Geburten und Sterbefälle - Statistiken

Säulendiagramm zu Geburten und Todesfällen in Wien 2011 bis 2014

Geburten und Todesfälle in Wien 2011 bis 2014 (Textversion der Grafik: 44 KB RTF)

Die natürliche Bevölkerungsbewegung spiegelt die Veränderung der Bevölkerungszahl und Bevölkerungszusammensetzung durch Geburten und Sterbefälle wider. Die Differenz aus Lebendgeborenen und Gestorbenen eines Jahres führt dabei zur Geburtenbilanz.

Eine negative Geburtenbilanz (mehr Sterbefälle als Geburten) gehörte in Wien zur demografischen Normalität. Allerdings verringerte sich um die Jahrtausendwende das Defizit kontinuierlich, verzeichnete im Jahr 2004 erstmals seit Jahrzehnten ein Plus und erreichte im Jahr 2016 den Höchstwert von 4.773. Die Gesamtfertilitätsziffer in Wien liegt seit Jahren - statistisch betrachtet - bei rund 1,4 Kindern pro Frau.

Obwohl sich der Fertilitätsindikator über einen langen Zeitraum nicht gravierend veränderte, kam es – wie beschrieben – bei der Geburtenbilanz zu einer Trendumkehr. Diese Entwicklung ist einerseits auf die gestiegene Lebenserwartung der österreichischen Bevölkerung, anderseits auf rückläufige Todesfälle in schwächer besetzten Alterskohorten zurückzuführen. Das Leben in Wien wurde aber nicht bloß "länger" - es wurde im statistischen Sinn auch immer "sicherer".


Daten

Geburten

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Geburten in Wien nach Geschlecht des Kindes, Alter der Mutter und Bezirk

2015 und 2016

Geburten und Todesfälle in Wien

2013 bis 2016

Geburten in Wien - nach Staatsbürgerschaft der Mutter und Bezirk

2016

Geburten in Wien - Mädchen nach Staatsbürgerschaft der Mutter und Bezirk

2016

Geburten in Wien - Buben nach Staatsbürgerschaft der Mutter und Bezirk

2016

Lebendgeborene in Wien nach der Lebendgeburtenfolge

1999 bis 2016

Geburten in Wien nach Geschlecht des Kindes und Alter der Mutter

2010 bis 2016 (OGD)

Geburten in Wien nach Geschlecht des Kindes und Bezirk

2010 bis 2016 (OGD)

Geburten in Wien nach Geschlecht des Kindes und Zählbezirk

2010 bis 2013 (OGD)

Sterbefälle

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Sterbefälle in Wien nach Geschlecht, Alter und Bezirk

2015 bis 2016

Sterbefälle in Wien - nach Staatsbürgerschaft und Bezirk

2015

Sterbefälle in Wien - Frauen nach Staatsbürgerschaft und Bezirk

2015

Sterbefälle in Wien - Männer nach Staatsbürgerschaft und Bezirk

2015

Sterbefälle in Wien nach Familienstand und Geschlecht

1971 bis 2016

Sterbefälle in Wien nach Geschlecht und Alter

2010 bis 2016 (OGD)

Sterbefälle in Wien nach Geschlecht und Bezirk

2010 bis 2016 (OGD)

Sterbefälle in Wien nach Geschlecht und Zählbezirk

2010 bis 2013 (OGD)

Natürliche Bevölkerungsbewegung

Titel

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Natürliche Bevölkerungsbewegung nach Geschlecht

1961 bis 2016

Natürliche Bevölkerungsbewegung nach Staatsangehörigkeit

1971 bis 2016

Natürliche Bevölkerungsbewegung - Kennziffern

1961 bis 2015

Natürliche Bevölkerungsbewegung für Wien - Kennziffern nach Staatsangehörigkeit

1981 bis 2015

Natürliche Bevölkerungsbewegung für Wien nach Monaten und Geschlecht

2016

Natürliche Bevölkerungsbewegung für Wien nach Migrationshintergrund und Gemeindebezirken

