- Umrüstung einer thermisch teilsanierten Rettungsstation
- Errichtung von 2 Luftwärmepumpen nach dem "Master-Slave-Prinzip"
- 2 17-kW-Wärmepumpen für Wärmeversorgung
- Wärmeabgabe über bestehende Heizkörper
- Warmwasserbereitung über Brauchwasser-Wärmepumpe


Das 1926 errichtete Gebäude diente ursprünglich als Stützpunkt der Feuerwache Aspern. Zwischen 1998 und 2000 wurde es erweitert, thermisch verbessert und in eine Rettungsstation umgebaut. Im Zuge dessen wurde auch eine zentrale Heizungsanlage errichtet, die über einen Gaskessel sowohl das Heizen als auch die Warmwasserversorgung sicherstellte.
Bereits im Jahr 2020 stellte die Berufsrettung die Warmwasserbereitung auf eine Brauchwasser-Wärmepumpe um. Da der Warmwasserbedarf aufgrund des fordernden Dienstbetriebs hoch ist - pro Schicht stehen 8 Personen 5 Duschen zur Verfügung - konnte die effiziente Wärmepumpe ihre Praxistauglichkeit bereits unter Beweis stellen.
Aufgrund dieser positiven Erfahrungen entschieden sich die Techniker der Berufsrettung dazu, auch das Heizsystem auf erneuerbare Energie umzustellen. Da sich das Gebäude außerhalb des Fernwärme-Versorgungsgebiets befindet, fiel die Wahl auf 2 Luftwärmepumpen mit einer Leistung von jeweils 17 kW. Diese wurden 2023 installiert. Die beiden Geräte arbeiten nach dem sogenannten "Primary-Secondary-Prinzip": Die "Primary-Wärmepumpe" übernimmt die zentrale Steuerung und Regelung des Systems. Bei geringem Wärmebedarf kann sie allein betrieben werden. Bei zusätzlichem Bedarf wird die "Secondary-Wärmepumpe" zur Erreichung der benötigten Heizleistung automatisch zugeschaltet.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse erfolgte die Aufstellung nahe am Gebäude. Dank der geringen Schallemission der gewählten Geräte kommt es weder für das Personal noch für die Anrainer*innen zu Beeinträchtigungen. Für die Wärmeabgabe werden die bestehenden Heizkörper weiter genutzt.
Nach der zweiten Heizsaison sind die Nutzer*innen mit dem gewählten System sehr zufrieden. Auch wirtschaftlich zahlt sich die Umstellung aus: Die Ersparnis in der Heizsaison 2024/2025 beträgt rund 3.000 Euro. Dieser Betrag ergibt sich aus den Kosten für den früheren Gasverbrauch minus den Kosten für den Stromverbrauch der Wärmepumpe (berechnet auf Basis der Gas- und Stromtarife von Mai 2025).
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