Sozialleistungen - Statistiken

Säulendiagramm - Jahresaufwand (in 1.000 Euro) für die Leistungen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung 2014

Jahresaufwand (in 1.000 Euro) für die Leistungen der Mindestsicherung 2014 (Textversion der Grafik: 42 KB RTF)

Die Wiener Mindestsicherung, die seit 1. September 2010 die Sozialhilfe ersetzt, ist die organisierte Form von Hilfstätigkeit durch die öffentliche Hand zur Behebung von Notlagen oder Gefährdungen. Zusammen mit anderen sozialen Geld- und Sachleistungen stellt sie ein wesentliches Instrument unseres Gesellschaftssystems dar, mit dem Bedürftigen ihre Existenz gesichert und eine zumindest teilweise Teilnahme am soziokulturellen Leben ermöglicht werden soll.


Daten

Geldleistungen

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Wiener Mindestsicherung und andere Sozialleistungen in Wien - Jahresaufwand

2010 bis 2019

2019

Mietzins- und Wohnbeihilfe in Wien

2004 bis 2019

2004 bis 2019

Wiener Mindestsicherung und andere Sozialleistungen - Jahresaufwand und -erlöse

2019

Soziale Dienste in Wien - Jahresaufwand für Menschen mit Behinderungen

2006 bis 2015

Sachleistungen

Titel

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Soziale Dienste in Wien - BezieherInnen

2006 bis 2016

2006 bis 2019

Soziale Dienste in Wien - Menschen mit Behinderung

2006 bis 2016

2006 bis 2019

Hilfseinrichtungen in Wien

2006 bis 2019

Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) - Leistungen des Sozialen Dienstes in Wien

2006 bis 2016

2011 bis 2019

Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) - Abklärungsverfahren, Unterstützungen der Erziehung und rechtliche Vertretungsfälle in Wien

2006 bis 2016

2011 bis 2019

Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) - Unterbringungsarten von Minderjährigen im Tagesdurchschnitt in Wien

2006 bis 2016

2011 bis 2019

Wohnplätze für Wohnungslose in Wien

2006 bis 2016

2006 bis 2019

Häuser für Wohnungslose in Wien

2006 bis 2019

Frauen und Kinder in Frauenhäusern in Wien

2008 bis 2016

2008 bis 2019

24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien - Beratungskontakte

2007 bis 2019

Statistisches Jahrbuch

Erläuterungen

Wiener Mindestsicherung

Die Daten zur Mindestsicherung, der Krankenhilfe und sonstigen Leistungen werden von der Abteilung Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (MA 40) zum Heizkostenzuschuss vom Fonds Soziales Wien zur Verfügung gestellt. Bei der Mindestsicherung wird grundsätzlich zwischen Dauerleistungen und Geldaushilfen unterschieden.

Dauerleistungen

Dauerleistungen bei finanzieller Notlage stehen Personen zu, die kein oder ein zu geringes Einkommen haben und das 60. (Frauen) beziehungsweise das 65. Lebensjahr (Männer) vollendet haben. Jüngeren Personen steht diese Form der staatlichen Unterstützung dann zu, wenn eine amtliche Bescheinigung die Arbeitsunfähigkeit für mindestens zwölf Monate belegt. Für die Überprüfung der Arbeitsfähigkeit ist das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum (BBRZ) oder der Amtsarzt zuständig.

Geldaushilfen

Geldaushilfen bei finanzieller Notlage erhalten österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, Konventionsflüchtlinge, EU-Bürgerinnen und EU-Bürger (unter bestimmten Voraussetzungen) sowie Drittstaatangehörige (unter bestimmten Voraussetzungen), die über kein oder ein zu geringes Einkommen verfügen. Die Mindestsicherung liegt bei 813,99 Euro für eine Einzelperson (Stand 1.1.2014). Die Höhe der Mindestsicherung wird jährlich an die Höhe der Mindestpension angepasst. Bezieherinnen und Bezieher müssen dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung stehen. Von dieser Verpflichtung ausgenommen sind Minderjährige sowie Schülerinnen und Schüler bis zur Matura, Alleinerziehende bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres des Kindes und jene Personen, denen die Dauerleistung zusteht. Weiters gibt es "Hilfe in besonderen Lebenslagen", die im Einzelfall und nach individueller Prüfung vergeben wird und Kosten für Möbel, Wohnungssicherungen und Energierückstände übernimmt. Nachzahlung von Pensionsbeiträgen zur Erlangung einer Pension oder Mietübernahmen während der Haft können im Einzelfall auch unter diese Sonderhilfe fallen.

