3730 Eggenburg, Pulkauerstraße 4-20 - Erwerbbare Liegenschaften der Stadt Wien

- Adresse: 3730 Eggenburg, Pulkauerstraße 4-20
- Einlagezahlen: 1159, 1650, 2518
- Katastralgemeinde: 10106 Eggenburg
- Grundstücknummern: 1758/1, 1760, 1763/1
- Flächenausmaß: 45.622 Quadratmeter Grundfläche (42.990 Quadratmeter + 696 Quadratmeter + 1.936 Quadratmeter)
- Luftbild
- Planausschnitt
Widmung
Grundstück Nr. 1758/1: "BS-Wohnheim"
Grundstück Nr. 1760: "BS-Wohnheim"
Grundstück Nr. 1763/1: "BS-Wohnheim" und "Glf"
Preis
Mindestpreis: 4.350.000 Euro zzgl. USt
Zusätzlich wird eine Kaufpreisaufzahlung vorgesehen für den Fall, dass bei einer Neufestsetzung der Flächenwidmungs- und bzw. oder Bebauungsbestimmungen binnen 30 Jahren ab Vertragsabschluss die Ausnutzbarkeit (etwa durch Wegfall von zweckgebundenen Sondernutzungen) oder die Bebaubarkeit (das bedeutet jede bessere bauliche Ausnutzbarkeit der Fläche als vor der Neufestsetzung) erhöht wird.
Anschlussmöglichkeiten
Die Liegenschaft ist an die öffentliche Wasser- und Abwasserversorgung angeschlossen, ebenso an Strom und Fernwärme.
Keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit. Kein Rechtsanspruch ableitbar.
Öffentliche Verkehrsfläche
angrenzend
Erreichbarkeit
Die Liegenschaft befindet sich in zentraler Lage von Eggenburg am Beginn der Pulkauerstraße. Sie liegt außerhalb der noch bestehenden Reste der historischen Stadtmauer von Eggenburg, circa 200 Meter nordöstlich des Eggentores. Die Entfernung ins Stadtzentrum (Hauptplatz mit Rathaus) beträgt circa 600 Meter, ein großer Lebensmittelsupermarkt ist in unmittelbarer Nähe südlich angrenzend vorhanden. Der Bahnhof Eggenburg ist innerhalb von 20 Minuten fußläufig erreichbar (Regionalexpress in etwa 1 Stunde in Wien).
Besondere Hinweise
Im Norden wird das Areal durch die Felberstraße begrenzt. Im Süden wird die Fläche im östlichen Teil durch das Gerinne des Kleinschmidabachs und im westlichen Teil durch die Fläche der alten Kläranlage begrenzt, die als Reserve bei Starkregenereignissen nach wie vor Verwendung findet. Das Areal hat einen etwas unregelmäßigen Grundstückszuschnitt, zur Pulkauerstraße spitz zusammenlaufend, im Großen und Ganzen aber trapezförmig. Die Zufahrt zum Areal erfolgt von der Pulkauerstraße, eine weitere Zufahrtsmöglichkeit besteht von der Felberstraße im Norden im Bereich des Festsaales, ein fußläufiger Zugang ist auch an der Südseite von der Stoitzendorferstraße mit einer kleinen Brücke über die kleine Schmida gegeben.
Das Hauptgrundstück Nr. 1758/1 hat ein mäßiges Gefälle von Norden in Richtung Süden bis zu dessen südlicher Grundstücksgrenze. Die beiden restlichen Grundstücke Nr. 1760 und Nr. 1763/1 liegen schon außerhalb der Einfriedung des Areals. Grundstück Nr. 1760 bildet eine steile Böschungsfläche zum Gerinneverlauf des Kleinschmidabachs, Grundstück Nr. 1763/1 ist eine weniger steile Hangfläche zur anschließenden alten Kläranlage.
Auf der Liegenschaft befinden sich die im Folgenden näher beschriebenen Gebäude, die bis zur Schließung Ende 2013 alle dem Heimbetrieb des ehem. Ausbildungszentrums Lindenhof dienten.
