Für welche Personen ist die Antidiskriminierungsstelle zuständig?

Die Stelle zur Bekämpfung von Diskriminierungen ist nach dem Wiener Antidiskriminierungsgesetz für alle Personen zuständig, die sich in einer vom Land oder der Gemeinde Wien gesetzlich geregelten Angelegenheit

  • aus den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung, Zugang zu und Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum sowie Zugang zu selbstständiger Erwerbstätigkeit oder
  • aus Gründen der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität und des Geschlechts, insbesondere auch auf Grund von Schwangerschaft und Elternschaft

diskriminiert fühlen.

Nach der Antidiskriminierungsnovelle zum Dienstrecht der Gemeinde Wien ist die Antidiskriminierungsstelle auch für alle Bediensteten der Stadt Wien zuständig.

Darunter fällt zum Beispiel:

  • Jedes diskriminierende Verhalten einer Bediensteten oder eines Bediensteten der Stadt Wien in Ausübung ihrer oder seiner dienstlichen Tätigkeit gegenüber einer Privatperson.
  • Jedes diskriminierende Verhalten einer Bediensteten oder eines Bediensteten im Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis einer oder eines anderen Bediensteten oder bezüglich der Begründung eines Dienstverhältnisses einer Privatperson zur Stadt Wien.

In welchen Fällen ist die Zuständigkeit der Stelle zur Bekämpfung von Diskriminierungen nicht gegeben?

In Angelegenheiten aus dem Gesetzgebungsbereich des Bundes ist keine Zuständigkeit gegeben. Bundesbedienstete und Arbeitnehmerinnen sowie Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft können sich an die zuständige Gleichbehandlungsanwaltschaft wenden. Für Bundesbedienstete gilt das Bundes-Gleichbehandlungsgesetz; für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft das Gleichbehandlungsgesetz.

Diskriminierungen auf Grund des Geschlechts von Bediensteten sowie Personen, die sich um Aufnahme in ein Dienstverhältnis zur Gemeinde Wien bewerben, sind nach dem Wiener Gleichbehandlungsgesetz (W-GBG) zu beurteilen.

Für Ungleichbehandlungen auf Grund des Geschlechts in der Privatwirtschaft ist die Anwältin für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft des Bundes zuständig.

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