Wohnbeihilfe - Antrag

Allgemeine Informationen

Mit der Wohnbeihilfe unterstützt die Stadt Wien Menschen mit wenig Einkommen. Es gibt Wohnbeihilfe für drei Arten von Wohnungen:

  • Für mit öffentlichen Geldern gebaute Wohnungen, wenn dafür Förderungskredite mit der Miete zurückbezahlt werden.
  • Für mit öffentlichen Geldern sanierte Wohnungen, wenn dafür Förderungskredite mit der Miete zurückbezahlt werden.
  • Für ungeförderte Wohnungen. Die Wohnbeihilfe für ungeförderte Wohnungen heißt "Allgemeine Wohnbeihilfe".

Die Informationen auf dieser Seite gelten für alle drei Arten von Wohnungen. Wenn eine Bedingung nur für eine bestimmte Wohnungs-Art zutrifft, ist das extra beschrieben.

Sie bekommen die Wohnbeihilfe jeweils immer für höchstens 2 Jahre. Danach müssen Sie einen neuen Antrag stellen. Sie können Wohnbeihilfe auch für einen kürzeren Zeitraum bewilligt bekommen, wenn Sie zum Beispiel Arbeitslosengeld oder Krankengeld bekommen.

Voraussetzungen

Sie können nur unter diesen Voraussetzungen Wohnbeihilfe bekommen:

  • Sie haben einen Mietvertrag, Nutzungsvertrag oder Kaufvertrag für die Wohnung.
  • Ihr Mietvertrag, Nutzungsvertrag oder Kaufvertrag ist beim Finanzamt gemeldet und die Gebühr dafür bezahlt.
  • Sie sind bereits in der Wohnung gemeldet, für die Sie Wohnbeihilfe bekommen wollen.
  • Sie bezahlen bereits Miete, Nutzungsentgelt oder Kreditraten. Sie können aber auch um Wohnbeihilfe ansuchen, wenn Sie schon Mietschulden haben.
    Achtung: Wird der Wohnungsaufwand zum Beispiel von Ihren Eltern getragen, besteht keine Belastung durch Wohnungskosten.
  • Ihr Einkommen ist mindestens so hoch wie das Mindesteinkommen.

Folgende Personen können keine Wohnbeihilfe bekommen:

  • Eigentümerinnen oder Eigentümer von nicht geförderten Wohnungen oder Häusern.
  • Eigentümerinnen oder Eigentümer von Wohnungen, die mit öffentlichen Geldern saniert wurden.
  • Miteigentümerinnen und Miteigentümer von Wohnungen, die mit öffentlichen Geldern saniert wurden.
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Heimplätzen.
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Wohnungen, die wie Heimplätze gefördert werden.
  • Personen, die ein Kleingarten-Wohnhaus benutzen.
  • Personen, die eine Wohnung mieten, aber Eigentümerinnen oder Eigentümer des Hauses oder des Grundstücks sind.
  • Personen, die eine Wohnung mieten, aber Miteigentümerin oder Miteigentümer des Hauses oder des Grundstücks sind.
  • Personen, die eine ungeförderte Wohnung von einer Person mieten, die ihnen nahe steht. Dazu gehören:
    • Ehegattin oder Ehegatte
    • Eingetragene Partnerin oder eingetragener Partner
    • Lebensgefährtin oder Lebensgefährte
    • Kinder
    • Enkelkinder
    • Eltern
    • Großeltern
    • Geschwister
    • Tante oder Onkel
    • Nichte oder Neffe
    • Cousine oder Cousin
    • Schwägerin oder Schwager
  • Personen, die eine gefördert sanierte Wohnung von einer Person mieten, die ihnen nahe steht und denen alleine oder gemeinsam mit diesen Personen mehr als ein Drittel des gemieteten Hauses gehört. Zu den nahestehenden Personen gehören:
    • Ehegattin oder Ehegatte
    • Eingetragene Partnerin oder eingetragener Partner
    • Lebensgefährtin oder Lebensgefährte
  • Ehemalige Österreicherinnen und Österreicher, die eine fremde Staatsbürgerschaft erworben haben.
  • Ausländerinnen und Ausländer, die seit weniger als 5 Jahren legal in Österreich leben.
    Ausnahme: Sie wohnen in einer Wohnung, die mit öffentlichen Geldern saniert wurde und haben eine Beschäftigungsbewilligung oder einen Befreiungsschein.
  • Personen, die kein Einkommen haben.
    Ausnahme: Sie haben in den letzten 10 Jahren mindestens einmal durchgehend 12 Monate das zu dem damaligen Zeitpunkt gültige Mindesteinkommen gehabt.

