Regierungsklausur 2026: Selbstbewusst und zuversichtlich in die Zukunft
"Starke Wirtschaft. Starkes Wien.": So lautete das Motto der Klausur der Wiener Stadtregierung am 23. Jänner 2026 im Wiener Rathaus. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren der Rezession als erfolgreicher Wirtschaftsstandort mit einem robusten Arbeitsmarkt bewiesen. Als einziges Bundesland konnte Wien durchgehend Wirtschaftswachstum verzeichnen. Darüber hinaus konnte die Stadt einen historischen Beschäftigungsrekord vermelden. Ziel der Regierungsklausur war, Maßnahmen und Projekte zu erarbeiten, die neue Arbeitsplätze schaffen und das Wirtschaftswachstum ankurbeln, um Wien in eine gute Zukunft zu führen.
- Starke Industrie und erfolgreicher Tourismus
- Bildung und Integration als Grundsäulen
- 2 neue Stadtentwicklungsgebiete
- Neues Life Science Center
- 6 Millionen Euro für die Wiener Medieninitiative
- Klima-Allianzen
- Wirtschaftsmotor Wiener Stadtwerke
- Investitionen in Kultur und Wissenschaft
- Supersportjahr 2026
Starke Industrie und erfolgreicher Tourismus
Wien hat sich erfolgreich gegen die Rezession in Österreich gestemmt. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum für 2025 für Wien liegt bei rund 1 Prozent – im Gegensatz zu +0,3 Prozent für das gesamte Bundesgebiet. Wien hat derzeit eine Wirtschaftsleistung von rund 130 Milliarden Euro. Das sind 25,4 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung in Österreich. Damit ist Wien der Wirtschaftsmotor der Republik. Wien hatte in den vergangenen 3 Jahren den mit Abstand stärksten Zuwachs an Beschäftigungsverhältnissen - absolut (+35.585) wie prozentuell (+2,1 Prozent). Damit entfallen vom gesamten Beschäftigungszuwachs Österreichs 69,3 Prozent allein auf die Bundeshauptstadt.
In den vergangenen 3 Jahren sind in Wien mehr als doppelt so viele neue Jobs entstanden wie in allen anderen Bundesländern zusammen. Die Bundeshauptstadt verzeichnet mit 933.430 beschäftigten Personen einen historischen Höchststand. Die Gründe dafür sind:
- Zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Beschäftigung, zum Beispiel Frauenstiftung, Joboffensive für Jugendliche, Joboffensive 50plus, die vom Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds (waff) umgesetzt werden.
- Ein Höchststand an über 10.000 Unternehmensneugründungen und 218 internationalen Betriebsansiedlungen.
- Die Life-Science-Industrie (zum Beispiel Medizin, Forschung), die sich besonders gut entwickelt. In Wien ist dieser Bereich 2025 um 8,6 Prozent gewachsen. In ganz Österreich waren es nur 0,7 Prozent. Mehr als 49.000 Beschäftigte arbeiten in Wien im Life-Science-Sektor.
- Der städtische Tourismus, der 2025 mit einem neuerlichen Nächtigungsrekord von über 20 Millionen Nächtigungen (+6 Prozent zum Vorjahr) ganzjährige Arbeitsplätze sichert und Wertschöpfung in der Stadt schafft.
Bildung und Integration als Grundsäulen
Die wichtigste Säule für diesen wirtschaftlichen Erfolg bleibt die Bildung. Wien investiert weiter in die Sprachförderung, den Ausbau von Unterstützungspersonal und leistet mit einer umfangreichen Reform des Kindergartens den Grundstein für die besten Voraussetzungen aller Kinder für eine gelungene Bildungslaufbahn. Die Ziele sind eine moderne Verwaltung, ein neues Fördersystem und eine Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für Pädagog*innen.
Mit Integrationsmaßnahmen wie dem Begleitprogramm StartWien Hub setzt Wien auf Integration ab Tag 1 und Angeboten aus einer Hand. Neue Formate für den deutschen Spracherwerb leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer raschen Integration in die Gesellschaft.
Neben den kleinen und mittleren Unternehmen leisten mit fast 10 Prozent der Wirtschaftsleistung des Wiener Handels auch die Wiener Märkte einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum in der Stadt. Hier bekennt sich die Aufschwungskoalition zur Weiterentwicklung der Märkte und der regionalen Nahversorgung. Mit neuen Marktformaten und der Unterstützung regionaler Produzent*innen wird die heimische Wertschöpfung auch in diesem Bereich angeregt.
