Wasserkraftwerk Mauer

2006 wurde von der Abteilung Wiener Wasser (MA 31) das Kraftwerk am Ende der II. Wiener Hochquellenleitung in Wien Mauer in Betrieb genommen.

Kraftwerk Mauer - Außenansicht

Kraftwerk Mauer - Außenansicht

Schieberkammer des Kraftwerks mit Leitungen und Rohren

In der Schieberkammer des Kraftwerks


Ein Teil der Wassermenge, welche über die II. Hochquellenleitung nach Wien fließt, wird dort über eine Francis-Turbine geleitet. So werden drei Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produziert. Das ermöglicht die Versorgung von 1.000 Haushalten mit elektrischer Energie.

Entwicklung des Kraftwerks

Bis in die 1970er-Jahre wurde in Mauer bereits ein Kraftwerk zur Druckvernichtung betrieben. Es wurde in Folge eines Brandschadens außer Betrieb genommen und aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr instand gesetzt. Als Ersatz für die Anlage wurde der vorhandene Druck über drei hydraulische Druckreduzierventile mechanisch abgebaut. Durch das Ökostromgesetz, welches die Erzeugung elektrischer Energie auf Basis erneuerbarer Energieträger fördert, und durch die Festsetzung der Preise für die Abnahme elektrischer Energie aus Ökostromanlagen ist der Betrieb des neuen Kraftwerkes wirtschaftlich geworden.

Francis-Turbine mit Generator

Eine Francis-Turbine mit Generator

Stillgelegter Schieber, der als Schaumodell erhalten bleibt

Ein stillgelegter Schieber als Schaumodell


Die Firma Siemens AG bewies durch die Zusammenarbeit bei den bestehenden Kraftwerken in den Quellgebieten bereits ihre Kompetenz und Zuverlässigkeit. Im Rahmen einer vertraglichen Regelung konnte auch für das Kraftwerk Mauer eine Vorgangsweise zur Realisierung gefunden werden: Siemens gründete zum Zweck der Errichtung und des Betriebes dieses Kraftwerkes ein Tochterunternehmen, mit dem die Stadt Wien einen Nutzungsvertrag abschloss. Dieses Unternehmen finanzierte und errichtete das Kraftwerk. Der Betrieb wird bis zur Amortisierung der Errichtungskosten durch die Betreiberfirma gewährleistet.

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