Hier gibt es noch weitere wichtige Informationen über die Voraussetzungen für die Wohnbeihilfe:

Fristen und Termine

Wenn Sie den Antrag auf Wohnbeihilfe bis zum 15. des Monats stellen, können Sie die Wohnbeihilfe rückwirkend ab dem ersten Tag dieses Monats bekommen. Das gilt nur dann, wenn auch Ihr Mietvertrag für den ganzen Monat gilt, in dem Sie den Antrag stellen.

Bitte reichen Sie nicht erst am letzten möglichen Tag ein! Sie ersparen sich dadurch möglichen Ärger durch langes Warten.

Zuständige Stelle

Für die Wohnbeihilfe ist die MA 50 zuständig. Das ist die Abteilung Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten. Hier kommen Sie zur Internet-Seite der MA 50

Hier bekommen Sie genauere Informationen der Gruppe Wohnbeihilfe

19., Heiligenstädter Straße 31, Stiege 3, 2. Stock
Einlaufstelle Zimmer 228
Einreichungen aus den Bezirken 1.-15.: Ebene 2
Einreichungen aus den Bezirken 16.-23.: Ebene 3
Telefon: +43 1 4000-74880
Fax: +43 1 4000-99-74896

Parteienverkehr:
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 13 Uhr, Donnerstag zusätzlich von 15.30 bis 17.30 Uhr.
Mittwoch kein Parteienverkehr!

Achtung!
Es kommen sehr viele Menschen zur Wohnbeihilfenstelle. Dadurch kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Kommen Sie deshalb vormittags bis spätestens 11 Uhr, Donnerstag nachmittags bis spätestens 17 Uhr.

Erforderliche Unterlagen

Es sind nicht alle Anträge gleich. Deshalb kann es vorkommen, dass wir mehr Unterlagen verlangen müssen, als hier stehen.

Achten Sie darauf, dass alle notwendigen Dokumente gute Kopien sind.

Erforderliche Dokumente für die Wohnbeihilfe

  • Antrag auf Wohnbeihilfe (Dieses Formular gilt auch für die Allgemeine Wohnbeihilfe und auch für Wohngemeinschaften), Formular SD 103: 935 KB PDF
  • Staatsbürgerschaftsnachweis oder Reisepass der Person, die den Antrag stellt. Bei einer ausländischen Staatsbürgerschaft:
  • Meldenachweis, Geburtsurkunde und Heiratsurkunde aller Personen, die in Ihrem Haushalt leben. Genauere Informationen finden Sie hier: Informationen über die Größe Ihres Haushalts
  • Einkommensnachweise aller Personen, die in Ihrem Haushalt leben. Genaue Informationen zum Nachweis aller Einkommen finden Sie hier: Informationen über das Einkommen Ihres Haushalts
    • Bei Lohnsteuerpflicht: Einkommens- und Arbeitsbescheinigung, Formular SD 74: 19 KB PDF
    • In jedem Fall, auch wenn es keine weiteren Einkommen gibt: Erklärung über weitere Einkommen, Formular SD 111: 554 KB PDF
    • Falls notwendig: Eidesstattliche Erklärung über das tatsächliche Nettoeinkommen, Formular SD 340: 34 KB PDF
    • Bei Trennung in aufrechter Ehe oder Lebensgemeinschaft: Übereinkommen über die Trennung eines Haushalts und den Unterhalt, Übereinkommen über die Haushaltstrennung: 25 KB PDF10 KB RTF
  • Antrag auf Überweisung der Wohnbeihilfe auf Ihr Konto, Formular SD 363/S: 488 KB PDF

Unterlagen bei Gemeindewohnungen

  • Mietvertrag
  • Beleg, dass die Miete bezahlt wird: Zahlschein oder Kontoauszug
  • Weitere Informationen finden Sie hier: Wiener Wohnen

Unterlagen bei sonstigen Mietwohnungen, Genossenschaftswohnungen oder Eigentumswohnungen