2 neue Stadtentwicklungsgebiete
Wien ist in Europa bekannt für seinen starken sozialen Wohnbau. Wenn die Stadt neue geförderte Wohnungen baut, stärkt das auch die Wiener Wirtschaft. Mit der Wohnbauoffensive 2024+ wurden aktuell rund 22.200 geförderte Wohnungen auf Schiene gebracht und darüber hinaus starten auch im Jahr 2026 weitere Bauträger-Wettbewerbe.
Wien beginnt 2026 mit der Entwicklung von 5 Stadtgebieten mit insgesamt 4.530 geförderten Wohnungen im Endausbau. 3 Gebiete waren bereits geplant:
- Erzherzog-Karl-Straße (Donaustadt) - 1.920 Wohnungen
- Weichseltalgasse (Simmering) - 660 Wohnungen
- Nordwestbahnhof, Phase B (Brigittenau) - 1.300 Wohnungen
2026 kommen 2 Stadtentwicklungsgebiete mit 650 zusätzlich geförderten Wohnungen hinzu:
- Gasometervorfeld (Simmering)
- Wagramer Straße (Donaustadt)
Die Entwicklung von Stadtquartieren bedeutet die Umsetzung eines gemeinsamen Konzepts über die einzelnen Baugründe hinweg. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, womit konkrete thematische Schwerpunkte (Wohnmodelle für Alleinerziehende, Wohnen für Generationen, WohnBAUMprogramm etc.) gesetzt werden können. Sowohl Gemeinschaftsflächen als auch die einzelnen Bauprojekte werden dahingehend konzipiert.
Im Bereich Stadterneuerung setzt die Stadt Wien mit seinem Stadterneuerungsprogramm WieNEU+ neue Maßstäbe. Die gezielte Sanierung und Belebung ganzer Grätzl wird dabei in den Fokus genommen. Das Programm ermöglicht, durch verschiedene Förderschienen Impulse zu setzen: Die "Grätzlförderung" unterstützt bei innovativen Gebäudesanierungsprojekten. Die "Grätzlinitiative" unterstützt lokale Unternehmer*innen, Vereine und Interessenverbände. Durch diese gezielte Belebung der Erdgeschosszonen wird das Miteinander vor Ort gefördert.
Nach den Zielgebieten Innerfavoriten und dem Grätzl 20+2 (so genanntes Alliiertenviertel) startete das Programm mit Dezember 2025 auch im neuen Zielgebiet Hernals. Noch in dieser Legislaturperiode wird mit Floridsdorf (in der Umgebung des Schlingermarkts) ein weiteres 4. Zielgebiet aus der Taufe gehoben. Das Ergebnis ist eine wirtschaftliche Belebung in mehrfacher Hinsicht: Neben starken Impulsen für den lokalen Handel können an den Förderungen für Sanierungs- und Dekarbonisierungstätigkeiten sowohl gemeinnützige, als auch private Hauseigentümer*innen teilhaben - bei gleichzeitiger Anhebung der Wohnqualität für die Bewohner*innen.
Nach den Zielgebieten Innerfavoriten und dem Grätzl 20+2 (so genanntes Alliiertenviertel) startete das Programm mit Dezember 2025 auch im neuen Zielgebiet Hernals. Noch in dieser Legislaturperiode kommt mit Floridsdorf (in der Umgebung des Schlingermarkts) das 4. Zielgebiet. Das Ergebnis ist eine wirtschaftliche Belebung in mehrfacher Hinsicht: Neben starken Impulsen für den lokalen Handel können an den Förderungen für Sanierungs- und Dekarbonisierungstätigkeiten sowohl gemeinnützige als auch private Hauseigentümer*innen teilhaben - bei gleichzeitiger Anhebung der Wohnqualität für die Bewohner*innen.
wohnfonds_wien und das Stadterneuerungsprogramm WieNEU+ zur Grätzlsanierung. Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wird damit sichergestellt, dass Wien bei Innnovation, Leistbarkeit und Lebensqualität weiterhin internationales Vorbild bleibt!
