Parkpickerl für Bewohnerinnen und Bewohner im Wohnbezirk

English version

Mit 1. September 2016 erfolgt die Einführung des elektronischen Parkpickerls in allen parkraumbewirtschafteten Gebieten.

Allgemeine Informationen

In vielen Bezirken Wiens sind flächendeckende Kurzparkzonen eingerichtet. In diesen Zonen ist das Parken zu festgesetzten Zeiten kostenpflichtig. Mit dem Parkpickerl können Sie in Ihrem Bezirk in der flächendeckenden Kurzparkzone parken, solange Sie wollen.

In Geschäftsstraßen dürfen Sie aber auch mit einem Parkpickerl nicht für längere Zeit parken. Mit Parkpickerl dürfen sie dort 1,5 Stunden kostenlos parken, wenn Sie eine Parkscheibe sichtbar einlegen.

Wenn Sie in einem Kleingarten in Wien Ihren Nebenwohnsitz haben, können Sie ebenfalls ein Parkpickerl (Saisonpickerl) beantragen. Dann müssen Sie aber in Wien Ihren Hauptwohnsitz haben.

Für Ihren Hauptwohnsitz kann Ihnen nur ein Parkpickerl ausgestellt werden.

Das Parkpickerl ist in der Straßenverkehrsordnung 1960 gesetzlich geregelt.

Voraussetzungen

Sie können ein Parkpickerl bekommen, wenn Ihr Hauptwohnsitz im Bereich einer Kurzparkzone ist.

Wenn Sie in Wien wohnen und im Bereich einer Kurzparkzone in einem Kleingarten Ihren Nebenwohnsitz haben, können Sie ebenfalls ein Parkpickerl (Saisonpickerl) beantragen.

Parkpickerl gibt es für Kurzparkzonen in folgenden Bezirken:

  • 1. bis 9. Bezirk
  • 12. Bezirk
  • 14. bis 18. Bezirk
  • 20. Bezirk

Kurzparkzonen im Stadtplan

Sie müssen

  • Zulassungsbesitzerin oder Zulassungsbesitzer des Autos sein oder
  • einen Leasingvertrag für das Auto haben oder
  • privat ein Firmenauto nutzen.

Sie müssen

  • selbst mit diesem Auto fahren.

Das Fahrzeug muss

  • mehrspurig sein
  • und auf Ihre Hauptwohnsitz-Adresse zugelassen sein, außer es ist ein Firmenauto, das Sie privat nutzen.

Das Fahrzeug darf

  • höchstens 3,5 Tonnen schwer sein und
  • auch ein Auto mit Wechselkennzeichen sein.

Fristen und Termine

  • Das Parkpickerl gilt für mindestens drei Monate und höchstens zwei Jahre.
  • Wenn Sie das Parkpickerl verlängern wollen, können Sie wieder einen Antrag stellen.

Tipp:
Wenn Sie schon ein Parkpickerl haben und Ihr Hauptwohnsitz und die Zulassung des Autos gleich geblieben sind, schickt Ihnen die Stadt Wien zwei Monate vor Ablauf der Gültigkeit zwei Zahlungsanweisungen zu. Eine Zahlungsanweisung ist für die Verlängerung um ein Jahr, der andere für die Verlängerung um zwei Jahre. Sie können für ein Jahr oder für zwei Jahre einzahlen und so ganz einfach Ihr Parkpickerl verlängern.

Wichtig:
Es kann passieren, dass Sie keine Zahlungsanweisung zugeschickt bekommen. Verlassen Sie sich nicht darauf!
Wenn Sie keine Zahlungsanweisung bekommen haben, müssen Sie einen Antrag für ein neues Parkpickerl stellen. Machen Sie das spätestens vier Wochen, bevor die Gültigkeit Ihres alten Parkpickerls endet.

Zuständige Stelle

Für das Parkpickerl ist das Magistratische Bezirksamt Ihres Hauptwohnsitzes zuständig.
Alle zuständigen Magistratischen Bezirksämter

Erforderliche Unterlagen

Bei persönlicher Beantragung in jedem Fall:

  • Zulassungsschein
  • Bei Wechselkennzeichen sind die Zulassungsscheine von allen Fahrzeugen, die ein gemeinsames Kennzeichen haben, nötig.
  • Führerschein

Wenn das Auto geleast ist und im Zulassungsschein nicht Ihr Name steht:

  • Leasingvertrag

Wenn Sie ein Auto Ihrer Arbeitgeberin oder Ihres Arbeitgebers privat nutzen:

  • Bestätigung Ihrer Arbeitgeberin oder Ihres Arbeitgebers über die private Nutzung sowie die Zahlung eines Sachbezuges
  • Lohnzettel, aus dem die private Nutzung des Autos als Sachbezug zu sehen ist

Wenn Sie selbständig sind und ein Firmenauto benutzen:

  • Auszug aus dem Gewerberegister (Gewerbeschein)
  • Auszug aus dem Firmenbuch
  • Bestätigung der Steuerberaterin oder des Steuerberaters, einer berufsmäßigen Parteienvertreterin oder eines berufsmäßigen Parteienvertreters, der (Bilanz-)Buchhalterin oder des (Bilanz-)Buchhalters, dass Sie ein Firmenauto mindestens 15 Prozent privat benutzen

Wenn Sie einen diplomatischen Status haben:

  • Legitimationskarte
  • Mietvertrag über Ihre Wohnung

Wenn vorhanden:

Wenn vorhanden:

Achtung:
Wenn Sie das Parkpickerl mit dem Online-Antrag beantragen, können Sie Unterlagen einscannen und im Formular direkt hochladen.

