zu einer "Sockelzone" zusammengefasst, deren Fassade begrünt ist. Hier sind unter anderem die Aula, die Kommunikationsbereiche, der Speisesaal mit Frischküche, ein Saal für schulinterne Veranstaltungen und die als "Shoppingmall" organisierten Unterrichtsräume für Einzelhandel untergebracht.
  • Lufträume verbinden das Erdgeschoß und die Obergeschoße. Das ermöglicht Sichtbeziehungen zwischen den Geschoßen und erlaubt, dass Tageslicht von oben bis tief ins Gebäude fällt.
  • Das 2. Obergeschoß ist von der Fassade zurückversetzt. Hier sind die Bereiche der Lehrer*innen, der Direktionen und der Verwaltung untergebracht.
  • Darüber scheinen 3 Baukörper zu schweben. In diesen 3-geschoßigen Baukörpern befinden sich weitere Bildungsräume.
  • An der Gartenseite wird die Sockelzone kammartig nach Westen erweitert. Dadurch entsteht ein gut gegliederter Grünraum. Dieser bietet gemeinsam mit den begrünten Dachflächen auf dem 2. Obergeschoß ein attraktives Freiraumangebot für alle Nutzer*innen, das auf kurzem Wege erreichbar ist.
  • Im Süden des Grundstücks liegt der 2-geschoßige Werkstättentrakt der Berufsschule für Baugewerbe. Dieser schließt den Freiraum des Schulbauplatzes nach Süden ab.
  • Beim Durchgang zwischen Hannah-Arendt-Park und Edith-Piaf-Straße entsteht ein attraktiver Vorplatz mit neuen Bäumen, Sitzmöglichkeiten und Abstellplätzen für Fahrräder und Scooter.
  • Auf den Flachdächern soll eine Fotovoltaik-Anlage errichtet werden. Auch tief aus der Erde soll Energie gewonnen werden. Diese Energie versorgt im Winter das Gebäude mit Wärme und sorgt im Sommer für leichte Temperierung des Gebäudes.
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Projektstand

  • Grundlagenerhebung: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Die grundsätzliche Verträglichkeit des Vorhabens für den Standort wird geklärt. Dabei werden unter anderem baulich-technische Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem werden Gegebenheiten wie zum Beispiel Freiflächen, Arbeitsstätten, öffentlicher Verkehr, Wegeverbindungen und Schulen untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft werden abgeschätzt.

  • Konzepterstellung: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.

  • Widmungsverfahren: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Auf Grundlage von Leitbildern oder anderen Planungen wird der Entwurf für den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erstellt und dem Fachbeirat vorgelegt. Während der öffentlichen Auflage können dazu schriftlich Stellungnahmen abgegeben werden. Der Entwurf und alle Stellungnahmen werden dem Wiener Gemeinderat vorgelegt.

  • Gemeinderatsbeschluss: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Der Wiener Gemeinderat beschließt den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Das Widmungsverfahren ist damit abgeschlossen. Das Plandokument kann in der Servicestelle Stadtentwicklung eingesehen beziehungsweise online abgerufen werden.

  • In Umsetzung: Offen
    Beschreibung

    Die detaillierte Entwicklung des Vorhabens wird begonnen. Die konkreten Entwürfe werden bei der Baubehörde zur Bewilligung eingereicht. Wenn diese einen positiven Bescheid erteilt, kann mit der baulichen Umsetzung begonnen werden.

  • Umgesetzt: Offen
    Beschreibung

    Mit der Fertigstellung und dem Einzug der neuen Bewohner*innen wird der Standort belebt. Durch das Zusammenwachsen mit der bestehenden Nachbarschaft entsteht ein neues soziales Gefüge.

Beteiligung

  • Beteiligungsphase 1: Abgeschlossen
    Beschreibung

    Im Zuge der öffentlichen Auflage des Flächenwidmungs- und Bebauungsplan gab es die Möglichkeit zur Stellungnahme. Über deren Inhalt wurde dem Wiener Gemeinderat, der den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan beschließt, im Vorfeld berichtet.

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