Neues Life Science Center
Künstliche Intelligenz (KI) wird in der modernen Medizin immer wichtiger. Sie ermöglicht, Therapien und Medikamente künftig stärker auf individuelle Erkrankungsbilder zuzuschneiden. Darauf reagiert Wien mit dem Life Science Center Viennain Neu Marx, einem einen Innovations- und KI-Hub:
- Größe: 14.000 Quadratmeter
- Gebäude: Erdgeschoss, 6 Obergeschosse, 1 Untergeschoss
- Nutzung: Labore, Büros, Serverräume für KI und Robotik
- Energie: klimaneutral, sehr energieeffizient
- Zertifizierung: Gold-Standard der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNB)
- Fertigstellung: bis 2029
- Baukosten: 170 Millionen Euro
Allein durch die Bautätigkeit werden rund 1.000 Arbeitsplätze in der Baubranche gesichert. Das neue Zentrum entsteht im Umfeld des Vienna BioCenters in Neu Marx - einem exzellenten Wissenschaftscluster mit 6 Forschungseinrichtungen sowie 42 Unternehmen und Startups. Erste Mieterin im Life Science Center Vienna ist AITHYRA, das von der Boehringer Ingelheim Stiftung finanzierte Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz in der Biomedizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. AITHYRA belegt rund 7.000 Quadratmeter und damit 50 Prozent der Flächen und kann bereits 2029 einziehen. AITHYRA entwickelt KI-gestützte Forschungsansätze, die Fortschritte in der Biomedizin beschleunigen: Ziel ist es, Erkrankungen besser zu verstehen, schnellere und zuverlässigere Diagnosen zu ermöglichen und neue Therapien - auch für bislang unheilbare Krankheiten - voranzutreiben. Neben der Investition der Stadt Wien
in die Errichtung des Life Science Center Vienna unterstützt die Stadt AITHYRA mit der Übernahme eines Drittels der Miete.
Video: Life Science Center Vienna - YouTube
6 Millionen Euro für die Wiener Medieninitiative
Mit der Wiener Medieninitiative stärkt die Stadt Wien seit 2019 die heimische Medienbranche, fördert qualitativen Journalismus und unterstützt Medien bei der digitalen Transformation. 318 Medienprojekte wurden seit dem Start mit fast 11 Millionen Euro gefördert - darunter große, kleine und neu gegründete Medienunternehmen sowie Medienideen, die auf dem Weg zur Gründung begleitet wurden. Angesichts der sich verschärfenden Situation in der Wiener Medienlandschaft setzt die Stadt mit der Wiener Medieninitiative einen Schwerpunkt, um bestehende Medien zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern.
Die Wiener Medieninitiative wird laufend weiterentwickelt: Bereits im vergangenen Herbst hat Bürgermeister Michael Ludwig angekündigt, dass die Wiener Medieninitiative im März 2026 mit 600.000 Euro weitergeführt wird. Gefördert werden Projekte bestehender Medienunternehmen aus Wien, die Arbeitsplätze erhalten oder neue Arbeitsplätze schaffen. Dazu zählen etwa Vorhaben, die durch neue Formen der Medienproduktion, Digitalisierung oder Restrukturierung langfristige Beschäftigung ermöglichen. Diese Beschäftigungseffekte werden im Rahmen der Antragsbewertung zum Fokusthema und somit zum KO-Kriterium. Die Initiative soll Wien weiterhin als Zentrum für Qualitätsjournalismus und Medieninnovation positionieren. Um den Anteil von Frauen in leitender Position in Medienprojekten zu stärken, wird der Frauenbonus weitergeführt.
Darüber hinaus hat die Stadt Wien die Wiener Medieninitiative für die nächsten Jahre abgesichert. Sie wird mit 6 Millionen Euro ausgestattet, um journalistische Vielfalt, qualitätsvolle Berichterstattung und sichere Arbeitsplätze in Wien weiter zu fördern.
Klima-Allianzen
Die Klima-Allianzen sind ein noch nie dagewesener Zusammenschluss zwischen Stadt und Wirtschaft. Erstmals in der Geschichte der Stadt werden Unternehmen aktiv am Erreichen der städtischen Klimaziele mitarbeiten. Im Fokus steht ein "Memorandum of Understanding", eine schriftliche Vereinbarung, die von Stadtpolitik und Unternehmen gemeinsam unterzeichnet wird. Die ersten Unternehmen, die Teil dieser Allianz werden, stehen bereits fest und werden in Bälde medial präsentiert.
Besonders fest wird das Klima-Wirtschaftsbündnis im Bereich der Energiewende. Hier hat die Stadt Wien im Rahmen der Initiative "100 Projekte Raus aus Gas" schon in den letzten 5 Jahren wichtige Partner*innen aus der Baubranche gewonnen. Allen, die es noch werden wollen, macht es die Stadt Wien jetzt noch einfacher: Mit dem Online-Tool "Raus-aus-Gas-Navi" finden alle Eigentümer*innen, die ihr Haus auf klimafreundliche Wärmeversorgung umstellen möchten, in Sekundenschnelle die geeignete Lösung. Es reichen ein paar Mausklicks, damit das Tool passende Optionen vorschlägt. Damit gewinnt die Stadt Wien noch schneller neue Partner*innen aus der Wirtschaft und sorgt für den heimischen Klimaschutz.
