Probebohrungen für U5 und U2

Video: U-Bahn - Probebohrungen für U5 und U2

In den kommenden Jahren wird in Wien das Öffi-Netz massiv erweitert. Mit der U5 bekommt Wien eine neue U-Bahnlinie, die bestehende U2 wird verlängert. Seit Februar 2016 fanden entlang des Trassenbands die Hauptuntersuchungen statt, um die Detailplanung für den U-Bahn-Bau vorzubereiten. Sie konnten im Dezember 2016 erfolgreich beendet werden.

Dazu führte die Abteilung Brückenbau und Grundbau (MA 29) insgesamt 96 Bohrungen Probebohrungen mit einer Tiefe von bis zu 45 Metern im Abschnitt von der Buchengasse bis zum Schottentor beziehungsweise im Bereich des Frankhplatzes durch. In Summe wurden rund 3.300 Laufmeter Bohrungen hergestellt. Die Gesamtkosten für diese Untersuchungen betragen rund 2,5 Millionen Euro.

Grundlage zur Trassenentscheidung

Im Zuge der Bohrungen wurden Informationen über die Untergrund- und Grundwasserverhältnisse gesammelt, welche eine wesentliche Grundlage zur Trassenentscheidung sowie der Planung und der späteren Bauausführung darstellen. Bei diesen Arbeiten wurden von Geologinnen und Geologen sowie von Geotechnikerinnen und Geotechnikern die Tiefenlage, die Mächtigkeit und der Zustand der einzelnen Bodenschichten ermittelt. Zusätzlich wurden die Lage der Grundwasserspiegel festgestellt sowie Boden- und Grundwasserproben entnommen. Auch erfolgten Untersuchungen des U-Bahntrassenbereiches hinsichtlich Kontamination mit Kriegsrelikten.

Da für den U-Bahn-Bau genaue Kenntnisse über den geologischen Aufbau und die Zusammensetzung des Bodens sehr wichtig sind, wurden von der MA 29 auch bodenphysikalische und bodenchemische Untersuchungen veranlasst.

Die Ergenisse der Hauptuntersuchungen stellen einen wesentlichen Bestandteil für die weitere Detailplanung dar.

Dreidimensionaler Blick in den Untergrund

Für das Projekt wird erstmalig in der Geschichte des Wiener U-Bahn-Baues ein dreidimensionales Baugrundmodell erstellt. Ein Vorteil einer solchen Modellierung des Baugrundes ist, die oftmals anspruchsvollen Schichtabfolgen und ihre Lage im Raum zu visualisieren. Unter Berücksichtigung dieser wesentlichen geologischen Randbedingungen erhält man so eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage für die weitere Trassenplanung.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Wiener Brückenbau und Grundbau (Magistratsabteilung 29)
Kontaktformular