Studien - Tausch der Straßenbeleuchtung

Seit 2010 sind LED-Leuchten in der Stadt in Verwendung. Umfangreiche Studien begleiten das Projekt.

In Wiener Neubaugebieten werden seit einigen Jahren ausschließliche LED-Lampen verwendet. Hängeleuchten werden bis 2020 auf LED-Modelle umgerüstet.

Von Beginn der Nutzung an war klar, dass die Auswirkungen bei der Nutzung von LED-Leuchtmitteln tiefgehen und die interdisziplinäre Auseinandersetzung wichtig für die richtigen Entscheidungen und die Akzeptanz der technischen Lösung wichtig ist.

Die Abteilung WIEN LEUCHTET (MA 33) führte daher umfangreiche Studien zu den unterschiedlichen Aspekten von LED-Lampen durch beziehungsweise gab diese in Auftrag.

Insektenanlockwirkung

Beginnend mit der Umrüstung der Donauinsel-Beleuchtung auf moderne LED-Lampen wurden erstmals ökologische Studien zur Insektenanlockwirkung der LED-Leuchtmittel und der Konstruktion von modernen Leuchten durchgeführt. Festgestellt wurde, dass mit LED-Leuchtmitteln die Anlockwirkung von Insekten um 80 Prozent abgenommen hat.

Überspannungsfestigkeit

Die MA 33 hat gemeinsam mit der Betreiberplattform der Lichttechnischen Gesellschaft Österreichs eine Studie an der TU Graz in Auftrag gegeben. Gemeinsam mit dem Hochspannungslabor des AIT (Austrian Institute of Technologie) wurde eine Hochspannungs-Prüfmethode entwickelt.

Überspannungsfestigkeit von LED-Leuchten

Blendung

Durch kleine Lichtaustrittsflächen und Lichtaustrittswinkel erscheint das Licht von LED-Leuchten viel intensiver als das der konventionellen Vorgänger. Eine im Auftrag der MA 33 durchgeführte Studie der Firma Viewpoint System ging der Frage nach, ob die subjektiv wahrgenommene Blendung von LED-Leuchten negative Effekte auf die Verkehrssicherheit hat.

UrbanLight - Optimierungen von Straßenleuchten

Die MA 33 hat ein Forschungsprojekt unterstützt, das unterschiedliche Leuchten in einer Wiener Straße untersucht. In der Blumauergasse im 2. Bezirk wurden 20 Lichtpunkte mit originalen Leuchten, mit LED-Leuchten und mit eigens angefertigten Prototypen ausgestattet. Anwohnerinnen und Anwohner, Lichtmelderinnen und -melder, Passantinnen und Passanten und verschiedene Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden befragt. Auch das Verkehrsverhalten von Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern wurde analysiert.

Projektpartner

Nachthimmelsaufhellung

Video: Weniger Licht der Umwelt zuliebe

Mit der Einführung der LED-Technik hat sich die MA 33 eingehend mit dem Thema Lichtverschmutzung befasst. Die Stadt wurde nachts überflogen. Das sollte bei der Erfassung und Dokumentation der Hauptverursacher von Lichtverschmutzung helfen und, dass sich die neuen Beleuchtungskonzepte positiv auswirken.


  • ExpertInnen-Gespräch
  • Licht über Wien - Eine erste vollständige Perspektive: 5 MB PDF
  • Verlust der Nacht: Zuviel Licht über Wien - Optimierung künstlicher Beleuchtung im Außenraum: 531 KB PDF

Qualitätssicherung - Neue Wiener Straßenbeleuchtung aus der Vogelperspektive

Die Straßenbeleuchtung aus der Vogelperspektive, wie man sie zum Beispiel beim Landeanflug mit dem Flugzeug wahrnimmt, besteht aus vielen kleinen Leuchtpunkten. Das ist der Blick direkt auf das Leuchtmittel.

Die neuen Wiener Standardleuchten sind aus der Luft nur mehr durch aufgehellte Wege erkennbar. Auf den folgenden Bildern finden sich nächtliche Aufnahmen von Wien, die den Vergleich zwischen alten und neuen Leuchten zulassen.

Luftaufnahme, Stephansplatz, Nacht

Der Stephansplatz bei Nacht: Gut sichtbar ist die Lichtverschmutzung durch beleuchtete Geschäftslokale und die Straßenbeleuchtung. Licht wird hier in den Nachthimmel gestrahlt, die Beleuchtung ist aus der Vogelperspektive gut zu erkennen.

Luftaufnahme, Seestadt, Nacht

Aspern Seestadt: Rechts am Bild eine Straße mit herkömmlicher Straßenbeleuchtung. Die restlichen Straßen und Wege sind mit LED-Lampen beleuchtet, die kaum Licht in den Nachthimmel abstrahlen. Sichtbar sind lediglich die beleuchteten Bereiche, nicht aber die Leuchten selbst.

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Wien Leuchtet (Magistratsabteilung 33)
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