Die Logistik der Zukunft beginnt im Hausfeld
Zu den Betriebsansiedlungen im Hausfeld zählt seit Ende der 1970er-Jahre eine großflächige Logistiknutzung. Dieser Logistikbetrieb soll so umgestaltet werden, dass er in Zukunft rund 60 Prozent weniger Fläche benötigt. Gleichzeitig sollen betriebliche Kapazitäten beibehalten und ein effizienter Umgang mit der Ressource Boden durch intensive Nutzung künftiger Gewerbeflächen sichergestellt werden. Daher soll die Entwicklung von mehrgeschoßigen Lager- und Logistikhallen ermöglicht werden. Hochhäuser im Sinne der Bauordnung für Wien sollen dabei nicht entstehen.
Darüber hinaus sollen künftig Dach- und Fassadenbegrünungen der neuen Logistikimmobilien einen positiven Beitrag zum lokalen Klima leisten. Außerdem bieten die großflächigen Dachlandschaften viel Platz für PV-Anlagen zur Energiegewinnung vor Ort.
Wichtiger Baustein für die langfristige Stadtentwicklung und Beitrag zu Zielen der Stadtplanung
Die Basis für die vorgesehene Entwicklung wurde mit dem Stadtteilentwicklungskonzept (SEK) Hausfeld gelegt, das Ende 2023 durch die Stadtentwicklungskommission beschlossen wurde. Darin wurden wichtige Zielsetzungen für den Planungsraum, wie der Erhalt bestehender Betriebsnutzungen sowie die Darstellung ihrer Entwicklungsmöglichkeiten, festgelegt. Darauf aufbauend wurde eine entsprechende Nutzungsstruktur erarbeitet, die für den Logistikbetrieb eine Transformation vorsieht.
Für die langfristige Stadtentwicklung im Hausfeld bildet diese Umstrukturierung einen wesentlichen Grundstein. Durch die deutliche Verkleinerung des bestehenden Logistikstandortes wird Raum frei, der für die spätere Stadtentwicklung für Wohnen, neue öffentliche Grünräume, Bildung, weitere Gewerbe et cetera in diesem sehr gut erschlossenen Gebiet herangezogen werden soll.
Außerdem werden Maßnahmen ermöglicht, die zur Verbesserung der Verkehrsführung im Stadtteil und zur Erschließung künftiger Wohn- und Betriebsbaugebiete im Hausfeld beitragen. So werden die Flächen frei, die für die künftige Verlängerung der Lavaterstraße vorgesehen sind. Der (Gewerbe-)Verkehr kann dann langfristig auf direktem Weg in das hochrangige Straßennetz geleitet werden, um die Wohngebiete zu entlasten.
Mit der geplanten Entwicklung wird der Erhalt von Logistiknutzung innerhalb des Stadtgebiets unterstützt. So wird zur Versorgungssicherheit mit generell im Wirtschafts- und Alltagsleben benötigten Lager- und Logistikflächen beigetragen.
Erstellung Flächenwidmungs- und Bebauungsplan
Im nächsten Schritt soll die Rechtslage für die vorgesehene Weiterentwicklung des Logistikbetriebs erarbeitet werden. Dabei geht es unter anderem darum, entsprechende Gebäudehöhen zu ermöglichen und die künftigen Logistikgebäude so klimafreundlich wie möglich zu gestalten, zum Beispiel durch intensive Bauwerksbegrünungen. Außerdem wird geplant, wie das Straßennetz im Stadtentwicklungsgebiet Hausfeld ausgebaut werden soll.




