3 neue Radwegprojekte wurden im September 2026 im Gemeinderatsausschuss beschlossen. Am Alsergrund, in der Donaustadt und in Liesing werden damit wichtige Radverbindungen verbessert und bestehende Lücken geschlossen. Geplant sind:
- die Aufwertung des Gürtel-Radwegs im Bereich des Währinger Gürtels im 9. Bezirk,
- der weitere Ausbau einer Radachse entlang der Erzherzog-Karl-Straße im 22. Bezirk und
- Lückenschlüsse am Liesingbach-Radweg im 23. Bezirk.
Mehr Komfort und Sicherheit am Alsergrund durch Trennung von Radweg und Fußweg
Der Gürtel-Radweg stellt eine wichtige Verbindung im Wiener Hauptradwegenetz dar. Im Bereich der U6-Station Nußdorfer Straße wird der bestehende Radweg südlich der U-Bahn-Bögen auf einer Länge von rund 110 Metern bis Ende des 2026 aufgewertet. Der Radweg verläuft künftig begradigt. Es entsteht eine komfortable und direkte Route von der Sobieskigasse bis zur Nußdorfer Straße.
Eine neue Querungsmöglichkeit über den Währinger Gürtel ermöglicht eine sichere Anbindung für den aus der Sobieskigasse kommenden Radverkehr mit dem Gürtel-Radweg. Dadurch ist der 9. Bezirk noch besser an das hochrangige Radverkehrsnetz angebunden.
Auch die Fußgänger*innen profitieren von der Umgestaltung: Der bisherige Radweg vor den Lokalen wird künftig zum Gehweg. Somit wird der Fuß- und Radverkehr auf dieser Strecke entflochten. Der Vorplatz der U-Bahn-Station wird umgestaltet und lädt künftig mit 7 neuen, halbkreisförmigen Bänken rund um die Bestandsbäume zum Verweilen ein. Das sorgt für eine verbesserte Aufenthaltsqualität. Gehsteigvorziehungen und zusätzliche Querungsmöglichkeiten verbessern die Sichtbeziehungen und erhöhen gemeinsam mit neuen taktilen Bodeninformationen die Sicherheit und Barrierefreiheit in diesem Abschnitt.
Radinfrastruktur in der Erzherzog-Karl-Straße wird weiter ausgebaut
Die Erzherzog-Karl-Straße ist eine wichtige Verkehrsader für den 22. Bezirk. Diese wird an den bereits fertiggestellten, 700 Meter langen 1. Abschnitt von Wagramer Straße bis Industriestraße angeschlossen: Bis Oktober 2026 wird ein neuer, fast 500 Meter langer 2-Richtungsradweg ab der Industriestraße gebaut, der dann in die Donaustadtstraße mündet. Zudem werden nach dem Motto "Raus aus dem Asphalt" 10 Bäume und 2 Hochstamm-Sträucher entlang des Radweges gepflanzt und sorgen in den heißen Sommermonaten für Abkühlung.
Eine weitere Verbesserung für Radfahrende: Zwischen Polgarstraße und Smolagasse ersetzt künftig ein neuer 2-Richtungsradweg den bisherigen Mehrzweckstreifen. In diesem Abschnitt des Radweges wird außerdem die innovative und kosteneffiziente Leichtbauweise umgesetzt. Das bedeutet, der Radweg wird nicht wie sonst üblich auf erhöhtem Niveau geführt und mit Randsteinen abgetrennt, sondern bleibt auf Straßenniveau. Als Abgrenzung zum Kfz-Verkehr dienen Schwellen aus Kunststoff, die für mehr Sicherheit für Radfahrende sorgen. Knapp 120 Quadratmeter Fläche wird entsiegelt und begrünt. Die Fertigstellung ist für Herbst 2026 geplant.
Zusätzlich sorgen neue Radfahrüberfahrten und Gehsteigvorziehungen in den Kreuzungsbereichen für optimale Sichtbeziehungen und verbessern somit die Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr.
Der Ausbau verbessert außerdem die Anbindung an den 2025 fertiggestellten Radhighway Nord auf der Wagramer Straße, der über die Reichsbrücke und die Lassallestraße bis zum Praterstern verläuft. Von dort geht es auf der Praterstraße bis zur Aspernbrücke über den Donaukanal bis zur Urania weiter. Damit entsteht eine hochwertige Radverbindung aus dem Osten der Donaustadt bis in die Inneren Bezirke.
Neuer Radweg über Liesinger Platz sorgt für Lückenschluss
Ende 2025 wurde der neue komfortable Radweg über den Atzgersdorfer Platz fertiggestellt. Ab Oktober 2026 wird die Radinfrastruktur entlang des Liesingbaches weiter optimiert. Der rund 500 Meter lange Abschnitt entlang der Lehmanngasse und dem Liesinger Platz wird erheblich verbessert. Vom Herbert-Mayr-Park wird ein neuer 2-Richtungsradweg über die Lehmanngasse und den Busbahnhof Liesinger Platz bis zum verkehrsberuhigten Bereich hinter der Liesinger Sporthalle errichtet. Damit wird der Liesinger Bahnhof noch besser erreichbar. Dort schließt der neue Radweg an das bereits vorhandene Radwegenetz an.
Nicht nur Radfahrende, auch alle anderen Verkehrsteilnehmenden profitieren von den Maßnahmen:
- Neue Grünflächen mit 4 Bäumen und vielen Sträuchern begrünen die Strecke.
- Über 70 Quadratmeter werden entsiegelt.
- Gehsteigvorziehungen erleichtern die Sichtbeziehungen für Zu-Fuß-Gehende und Autofahrer*innen.
Wiens große Radwegoffensive
Die rot-pinke Koalition hat seit dem Start 2021 bereits über 250 Projekte und knapp 100 Kilometer im Hauptradwegenetz umgesetzt, dazu kommen 50 Kilometer im Bezirksnetz. Auch 2026 geht der Ausbau weiter, es stehen 33 Projekte und 12,5 Kilometer neue Radwege am Programm.
Weiterführende Informationen
Infos zu den Radwegeprojekten mit interaktiver Karte aller Projekte - fahrradwien.at