2016

Statistisches Jahrbuch

Erläuterungen

Geburten und Sterbefälle werden von den Standesämtern, die die Beurkundung durchgeführt haben, an die Statistik Austria gemeldet. In diesen Zahlen sind auch Geburts- und Sterbefälle, die nicht in Wien stattgefunden haben, enthalten. Weitere, vor allem medizinische Daten (Todesursachen) werden direkt an die Statistik Austria gemeldet. Die regionale Zuordnung der Geburten und Todesfälle zu Wien erfolgt nach dem Wohnsitzprinzip (unabhängig davon, wo der Tod/die Geburt beurkundet wurde).

Ereignisse, die im Ausland stattfinden und nicht von österreichischen Standesämtern beurkundet werden, fanden in die Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung bis 2008 keinen Eingang. Ab 2009 werden Auslandssterbefälle von Statistik Austria durch Abgleich mit dem Register des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger ergänzt. Beim Abgleich der Salden der Bevölkerungsbewegung (Geburtenbilanz) mit dem Stand des Bevölkerungsregisters POPREG verbleibt eine Differenz, die als statistische Korrektur der Bevölkerungsbewegung verbucht wird.

Definitionen

Allgemeine Fertilitätsrate (AFZ)
Lebendgeborene auf 1.000 Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren.
Altersspezifische Fertilitätsrate
Lebendgeborene nach Altersgruppen der Mütter auf 1.000 Frauen gleichen Alters.
Altersspezifische Sterbeziffer
Gestorbene nach Altersgruppen und Geschlecht auf 100.000 Lebende (gleichen Alters und Geschlechts); im 1. Lebensjahr Gestorbene bezogen auf die entsprechende Zahl der Lebendgeborenen.
Altersstandardisierte Sterbeziffer
Altersspezifische Sterbeziffern gewichtet mit der Altersstruktur einer Standardbevölkerung und aufsummiert über alle Altersgruppen. Durch die Gewichtung werden die Effekte der Unterschiede im Altersaufbau ausgeschaltet und zeitliche oder regionale Vergleiche ermöglicht. Als Standardbevölkerung wurde der durchschnittliche Altersaufbau der Weltbevölkerung in den Jahren 2000 bis 2025 der WHO verwendet. Die Standardbevölkerung kann im Prinzip willkürlich festgelegt werden. Ihre Auswahl bestimmt das Niveau der altersstandardisierten Sterbeziffer wesentlich. Die relativen Unterschiede werden (durch unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Altersgruppen) ebenfalls, aber nur geringfügig, beeinflusst.
Bevölkerung
Personen, die in Wien mit Hauptwohnsitz gemeldet sind (inklusive Obdachlosenmeldungen) und um den Stichtag herum eine ununterbrochene Mindestaufenthaltsdauer von 90 Tagen in Wien aufweisen.
Bevölkerungsbewegung
Bezeichnet die Gesamtheit der demografischen Ereignisse (Geburten und Sterbefälle, Zu- und Wegzüge) in einem Beobachtungszeitraum. Während die natürliche Bevölkerungsbewegung Geburten und Sterbefälle betrachtet, umfasst die räumliche Bevölkerungsbewegung Zu- und Abwanderungen.
Bruttoreproduktionsrate
Gibt an, wie viele lebend geborene Töchter eine Frau zur Welt bringen würde, wenn sich die altersspezifischen Fertilitätsverhältnisse des betreffenden Kalenderjahres in der Zukunft nicht verändern. Sie unterscheidet sich von der Nettoreproduktionsrate dadurch, dass die Mortalität der Frauen bis zum Ende der reproduktiven Phase nicht berücksichtigt wird.
Durchschnittliches Fertilitätsalter
Arithmetisches Mittel der Altersverteilung der einjährigen Fertilitätsziffern.
Fertilität
Bezeichnet die tatsächlich realisierten Geburten (Geburtenhäufigkeit) einer Einzelperson.
