Die Stadt Wien sagt der klimawandelbedingten Hitze in der Stadt den Kampf an. Allein 2024 gab es in Wien 53 Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fiel (Tropennächte). Die Stadt kühlt aufgrund der aufgeheizten Betonflächen nicht mehr ausreichend ab. Es bilden sich sogenannte "Hitzeinseln". Diese belasten vor allem die Bevölkerung in dichtverbauten Gebieten.
Durch die Klimakrise verursachte Hitzewellen zählen mittlerweile zu den weltweit häufigsten Naturkatastrophen. Sie betreffen dicht besiedelte Städte wie Wien besonders. Mit mehr Grün und Cooling-Maßnahmen wird die Lebensqualität in Wien weiter gesteigert.
Mehr Parks, Grünflächen und Bäume
Grünflächen helfen dabei, die Stadt kühler zu halten. Zusätzlich zu den über 1.000 bestehenden Parks werden daher weitere Grünräume geschaffen, um die Hitzeinseln abzukühlen.
- Von 2021 bis 2025 entstanden 400.000 Quadratmeter neue und umgestaltete Grünflächen, zum Beispiel:
- Elinor-Ostrom-Park in der Seestadt Nord: rund 30.000 Quadratmeter groß, Eröffnung erfolgte am 29. Oktober 2021
- Nordbahnhof - Freie Mitte: Der 1. Teilbereich "Stadtwildnis" wurde am 4. November 2021 eröffnet, 2 weitere Teilbereiche folgten 2022. Die gesamte 9,3 Hektar große Parkanlage wird bis voraussichtlich 2026 fertiggestellt.
- Stadtpark Atzgersdorf: Diese neue rund 27.000 Quadratmeter große Parkanlage wurde im Frühjahr 2023 eröffnet.
- 60 Kilometer gratis Badestrände: Das Angebot wird laufend ausgebaut.
- Über 500.000 Stadtbäume: Jährlich werden bis zu 4.500 Bäume neu gepflanzt.
Nebelduschen im öffentlichen Raum
Durch Nebelduschen werden feine Tröpfchen versprüht. Sie senken damit die Umgebungstemperatur im öffentlichen Raum. Sie werden aktiviert, wenn über einen längeren Zeitraum eine Höchsttemperatur von circa 27 Grad Celsius herrscht, oder die Temperatur in der Nacht nicht mehr unter 20 Grad Celsius fällt.
Über 300 Nebelduschen in unterschiedlicher Ausführung stehen den Wiener*innen zur Abkühlung zur Verfügung.


