Eigenmittelersatzdarlehen - Ein-Prozent-Landesdarlehen zur Wohnraumfinanzierung

Euro-Geldscheine und Euro-Münzen

Beim Erwerb einer geförderten Wohnung sind Baukosten und Grundkosten zu bezahlen. Für die Aufbringung dieser Kosten ist ein Darlehen des Landes Wien möglich, das sogenannte Eigenmittelersatzdarlehen oder Ein-Prozent-Landesdarlehen. Ein Rechtsanspruch auf das Darlehen besteht nicht. Wer ein Eigenmittelersatzdarlehen erhalten möchte, muss einen Antrag stellen. Der Antrag wird nicht bei der Abteilung Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (MA 50) eingereicht, sondern bei den zuständigen Kreditinstituten.


Baukostenförderung und Grundkostenförderung

Das Darlehen gliedert sich in eine Baukostenförderung und eine Grundkostenförderung. Nur bei Anspruch auf Baukostenförderung können Jungfamilien oder begünstigte Familien zusätzlich zur Baukostenförderung eine Grundkostenförderung erhalten.

Seit 1. Jänner 2016 haben auch Einzelpersonen mit einem Alter bis zu 30 Jahren die Möglichkeit ein Grundkostendarlehen zu erhalten, das sogenannte JungwienerInnen-Darlehen.

Die Baukostenförderung wird für die Finanzierung der Baukosten-Eigenmittel einer geförderten Mietwohnung, Genossenschaftswohnung, Eigentumswohnung oder Gemeindewohnung vergeben. Die Benützungsbewilligung der Wohnungen darf nicht älter als 20 Jahre alt sein (gefördert aus Mitteln der Wohnbauförderung Wiener Wohnbauförderungs- und Wohnhaussanierungsgesetz 1989 - WWFSG 1989). Die Gewährung eines Darlehens beziehungsweise die Höhe des Darlehens sind von Einkommen und familiärer Situation abhängig.

Überprüfung der Einkommens- und Haushaltsgemeinschaftsverhältnisse

Die Einkommens- und Haushatsgemeinschaftsverhältnisse werden periodisch überprüft und die Rückzahlungsmodalitäten angepasst. Das kann dazu führen, dass

  • die Ratenhöhe unverändert bleibt,
  • die Raten erhöht werden (dadurch verringert sich die Laufzeit),
  • oder das Darlehen sofort zur Gänze zurückgezahlt werden muss.

Darlehensende

Das Darlehen ist eine personenbezogene Förderung. Das bedeutet: Bei Wegzug oder Aufkündung der Wohnung wird das Darlehen vom Bauträger mit dem Land Wien abgerechnet. Ein eventuell noch aushaftender Betrag muss von der Darlehensnehmerin beziehungsweise vom Darlehensnehmer beglichen werden.

Antragstellung

Hinweis: Der Miet-, Kauf- beziehungsweise Anwartschaftsvertrag, den Sie bei der Antragstellung vorlegen, darf nicht älter als drei Monate sein.

Es ist empfehlenswert, vor der Antragstellung einen Beratungstermin bei den zuständigen Kreditinstituten zu vereinbaren. Spätestens bei der Antragstellung sollten alle notwendigen Unterlagen vorliegen. Die Bank füllt den Antrag gemeinsam mit der Werberin beziehungsweise dem Werber aus und nimmt ihn unterzeichnet entgegen. Die Bank schickt den Antrag anschließend zur Genehmigung an die Abteilung Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (MA 50).

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Verantwortlich für diese Seite:
Wohnbauförderung und Schlichtungsstelle für wohnrechtliche Angelegenheiten (Magistratsabteilung 50)
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