Geburtenbilanz
Zahl der Lebendgeborenen abzüglich der Zahl der Sterbefälle.
Geburtenrate
Geburten bezogen auf 1.000 Personen der Wohnbevölkerung.
Gesamtfertilitätsrate (GFR)
Gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich bekommen würde, wenn die im betreffenden Kalenderjahr herrschenden altersspezifischen Fertilitätsverhältnisse in der Zukunft konstant blieben. Die Sterblichkeit der Frauen wird bei der Berechnung der GFR nicht berücksichtigt.
Lebendgeborene
Alle Geborenen unabhängig von der Schwangerschaftsdauer, bei denen nach dem vollständigen Austritt aus dem Mutterleib irgendein Lebenszeichen, zum Beispiel der Herzschlag oder eine deutliche Bewegung der Muskulatur, erkennbar ist. Neugeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 2.500 Gramm gelten als Frühgeburten.
Lebenserwartung
Bezeichnet die durchschnittliche Zahl der zu erwartenden Lebensjahre einer Person unter der Annahme, dass die gegenwärtigen altersspezifischen Sterbeziffern konstant bleiben. Die Lebenserwartung wird entweder für die Neugeborenen (Lebenserwartung bei Geburt) oder für ein bestimmtes Alter (fernere Lebenserwartung) angegeben.
LMR
Lokales (örtliches) Melderegister, in Wien von der örtlichen Meldebehörde (Abteilung Wahlen und verschiedene Rechtsangelegenheiten (MA 62)) geführt. Die Meldefälle werden vom LMR an das ZMR weitergeleitet.
Mortalität
Sterblichkeit: Anzahl der Todesfälle im Verhältnis zur Gesamtzahl der Bevölkerung in einem bestimmten Zeitraum.
Nettoreproduktionsrate
Gibt an, wie viele lebend geborene Töchter eine Frau unter Berücksichtigung der weiblichen Sterblichkeit von der Geburt bis zum Ende der reproduktiven Phase zur Welt bringen würde, wenn sich die altersspezifischen Fertilitätsverhältnisse des betreffenden Kalenderjahres in der Zukunft nicht verändern. Die Sterblichkeitsverhältnisse des herrschenden Kalenderjahres werden konstant gehalten.
Paritätsziffer
Bezeichnet die Ordnungszahl der Geburten einer Frau (Geburtenfolge).
POPREG
Synonym für "population register". Bevölkerungsregister der Statistik Austria, das auf Basis des ZMR geführt wird.
Säuglingssterblichkeit
Gestorbene unter einem Jahr bezogen auf 1.000 Lebendgeborene.
Sexualproportion
Anzahl der Personen männlichen Geschlechts auf 1.000 Personen weiblichen Geschlechts.
StaatsbürgerInnen
Personen, ohne Unterschied des Geschlechts, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen.
Sterberate
Sterbefälle bezogen auf 1.000 Personen der Wohnbevölkerung.
Totgeborene
Leibesfrüchte mit einem Geburtsgewicht von über 500 Gramm, bei denen nach dem vollständigen Austritt aus dem Mutterleib keine Lebenszeichen erkennbar sind. Totgeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 500 Gramm gelten als Fehlgeburten und werden nicht beurkundet. Die Abgrenzung zwischen Totgeburten und Fehlgeburten wurde 1977 und 1995 jeweils zugunsten der Totgeburten verändert. Die Änderung 1995 bedeutet eine definitorische Erhöhung der Totgeburtenhäufigkeit um etwa ein Drittel.
Wohnbevölkerung
Gesamtzahl aller Personen, die in der jeweiligen Verwaltungseinheit (zum Beispiel: Gemeinde, Bezirk, Bundesland) ihren Hauptwohnsitz haben beziehungsweise wenn eine Obdachlosmeldung vorliegt.
ZMR
Zentrales Melderegister des Bundesministeriums für Inneres.
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Wirtschaft, Arbeit und Statistik (Magistratsabteilung 23)
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