Pavillons 1-4 (Pulkauerstraße 12, 10, 14 und 16)
Es handelt sich um 4 getrennt stehende Baukörper in Massivbauweise, jeweils bestehend aus Erdgeschoß (teilweise Souterrain), 2 Obergeschoßen und teilweise ausgebautem Dachgeschoß. Die Grundrissgestaltung der Objekte ist fast identisch, ebenso wie die aufwändige Fassadengliederung und Dachausbildung. Die Gliederung und das Dekor der Gebäude erfolgten in reichen späthistorischen, zum Teil altdeutschromantischen burgartigen Formen. Die reichgliedrigen Dächer wurden mit Firstknäufen ausgestattet. Foyers und Stiegenhäuser sind teilweise noch heute mit originaler Ausstattung vorhanden (BDA 1990, S. 165). Bei allen 4 Pavillons sind die Fenster noch im ursprünglichen Zustand als Holzkastendoppelfenster in zwei- oder dreiflügeliger Ausführung, jeweils mit Oberlichten, vorhanden. Die Raumstrukturen wurden entsprechend den Anforderungen im Laufe des Betriebes auf den derzeitigen Bestand verändert.
Pavillon 5, Festsaal (Pulkauerstraße 18)
Massivbau mit leicht H-förmigem Grundriss. Der westliche Teil ist unterkellert, Mittelteil und östlicher Trakt sind ohne Unterkellerung. Das Gebäude besteht aus Erdgeschoß, Obergeschoß und teilweise ausgebautem Dachgeschoß. Der Erdgeschoß-Fußboden liegt etwa 0,5 bis 1,5 Meter über dem Niveau des anschließenden Geländes, der Haupteingang befindet sich mittig an der westlichen Gebäudefront, zusätzliche Eingänge gibt es noch mittig vom Osten und Süden, sowie im Bereich des Westtraktes noch zusätzlich vom Norden und Süden und im Bereich des ostseitigen Stiegenhauses vom Norden. Der Dachstuhl ist aus Holz gefertigt, wie bei den vier Pavillons auch mit aufwändiger Gliederung und einem Turmaufbau im Bereich des östlichen Stiegenhauses. Die Untersicht im Festsaalbereich hat eine Holzverkleidung, das Dach ist mit Tonziegeln eingedeckt. Fallrohre und Dachrinnen sind aus verzinktem Blech.
Portierhaus (Pulkauerstraße 4)
Das Portierhaus befindet sich südlich neben dem Haupteingang an der Pulkauerstraße. Es handelt sich um ein teilunterkellertes und ebenerdiges Objekt in Massivbauweise und einem Windfangvorbau in Holzriegelbauweise. Der Dachboden ist nicht ausgebaut, die Dachdeckung ist mit Biberschwanzziegeln ausgeführt. Die Fenster sind noch im ursprünglichen Zustand (Holzdoppelkastenfenster, großteils zweiflügelig mit Oberlichte).
Zahlstock (Pulkauerstraße 6)
Der Zahlstock ist in Massivbauweise mit Holzdachstuhl und Eternitplattendeckung errichtet. Das Gebäude ist mit Ausnahme der beiden äußeren Teile des Haupttraktes vollständig unterkellert, der mittlere zentrale Bereich und ein Teil des mittigen, T-förmig angeordneten Nordtraktes sind einstöckig, sonst ebenerdig. Die Fußbodenoberkante des Erdgeschoßes ist circa 1 Meter über Niveau herausgebaut. Die Fenster sind noch im ursprünglichen Zustand als Holzdoppelkastenfenster, teilweise dreiflügelig, sonst zweiflügelig und jeweils mit Oberlichten erhalten.
Isoliertrakt (Pulkauerstraße 8)
Das Gebäude ist ein Massivbau mit Holzdachstuhl und Ziegeldach. Es besteht eine Teilunterkellerung im mittleren Gebäudeteil und unter dem Nordtrakt. Die Fenster sind noch im ursprünglichen Zustand als Holzkastenfenster, teilweise dreiflügelig, sonst zweiflügelig und jeweils mit Oberlichten erhalten.