Kosten und Zahlung

Für das Parkpickerl müssen Sie verschiedene Abgaben bezahlen:

  • Bundesabgabe:
    • 14,30 Euro für den Antrag
    • 3,90 Euro für jede Beilage, aber höchstens 21,80 Euro für alle Beilagen
  • Verwaltungsabgabe:
    • 35,70 Euro, wenn Sie den Antrag beim Magistratischen Bezirksamt stellen.
  • Parkometerabgabe:
    Die Parkometerabgabe müssen Sie für jeden Monat bezahlen, für den Sie ein Parkpickerl beantragen. Sie müssen für mindestens drei Monate bezahlen. Sie können höchstens für zwei Jahre bezahlen. Bereits begonnene Monate werden dabei voll gerechnet.
    • Im 1. bis 9. Bezirk, 15. Bezirk im Bereich der Stadthalle und im 20. Bezirk kostet die Parkometerabgabe 10 Euro pro Monat. Das sind 120 Euro für ein Jahr und 240 Euro für zwei Jahre.
    • Im 12. und 14. Bezirk, im 15. Bezirk außerhalb des Bereichs der Stadthalle, im 16. Bezirk, im 17. Bezirk und im 18. Bezirk kostet die Parkometerabgabe 7,50 Euro pro Monat. Das sind 90 Euro für ein Jahr und 180 Euro für zwei Jahre.

Tipp:
Sie können den Antrag mit allen Beilagen auch mit dem Online-Formular mit Handy-Signatur und Bürgerkarte stellen. Dann bezahlen Sie weniger Gebühren:

  • Bundesabgabe: 8,60 Euro statt 14,30 Euro
  • Gebühr pro Beilage 2,30 statt 3,90 Euro, aber höchstens 13,10 Euro statt 21,80 Euro
  • Verwaltungsabgabe: 30,70 Euro statt 35,70 Euro

Wenn Sie Fragen zur Bezahlung der Abgaben haben, können Sie sich an die Buchhaltungsabteilung 40 in der Magistratsabteilung 6 wenden.

Formular

Wenn Sie Ihren Antrag mit dem Online-Formular stellen, werden die Daten über eine sichere Internetleitung geschickt. Fremde Personen können Ihre Daten nicht sehen.

Dieses Online-Formular gilt nicht für Diplomatinnen und Diplomaten mit roter Legitimationskarte.

Zusätzliche Informationen

Wenn Sie noch kein elektronisches Parkpickerl haben, müssen Sie in den folgenden Fällen Ihr altes Parkpickerl ablösen und dem Magistratischen Bezirksamt zurückbringen:

Wechsel der Windschutzscheibe oder des Kennzeichens
Bringen Sie den Zulassungsschein, den Führerschein und das abgelöste Parkpickerl in das zuständige Magistratische Bezirksamt. Wenn Sie das Parkpickerl nur mehr in Teilen ablösen können, dann bringen Sie die Teile. Sie bekommen kostenlos ein Ersatzpickerl.

Umzug in einen anderen Parkpickerl-Bezirk
Zuerst melden Sie sich und Ihr Auto am neuen Hauptwohnsitz an. Bringen Sie danach den geänderten Zulassungsschein, den Führerschein und das abgelöste Parkpickerl in das zuständige Magistratische Bezirksamt. Wenn Sie das Parkpickerl nur mehr in Teilen ablösen können, dann bringen Sie die Teile. Sie bekommen kostenlos ein Ersatzpickerl.

Neues Auto
Bringen Sie den neuen Zulassungsschein, den Führerschein und das abgelöste Parkpickerl in das zuständige Magistratische Bezirksamt. Wenn Sie das Parkpickerl nur mehr in Teilen ablösen können, dann bringen Sie die Teile. Sie bekommen ein neues Parkpickerl. Das kostet 35, 70 Euro Verwaltungsabgabe und 14,30 Euro Bundesabgabe. Insgesamt bezahlen Sie also 50 Euro.

Parkpickerl wird nicht mehr benötigt
Sie bekommen die Parkometerabgabe für alle Monate zurück, die Sie nicht mehr benötigen. Für begonnene Monate bekommen Sie kein Geld zurück. Bringen Sie einen Lichtbildausweis und das abgelöste Parkpickerl in das zuständige Magistratische Bezirksamt. Wenn Sie das Parkpickerl nur mehr in Teilen ablösen können, dann bringen Sie die Teile.

Achtung:
Wenn Sie schon ein elektronisches Parkpickerl haben, müssen Sie es nicht von der Windschutzscheibe ablösen.

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