  • Mietvertrag, Nutzungsvertrag, Kaufvertrag oder Vorvertrag mit Unterschriften, Datum und Stempel
  • Bestätigung über den Wohnungsaufwand bei Neubauförderung, Formular SD 120: 56 KB PDF
  • Bestätigung über den Wohnungsaufwand für den Antrag auf Wohnbeihilfe bei Wohnhaussanierung oder ungeförderten Wohnungen, Formular SD 222: 516 KB PDF
  • Wenn Sie die bedarfsorientierte Mindestsicherung bekommen: Bestätigung über die Bruttomiete. Das ist die Hauptmiete plus Betriebskosten und Umsatzsteuer.
  • Wenn Sie eine Eigentumswohnung haben: Grundbuchauszug

Unterlagen bei erhöhter Miete, wenn das Gebäude oder die Wohnung gefördert saniert wurde

  • Bestätigung über die Kosten, die die Hausverwaltung monatlich auf Sie überträgt, Formular SD 222: 516 KB PDF

Unterlagen, wenn die Kategorie der Wohnung durch Förderung angehoben wurde

  • Bestätigung über die Endabrechnung der geförderten Verbesserungen von der MA 50
  • Kreditvertrag mit der endgültigen Rate
  • Bestätigung der Hausverwaltung über die Nutzfläche Ihrer Wohnung und seit wann Sie dort Mieterin oder Mieter sind, Formular SD 222: 516 KB PDF

Nachreichen von Unterlagen

Wenn Sie bei der Antragstellung nicht alle notwendigen Unterlagen mithaben, können Sie diese später bringen.

Achtung!
Sie müssen den Termin einhalten, bis zu dem Sie die Unterlagen nachbringen können. Wenn Sie diesen Termin nicht einhalten können, melden Sie sich bitte sofort bei der MA 50. Dann kann die MA 50 Ihren Termin verlängern. Wenn Sie sich nicht bei der MA 50 melden, wird Ihr Antrag abgelehnt, weil Sie nicht alle notwenigen Unterlagen abgegeben haben. LINK zur MA 50. Ihr Antrag gilt in diesem Fall frühestens ab dem Zeitpunkt, an dem Sie alle Unterlagen abgegeben haben.

Achtung!

  • Wenn Sie in Ihren Unterlagen auf etwas Wichtiges hinweisen wollen, verwenden Sie bitte keine Markierungsstifte. Wir scannen die Unterlagen ein. Angestrichene Texte werden unleserlich. Sie können aber wichtige Stellen in Ihren Unterlagen unterstreichen.
  • Schicken Sie bitte keine Fotos von Ihren Unterlagen. Wir können Fotos nicht automatisch bearbeiten.

Kosten und Zahlung

Auszahlung an Mieterinnen und Mieter von Gemeindewohnungen

Die Wohnbeihilfe für Mieterinnen und Mieter von Gemeindewohnungen wird direkt an "Wiener Wohnen" überwiesen. Die Wohnbeihilfe wird vom Gesamtmietzins abgezogen. Sie bekommen die Vorschreibung für den niedrigeren Mietzins von Wiener Wohnen zugeschickt. Daher gelten die folgenden Informationen für Mieterinnen und Mieter von Gemeindewohnungen nicht.

Auszahlung der Wohnbeihilfe an Mieterinnen und Mieter von anderen Wohnungen

Sie bekommen die Wohnbeihilfe monatlich im Voraus ausbezahlt. Dafür sollten Sie ein Girokonto haben. Wenn Sie noch kein Konto haben, eröffnen Sie am besten eines.

Sie müssen das aber nicht machen. Wir können die Wohnbeihilfe auch mit der Post anweisen.

Achtung!
Wenn Sie die Wohnbeihilfe nicht von der Post abholen, wird sie nach 2 Wochen an die MA 50 zurückgeschickt. Wenn Sie zum Beispiel länger als 2 Wochen im Krankenhaus, auf Kur oder auf Urlaub sind und die Wohnbeihilfe nicht abholen, überprüft die MA 50, warum die Wohnbeihilfe nicht abgeholt wird. Weil diese Überprüfung Zeit braucht, kann es sein, dass die Wohnbeihilfe mehrere Monate nicht ausbezahlt wird.

