Weiterentwicklung des industriell-gewerblichen Gebiets
Das bereits gewerblich genutzte, rund 8 Hektar große Areal im 3. Bezirk soll im Sinne des Wien-Plans als betrieblicher Standort weiterentwickelt werden. Aufgrund seiner guten Lage und der ausgezeichneten Anbindung an U-Bahn, Bus, Radwege und Autobahn ist das Gebiet besonders attraktiv. Über den Gaswerksteg besteht zudem eine direkte Verbindung zum Erholungsgebiet Prater.
Im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzepts "An und unter der Tangente" wurden bereits wichtige Grundlagen und Ziele für die zukünftige Entwicklung des Gebiets festgelegt. Als nächster Schritt wird ein städtebauliches Leitbild erarbeitet, das die Basis für die künftige Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung bildet.
Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung
Ziel der Planung ist es, den Standort langfristig als zeitgemäßes Gewerbe- und Betriebsgebiet zu sichern und gleichzeitig Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung zu berücksichtigen. Anhand des Gewerbequartiers Erdberger Mais soll dabei pilothaft untersucht werden, wie betriebliche Anforderungen in einem Betriebsgebiet mit Klimaresilienz, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft verknüpft werden können. Themen sind hier nachhaltige Mobilität, mehr Grün- und Freiflächen, eine bessere Aufenthaltsqualität sowie die Kühlung des Stadtraums. So sollen attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen geschaffen und gleichzeitig die Klimaresilienz des Gebiets gestärkt werden.
Projektstand
Die grundsätzliche Verträglichkeit des Vorhabens für den Standort wird geklärt. Dabei werden unter anderem baulich-technische Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem werden Gegebenheiten wie zum Beispiel Freiflächen, Arbeitsstätten, öffentlicher Verkehr, Wegeverbindungen und Schulen untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft werden abgeschätzt.
Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.
Auf Grundlage von Leitbildern oder anderen Planungen wird der Entwurf für den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erstellt und dem Fachbeirat vorgelegt. Während der öffentlichen Auflage können dazu schriftlich Stellungnahmen abgegeben werden. Der Entwurf und alle Stellungnahmen werden dem Wiener Gemeinderat vorgelegt.
Der Wiener Gemeinderat beschließt den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Das Widmungsverfahren ist damit abgeschlossen. Das Plandokument kann in der Servicestelle Stadtentwicklung eingesehen beziehungsweise online abgerufen werden.
Beteiligung
Öffentliche Auflage: Vorgesehen
Im Zuge der öffentlichen Auflage des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans gibt es die Möglichkeit zur Stellungnahme. Über den Inhalt der Stellungnahmen wird dem Wiener Gemeinderat, der den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan beschließt, im Vorfeld berichtet.