Tischlerei, Gärtnerei (Pulkauerstraße 20)
Die Tischlerei befindet sich im nordöstlichen Eckbereich des Areals direkt an der Baulinie der Felberstraße. Es handelt sich um einen nicht unterkellerten und ebenerdigen Massivbau, der relativ steile Holzsatteldachstuhl ist überwiegend mit Welleternit eingedeckt (der östliche Teil hat eine Ziegeleindeckung). Ebenfalls entlang der Baulinie der Felberstraße schließen an die Tischlerei direkt ein Gargenobjekt mit 2 Boxen und jeweils Doppelholzeinfahrtstor, danach das Heizhaus und ein weiteres Garagengebäude an. Das Heizhaus dient für die Versorgung des Gesamtareals mit Fernwärme, es beinhaltet Kesselraum, Gaszählerraum, Verteilerraum und das Heizhaus selbst. Das anschließende Gargenobjekt beinhaltet weitere 3 Garagenboxen jeweils mit Doppelholzeinfahrtstor. Die Gebäudeteile haben Satteldächer in unterschiedlicher Höhe mit Ziegeleindeckung, die Böden sind als Beton- oder Terrazzoböden ausgeführt. Die Außenfassade ist glatt verputzt. Das Gärtnereiobjekt ist direkt an die Garagen angebaut und besteht aus einem Erdgeschoß und ausgebautem Dachgeschoß. An die Gärtnerei schließt im Westen ein Glashaus an.
Energieausweise für die Gebäude liegen bei:
- Energieausweis Pulkauerstraße 4
- Energieausweis Pulkauerstraße 6
- Energieausweis Pulkauerstraße 8
- Energieausweis Pulkauerstraße 10
- Energieausweis Pulkauerstraße 12
- Energieausweis Pulkauerstraße 14
- Energieausweis Pulkauerstraße 16
- Energieausweis Pulkauerstraße 18
- Energieausweis Pulkauerstraße 20
Des Weiteren befinden sich auf dem Areal folgende kleinere Objekte: neben Pulkauerstraße 4 ein Lager, nordwestlich von Pulkauerstraße 10 eine Garage, westlich von Pulkauerstraße 14 ein Lager sowie entlang der östlichen Grundgrenze neben Pulkauerstraße 20 ein Lager, neben Pulkauerstraße 14 ein Abstellplatz und neben Pulkauerstraße 16 ein Magazin.
Hinsichtlich des Gebäudes an der Adresse Pulkauerstraße 10 besteht ein aufrechtes Mietverhältnis.
Im südlichsten Bereich von Grundstück Nr. 1763/1 verläuft eine Zufahrt zu Grundstück Nr. 1764/5.
Die ob der Liegenschaft EZ 1650 unter C-LNR 1a verbücherte Dienstbarkeit ist inzwischen löschungsreif.
Ausdrücklich hingewiesen wird auf den bestehenden Denkmalschutz. Dieser umfasst gemäß Auskunft des Bundesdenkmalamtes vom 16.1.2026 die Gebäude an den Adressen Pulkauerstraße 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18 und 20.
Bietverfahren
Interessent*innen werden eingeladen, sich bis 15.5.2026 unter Angabe von Namen, Telefonnummer, Adresse und E-Mail-Adresse an das Immobilienmanagement (MA 69), Lerchenfelder Straße 4, 1082 Wien, per Fax: +43 1 4000-99-69600 oder per E-Mail: post@ma69.wien.gv.at zu wenden.
Bei mehreren Interessent*innen erfolgt der Verkauf in einem Bietverfahren, das für die 24. bis 26. Kalenderwoche vorgesehen ist, an den*die Meistbietende*n. Das Datum der Bietverhandlung wird mittels Einladung bekannt gegeben werden.
Kontakt
Mag. Andreas Schaller
Immobilienmanagement (MA 69)
1082 Wien, Lerchenfelder Straße 4
Telefon: +43 1 4000-69721
Fax: +43 1 4000-99-69721
E-Mail: post@ma69.wien.gv.at
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- Letzte Aktualisierung: 17.02.2026, 14.29 Uhr
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