Mietzinsbeihilfe

Die Daten über Mietzinsbeihilfen des Bundes stammen von der Buchhaltungsagentur des Bundes, über Mietzinsbeihilfen des Landes Wien von der Abteilung Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (MA 40) und über Wohnbeihilfen des Landes Wien von der Abteilung Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (MA 50).

Nonmonetäre Unterstützung

Die Daten zu sozialen Diensten und Leistungen für Menschen mit Behinderungen sowie über Hilfe in besonderen Lebenslagen werden vom Fonds Soziales Wien (FSW) zusammengestellt.

Beratung und Intervention

Die Daten zu den Familienleistungen und zum Kinderschutz werden von der Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) zur Verfügung gestellt, zu den Polizeiinterventionen bei Gewalt in der Familie von der Bundespolizeidirektion Wien und zur Beratung und Betreuung durch den 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien durch die Abteilung Frauenservice Wien (MA 57).

Wohnhäuser

Die Informationen werden durch den FSW, den Verein Wiener Frauenhäuser und den Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) übermittelt.

Definitionen

Gefährdungsabklärung
ist der erste Schritt der Jugendwohlfahrt zum Schutz eines Kindes, wenn aufgrund einer Meldung eine Gefährdung des Kindeswohles vermutet werden muss. Ziel der Gefährdungsabklärung ist die Feststellung oder das Ausschließen einer Gefährdung, damit gegebenenfalls die erforderlichen weiteren Maßnahmen eingeleitet werden können. Die Erhebungen vor Ort werden immer von zwei SozialarbeiterInnen gemeinsam durchgeführt, wobei der persönliche Kontakt mit dem Kind besonders wichtig ist. Erforderliche Entscheidungen werden mit der Leitenden Sozialarbeiterin/dem Leitenden Sozialarbeiter abgestimmt. Die Obsorgeberechtigten werden in alle Erhebungen einbezogen, jedenfalls darüber informiert. Unter Bedachtnahme auf die Interessen des Kindes wird auch geprüft, ob eine strafrechtliche Anzeige erfolgen soll.
Krankenhilfe
ist eine Form der Sozialhilfe, die nicht krankenversicherte Sozialhilfebezieherinnen und Sozialhilfebezieher sowie nicht krankenversicherte Personen, deren Einkommen eine gewisse Höhe nicht übersteigt, erhalten.
Mietbeihilfe
ist eine Geldleistung der Stadt Wien für Pensionsbezieherinnen und Pensionsbezieher, die verhindern soll, dass das Mindesteinkommen nach Abzug der Gesamtmiete unterschritten wird.
Säuglingswäschepaket bzw. Kleinkinderwäschepaket
erhalten Eltern in Wien anlässlich der Geburt ihres Kindes.
Sozial betreute Wohnhäuser
Für wohnungslose Menschen in Wien, die ein eigenständiges Wohnen ohne Betreuung nicht mehr bewältigen.
Übergangswohnhäuser
Wohnform für vorübergehendes Wohnen wohnungsloser Menschen mit Betreuung durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.
Unterhaltssicherung
Bei Schwierigkeiten wegen der Unterhaltszahlungen für ein Kind kann die beziehungsweise der betroffene Erziehungsberechtigte die MA 11 nach § 212 Abs 2 ABGB oder § 9 UVG zur Rechtsvertretung des Kindes ermächtigen. Die MA 11 sorgt für Festsetzung und Einhebung des Unterhaltes oder vermittelt einen Unterhaltsvorschuss vom Staat.
Vaterschaftsfeststellung
Nach § 163e ABGB kann die Anerkennung der Vaterschaft für ein außereheliches Kind vor der MA 11 - Rechtsvertretung erfolgen. Dort wird ein Vaterschaftsanerkenntnis aufgenommen.
Wegweisungen und Betretungsverbote
sind Interventionen der Polizei nach dem Sicherheitspolizeigesetz. Die Polizei ist dabei ermächtigt, eine (potenzielle) Gewalttäterin beziehungsweise einen (potentiellen) Gewalttäter aus der Wohnung zu weisen und mit einem Betretungsverbot zu belegen. Das Betretungsverbot ist auf maximal zehn Tage befristet, kann jedoch auf Antrag vom Bezirksgericht auf 20 Tage verlängert werden.
Wohnbeihilfe
ist eine Geldleistung der Stadt Wien zur Unterstützung von einkommensschwachen Österreicherinnen und Österreichern beziehungsweise diesen rechtlich Gleichgestellten, wie beispielsweise EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern sowie Ausländerinnen und Ausländern, wenn diese einen mindestens fünfjährigen legalen Aufenthalt in Österreich nachweisen können.
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