waff fördert berufliche Weiterbildung und Ausbildung von Fachkräften
Mit dem Arbeitsprogramm 2026 legt der waff einen umfassenden arbeitsmarktpolitischen Plan vor, der Stabilität, Perspektiven und neue Chancen für Wiener Arbeitnehmer*innen und Unternehmen schafft. Die Stadt Wien stellt dafür mehr als 149 Millionen Euro zur Verfügung. Damit kann der waff sein bewährtes Leistungsangebot nicht nur fortführen, sondern in zentralen Bereichen ausbauen.
2026 werden mehr als 41.600 Wiener*innen Angebote des waff zur beruflichen Weiterentwicklung in Anspruch nehmen können. Gleichzeitig erhalten über 1.300 Wiener Unternehmen Unterstützung bei der Sicherung von Fachkräften.
waff berät zu Jobperspektiven und fördert Aus- und Weiterbildungen
Ein Schwerpunkt des Arbeitsprogramms des waff liegt auf der Unterstützung beschäftigter Wiener*innen beim beruflichen Weiterkommen. Zentrale Anlaufstelle ist das waff-Beratungszentrum für Beruf und Weiterbildung. Das Beratungszentrum bietet kostenlose, individuelle Beratung zu Aus- und Weiterbildung, Höherqualifizierung und beruflicher Neuorientierung. Rund 27.900 Kund*innen werden in diesem Bereich 2026 erwartet.
Auf Basis dieser Beratung fördert der waff Aus- und Weiterbildungen bei rund 840 anerkannten Bildungsträgern. Über das Bildungskonto für Wiener Arbeitnehmer*innen können Förderungen von bis zu 5.000 Euro in Anspruch genommen werden. Die Höhe der Förderung ist abhängig von Einkommen, Arbeitsmarktsituation und Bildungsziel.
2026 wird die Einkommensgrenze für Förderungen von 2.500 auf 2.800 Euro netto angehoben. Dadurch können künftig rund 470.000 Wiener Arbeitnehmer*innen das volle Förderangebot des waff nutzen. Das ist ungefähr die Hälfte aller unselbstständig Beschäftigten.
Besondere Schwerpunkte der Qualifizierungsförderung liegen auf Digitalisierung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Höherqualifizierung, Abschlüsse und gezielte Frauenförderung
Ein Fokus des Arbeitsprogramms liegt auf der Höherqualifizierung von Personen mit niedriger formaler Ausbildung und auf dem Nachholen von Abschlüssen. Der waff unterstützt insbesondere den Erwerb von Lehrabschlüssen. Der außerordentliche Lehrabschluss (aoLAP) ist dabei ein zentrales Instrument: Rund ein Fünftel aller Lehrabschlussprüfungen in Österreich werden mittlerweile über diesen Weg absolviert.
Gezielt gefördert werden auch Frauen. Für Frauenprogramme, darunter die Frauenstiftung Wien sowie Angebote zu Karenz und Wiedereinstieg, stehen 14 Millionen Euro zur Verfügung. Davon profitieren rund 5.700 Wienerinnen. Gefördert werden Qualifizierungen, Berufswechsel, der Einstieg in Führungsfunktionen sowie berufsbegleitende FH-Studien mit Stipendien von bis zu 12.000 Euro.
Fachkräfte sichern: Qualifizierung und Beschäftigung verbinden
Mit den Maßnahmen zur Fachkräftesicherung unterstützt der waff im Jahr 2026 rund 8.000 Wiener*innen, die neu in entsprechende Programme einsteigen, sowie mehr als 1.300 Unternehmen.
Im Mittelpunkt steht das Programm "Jobs PLUS Ausbildung", das der waff gemeinsam mit dem AMS Wien und Wiener Unternehmen umsetzt. Mit diesem Programm erhalten Wiener*innen eine kostenlose Ausbildung in einem nachgefragten Beruf und im Anschluss einen fixen Job.
Die Qualifizierungen orientieren sich am tatsächlichen Fachkräftebedarf - etwa in Pflege, Gesundheit, Technik, Handwerk und Digitalisierung. 2026 sind rund 2.600 Eintritte in Jobs PLUS Ausbildung sowie 700 Eintritte in die vorgelagerte Beratungs- und Vorbereitungsphase geplant.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die finanzielle Absicherung während der Ausbildung. Das Wiener Ausbildungsgeld stellt gemeinsam mit der AMS-Leistung ein monatliches Einkommen von mindestens 1.550 Euro sicher. Für Pflegeausbildungen steht alternativ auch die Wiener Pflegeausbildungsprämie in Höhe von rund 660 Euro monatlich bereit.
Die hohe Wirksamkeit dieser Programme ist belegt: 98 Prozent der Absolvent*innen nehmen im Jahr nach Abschluss der Ausbildung eine Beschäftigung auf, die Beschäftigungsdauer und das Einkommen liegen deutlich über jenen vergleichbarer Gruppen.
Jugendliche und ältere Menschen in den Arbeitsmarkt integrieren
Im Rahmen der Arbeitsmarktintegration ausgrenzungsgefährdeter Personen erwartet der waff 2026 rund 5.700 Kund*innen. Schwerpunkte sind Jugendliche und ältere Arbeitnehmer*innen.
Mit der Joboffensive für Jugendliche und der Jugendstiftung der Stadt Wien erhalten junge Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung oder Beschäftigung konkrete Perspektiven. Die Joboffensive 50plus unterstützt langzeitarbeitslose Wiener*innen über 50 beim Wiedereinstieg, mit nachhaltig positiven Beschäftigungseffekten.
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- Letzte Aktualisierung: 15.01.2026, 15.05 Uhr
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