Neues Bürohochhaus am Handelskai
An der Wiener Waterfront im 2. Bezirk, dem urbanen Entwicklungsgebiet am rechten Donauufer, ist direkt an der U2-Station Donaumarina der Timber Marina Tower geplant.
Die Waterfront Wien ist als klimafittes städtisches Quartier mit gemischter Nutzung, attraktiver Architektur und ausreichend Grün- und Freiräumen geplant. Diese Ansprüche wurden in Entwicklungsleitlinien verankert.
Die UBM Development AG beabsichtigt, ein bis zu 113 Meter hohes Bürohochhaus unmittelbar neben der U2-Station Donaumarina zu errichten. Das Hochhausprojekt basiert auf dem 2019 in einem internationalen Wettbewerb ausgewählten Siegerprojekt von Dominique Perrault und Hoffmann-Janz. Grundlage für den Wettbewerb waren die Entwicklungsleitlinien, die von der Stadt Wien vorgegeben wurden.
Das adaptierte Siegerprojekt liegt vor und soll 32 Obergeschoße, 4 Tiefgeschoße und insgesamt rund 44.000 Quadratmeter Geschoßfläche umfassen. Es soll in Holzhybrid-Bauweise errichtet werden und wäre nach heutigem Stand das höchste Holzhochhaus der Welt. Der öffentliche Raum rund um die U2-Station sowie beim Johann-Böhm-Platz soll, unter anderem mit Baumpflanzungen neu gestaltet werden.
Neuer Flächenwidmungs- und Bebauungsplan
Im Zuge der öffentlichen Auflage des Entwurfs des neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplans von 19. Oktober bis 30. November 2023 gab es die Möglichkeit, Stellungnahmen zum Projekt abzugeben. Der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan wurde vom Gemeinderat am 21. Jänner 2025 beschlossen.
Gestaltung im Detail
Klimafitte Gestaltung des öffentlichen Raums:
- Attraktive Oberflächengestaltung durch Möblierung und Bepflanzung
- Mehr Platz für Fußgänger*innen und Witterungsschutz durch Arkade beim Hauptzugang zum Turm auf der Wehlistraße
- Baumreihen beidseits entlang des Johann-Böhm-Platzes mit in die Grünfläche integrierten Fahrradabstellplätzen
Umweltfreundliche Mobilität:
- 350 Radabstellplätze
- Zusätzlich in etwa 60 Radabstellplätze im öffentlichen Raum rund ums Gebäude
- Errichtung einer WienMobil-Station am U2-Stationsgebäude
- Anreize für betriebliches Mobilitätsmanagement mit Carpooling, Job-Ticket, Optimierung der Anfahrtsrouten etc.
- Shared-Mobility-Angebot mit E-Pkw und E-Bikes für Gebäude-Nutzer*innen
- Rund 80 Pkw-Stellplätze in der Tiefgarage ausschließlich für Gebäude-Nutzer*innen
Ökologie und Nachhaltigkeit:
- Nach derzeitigem Stand das weltweit höchste Holz-Hybrid-Gebäude
- Nachhaltiges und energieeffizientes Gebäude: Zertifizierungen nach DGNB Gold geplant (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen)
- Energieproduktion durch Photovoltaik, Abschluss von Ökostromverträgen
- Nutzung von Geothermie für einen ökologischen Betrieb
- Verwendung von langlebigen und schadstoffarmen Baumaterialien
- In der Bauphase reduziert ein hohes Maß an Vorfertigung die Bauzeit und den Lieferverkehr.
Gestaltung des Erdgeschoßbereichs:
- Die Erdgeschoßzone wird zur optischen Erweiterung des öffentlichen Raums transparent ausgeführt.
- In der Nähe des Eingangs ist auch eine Fläche für Gastronomie vorgesehen.
- Durch die großzügige Raumhöhe im Erdgeschoß entsteht eine attraktive Sockelzone.
- Ziel ist die Schaffung einer urbanen Atmosphäre mit Pflanzbeeten und biodiverser Begrünung.
Projektstand
Die grundsätzliche Verträglichkeit des Vorhabens für den Standort wird geklärt. Dabei werden unter anderem baulich-technische Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem werden Gegebenheiten wie zum Beispiel Freiflächen, Arbeitsstätten, öffentlicher Verkehr, Wegeverbindungen und Schulen untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft werden abgeschätzt.
Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.
Auf Grundlage von Leitbildern oder anderen Planungen wird der Entwurf für den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erstellt und dem Fachbeirat vorgelegt. Während der öffentlichen Auflage können dazu schriftlich Stellungnahmen abgegeben werden. Der Entwurf und alle Stellungnahmen werden dem Wiener Gemeinderat vorgelegt.
Der Wiener Gemeinderat beschließt den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Das Widmungsverfahren ist damit abgeschlossen. Das Plandokument kann in der Servicestelle Stadtentwicklung eingesehen beziehungsweise online abgerufen werden.








