Ökostromanlagen bzw. Photovoltaikanlagen - Förderungsantrag

Allgemeine Informationen

Das Ziel der Ökostromförderung ist die Förderung fortschrittlicher Technik zur Stromerzeugung.

Private Antragstellerinnen und Antragsteller müssen die Bundesförderung unter www.pv.klimafonds.gv.at beantragen. Für Anlagen, deren Leistung 5 kWp übersteigt, werden die über die 5 kWp hinausgehenden kWp vom Land Wien mit dem derzeitigen Wiener Landesförderungssatz von 400 Euro pro kWp bzw. bis zu 40 Prozent der förderungsfähigen Gesamtkosten gefördert.

Für betriebliche Anlagen, deren Leistung 5 kWp übersteigt, werden die über die 5 kWp hinausgehenden kWp vom Land Wien mit 400 Euro pro kWp bzw. bis zu 40 Prozent der förderungsfähigen Gesamtkosten gefördert. Für die ersten 5 kWp kann die Bundesförderung beantragt werden. Eine Einreichung beim Klima- und Energiefonds www.pv.klimafonds.gv.at ist für die Antragstellung bei der Wiener Landesförderung aber nicht zwingend erforderlich.

Nicht förderfähig sind jene Anteile von Photovoltaikanlagen, die gemäß §118 Abs. 3b Bauordnung für Wien 1996 verpflichtend zu errichten sind. Diese "Solarverpflichtung" gilt für Neubauten, mit Ausnahme von Wohngebäuden und Bauwerken, die ausschließlich oder überwiegend Bildungszwecken dienen.

Die Erweiterung von bestehenden Anlagen sowie der Einbau von gebrauchten PV-Modulen sind ebenfalls nicht förderfähig.

Voraussetzungen

Anträge für die Landesförderung können von natürlichen oder juristischen Personen gestellt werden. Die Gewährung einer Förderung erfolgt in Form einer schriftlichen Zusicherung (Förderungsvertrag).

Das Ausmaß der Förderung beträgt maximal 40 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten in Form eines einmaligen Investitionskostenzuschusses. Ab 1. Jänner 2013 ist für Photovoltaikanlagen eine Förderobergrenze von 400 Euro pro kWp bzw. 40.000 Euro pro Förderfall vorgesehen.

Voraussetzung dafür sind mindestens 900 Volllaststunden im Jahr unter Nachweis standardisierter Berechnungsmethoden und die Einspeisung ins öffentliche Netz muss möglich sein.

Jede zusätzlich beantragte und in Anspruch genommene Förderung muss der Förderstelle umgehend gemeldet werden.

Fristen und Termine

Die Förderentscheidung hängt von der jeweils individuellen Ausgangslage ab. Die Förderung kann ganzjährig beantragt werden. Die Errichtung und Fertigstellung der Photovoltaikanlage muss sowohl bei bestehenden als auch bei neu zu errichtenden, betrieblichen Gebäuden innerhalb eines Jahres ab Förderzusage erfolgen.

Der schriftliche Antrag muss vor Beginn der Arbeiten für das Vorhaben gestellt werden. Der Beginn der Arbeiten ist entweder der Beginn der Bauarbeiten für die Investition oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung von Ausrüstung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist (Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission).

Zuständige Stelle

Für private Antragstellerinnen und Antragsteller

Kommunalkredit Public Consulting GmbH
9., Türkenstraße 9
Telefon: + 43 1 31 6 31 730
Fax: + 43 1 31 6 31-99-730
E-Mail: wien-pv@kommunalkredit.at
www.wien-pv.at
www.pv.klimafonds.gv.at

Der Förderantrag kann ausschließlich online erfolgen.

Für betriebliche Antragstellerinnen und Antragsteller - ab 5 kWp:

Energieplanung (MA 20)
1., Rathausstraße 14-16, 3. Stock
Telefon: + 43 1 4000-88305, -88306
Fax: + 43 1 4000-88304
E-Mail: post@ma20.wien.gv.at

Telefonische Auskünfte: Montag und Mittwoch bis Freitag von 9 bis 11 Uhr; Dienstag von 14 bis 15.30 Uhr. Es werden keine telefonischen Auskünfte über den Stand der Förderabwicklung erteilt.

Erforderliche Unterlagen

Fördereinreichung

  • Bindendes Angebot der Errichterfirma
  • Berechnung der Volllaststunden mit standardisierten Methoden
  • Vollständig ausgefülltes Einreichformular
  • Vollmacht: Wird der Antrag durch einen Anlagenerrichter oder eine andere natürliche oder juristische Person eingebracht, ist eine schriftliche Vollmacht der Förderwerberinnen und Förderwerber beizulegen.

Der Antrag auf Förderung kann ausschließlich vor Beginn der Errichtung erfolgen. Im Antragsformular ist ersichtlich, welche Daten für den Antrag notwendig sind. Es werden ausschließlich richtig und vollständig ausgefüllte Anträge bearbeitet.

Förderabrechnung:
Die Abrechnung findet, ausschließlich nach Terminvereinbarung, im Büro der Förderstelle statt. Anlagenbesichtigungen werden auf Stichproben beschränkt. Folgende Unterlagen sind gesammelt und mit vollständigen und richtigen Angaben vorzulegen:

  • Rechnungen in Kopie
  • Einzahlungsbelege in Kopie bzw. mittels Banküberweisungsbestätigungen
  • Genehmigungen und Bescheide:
    • Anerkennung als Ökostromerzeugungsanlage (MA 64)
    • Elektrizitätswirtschaftliche Genehmigung (MA 64) (falls erforderlich)
    • Baubewilligung (falls erforderlich)
  • Unterschriebener Fördervertrag
  • Funktionsprüfung gemäß ÖVE E 8001
  • Fotos von Anlage und Wechselrichter

Neben den erforderlichen Unterlagen ist auch die Bekanntgabe der Firmenbuchnummer sowie der UID-Nummer erforderlich.

Unvollständige Unterlagen können nicht bearbeitet werden. Unterlagen die in Papierform eingereicht werden, können nicht retourniert werden.

Kosten und Zahlung

Der Antrag ist gebührenfrei.

Erledigungsdauer

Die Dauer der Erledigung richtet sich danach, ob alle Unterlagen vollständig und fristgerecht eingereicht wurden. Durch die unvollständige Vorlage von Unterlagen kann das Verfahren verzögert werden.

Formular

Zusätzliche Informationen

Förderungsrichtlinien 2015 für die Förderung der Erzeugung von Ökostrom und Energieeffizienzprogrammen: 285 KB PDF

Auf die Gewährung einer Förderung nach den geltenden Förderungsrichtlinien besteht kein Rechtsanspruch.

Genehmigungsschritte für PV-Anlagen und Hybridkollektoren

Homepage: Energie

Verantwortlich für diese Seite:
Energieplanung (Magistratsabteilung 20)
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