Auszahlung bei Mietrückstand

Wenn Sie Ihren Mietzins für frühere Monate noch nicht bezahlt haben, überweisen wir die Wohnbeihilfe direkt an die Hausverwaltung. Erst wenn es keinen Mietrückstand mehr gibt, bekommen Sie die Wohnbeihilfe wieder direkt. Das gilt nicht für Gemeindewohnungen. Dort überweisen wir die Wohnbeihilfe immer an die Hausverwaltung.

Rechnungen und Zahlungen
Ansprechpartnerin in Zahlungsfragen ist die MA 6 - Buchhaltungsabteilung 1.

Formular

Antrag auf Wohnbeihilfe: 1 MB PDF

Informationsbroschüre: Hier finden Sie eine Informationsbroschüre über die Wohnbeihilfe zum Download: Wohnbeihilfe - Information: 1 MB PDF

Der Antrag kann in der Wohnbeihilfestelle auch per Post oder per Fax eingebracht werden.

Zusätzliche Informationen

Die Mietbeihilfe

Wenn Sie keine Wohnbeihilfe bekommen, können Sie vielleicht Mietbeihilfe bekommen. Mehr Informationen bekommen Sie bei der zuständigen Abteilung Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (MA 40).

Die Allgemeine Wohnbeihilfe ist höher als die Wohnbeihilfe für geförderte Wohnungen

Wenn die Berechnung ergibt, dass die Allgemeine Wohnbeihilfe höher wäre, als die Wohnbeihilfe für gefördert gebaute Wohnungen, dann bekommen Sie die Allgemeine Wohnbeihilfe.

Ende der Wohnbeihilfe

Sie haben keinen Anspruch auf Wohnbeihilfe mehr,

  • wenn Sie mehr verdienen als das erlaubte Höchsteinkommen
  • wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller stirbt
  • wenn Ihr Mietvertrag endet oder Ihnen die Wohnung nicht mehr gehört
  • wenn Sie die Wohnung an jemanden untervermieten
  • wenn Sie Wohnkostenbeihilfe nach dem Heeresgebührengesetz bekommen

Meldung von Änderungen

Wenn Sie Wohnbeihilfe bekommen, müssen Sie folgende Änderungen der MA 50 melden:

  • Änderungen beim Haushaltseinkommen
  • Änderungen der Haushaltsgröße. Zum Beispiel, wenn mehr oder weniger Personen im Haushalt leben.
  • Änderungen beim Wohnungsaufwand
  • Wenn Sie einen Antrag auf erhöhte Familienbeihilfe oder auf Pflegegeld stellen.

Sie haben für die Meldung einer Änderung höchstens 1 Monat Zeit.

Rechtliche Grundlagen

Wenn Wohnungen mit Förderungen der Stadt Wien gebaut worden sind, gilt:

  • Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetz 1989. Vor allem wichtig sind
    • Paragraf 2 Z 10 bis 15
    • die Paragrafen 20 bis 25
    • Paragraf 26 Absatz 4
    • Paragraf 27
    • Paragraf 28 Absatz 3
  • Landesgesetzblatt für Wien, Nummer 18/1989 in der jetzigen Fassung: 530 KB PDF

Wenn Wohnungen oder Wohnhausanlagen mit Förderungen der Stadt Wien saniert worden sind und für die Allgemeine Wohnbeihilfe gilt:

Weitere Rechtsgrundlagen:

  • Wohnbeihilfenverordnung
  • Landesgesetzblatt für Wien Nummer 32/1989: 150 KB PDF in der Fassung Landesgesetzblatt für Wien Nummer 20/2000: 10 KB PDF
  • Aufgrund der Inanspruchnahme der öffentlichen Mittel Wohnbauförderungsgesetze 1954, 1968, 1984
  • Bundes-, Wohn- und Siedlungsfonds; Bundes-Sonderwohnbaugesetze 1982 und 1983
  • Wohnhaus-Wiederaufbaugesetz
  • Wiener Wohnbauförderungszuschussfonds
  • Wiener Wohnbaufonds
  • Wohnhaussanierungsgesetz 1984
  • Sammlung der Wiener Landesgesetzblätter (WrLGBl - online)
Verantwortlich für diese Seite:
Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (Magistratsabteilung 50)
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