Wirtschaftsmotor Wiener Stadtwerke
Die Wiener Stadtwerke mit ihren Töchter-Unternehmen sind ein wesentlicher Teil einer starken Wirtschaft für ein starkes Wien. Bis 2030 investieren sie als Österreichs größter kommunaler Infrastrukturdienstleister 9,4 Milliarden Euro, etwa in den Ausbau der Windparks und Photovoltaik-Anlagen, sichere Energienetze und in die Erweiterung des Öffi-Angebotes mit Schwerpunkt Gleiserneuerung für das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt und den U2xU5-Ausbau.
Allein im Zeitraum zwischen 2021 und 2025 lag die Wertschöpfung im Inland durch Infrastruktur Investitionen bei 4,8 Milliarden Euro. Damit ist die Schaffung und Sicherung von fast 53.000 Arbeitsplätzen verbunden und die Leistung von rund einer Milliarde Euro an Steuerabgaben, die gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten von großer Bedeutung sind.
Investitionen in Kultur und Wissenschaft
Kunst und Kultur sind ein zentraler Treiber für den Tourismusstandort Wien und prägen dessen internationale Wahrnehmung. Kulturelle Leuchttürme und Erfolge im Film stärken die Sichtbarkeit,
Wertschöpfung und Beschäftigung in der Stadt. Die Wiener Filmförderung entfaltet eine überdurchschnittliche wirtschaftliche Hebelwirkung für die lokale Produktionslandschaft. Darüber hinaus
generieren nationale, internationale und städtische Forschungs- sowie Wissenschaftsförderungen Produktivitätsimpulse, Arbeitsplätze und Innovation. Investitionen in Kultur, Wissenschaft und Forschung tragen somit einen wichtigen Teil dazu bei, langfristig die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Wiens abzusichern.
Supersportjahr 2026
Sportveranstaltungen sind nicht nur sportliche Highlights, sondern wichtige Wirtschaftsfaktoren mit einem beträchtlichen Antrieb für die Wiener Hotellerie und Gastronomie. Großevents wie der Vienna City Marathon erzielen eine ähnliche ökonomische Hebelwirkung wie internationale Kongresse oder globale Musik-Acts.
2026 kann die Stadt Wien mit einem besonderen Sportjahr aufwarten. Neben dem Marathon, den Erste Bank Open im Tennis und dem 3x3-Basketball-Turnier am Heumarkt stehen im Juni 2 weitere Großevents ins Haus.
Zu den Sport Austria Finals - Österreichs größtem Multisportevent von 3. bis 7. Juni - werden 6.500 Athlet*innen und Betreuer*innen aus über 35 Sportarten sowie zehntausende Zuschauer erwartet. Der Medienwert der Finals liegt bei 2,1 Millionen Euro, der ORF überträgt 27 Stunden live. Zu den Special Olympics Österreich haben sich 1.800 Athlet*innen mit geistiger Beeinträchtigung angemeldet.
Bei beiden Großevents wird die neu errichtete Sport Arena Wien in Leopoldstadt als zentrale Austragungsstätte fungieren, dazu kommen weitere Schauplätze in anderen Bezirken.
Weiterführende Informationen
Bleiben wir in Kontakt
Gemeinsam machen wir Wien noch lebenswerter!
Schreiben Sie mir Ihre Anliegen:
Kontaktformular
Meine Empfehlung
Bleiben Sie am Laufenden und melden Sie sich für den MEIN WIEN heute Newsletter an. Von Montag bis Freitag erhalten Abonnent*innen jeweils zum Start des Arbeitstags einen kompakten Überblick aller relevanten Themen aus der Stadt.
Diesen Inhalt teilen
Diesen Inhalt einbetten
Der eingebettete Inhalt aktualisiert sich automatisch, sobald wir ihn auf wien.gv.at ändern.
Informationen zum Inhalt
- Letzte Aktualisierung: 23.01.2026, 16.15 Uhr
- Eindeutige ID dieses Inhalts: 7d3c8c7e-464d-4c6e-a2f7-1c58ac47ee75
- Maschinenlesbare Version: JSON
Dieser Inhalt wird von der Stadt Wien kostenfrei gemäß Creative Commons CC-BY 4.0 zur Verfügung gestellt.










