"Räumphase ist LEO" - Aktion für mehr Gelassenheit an der Ampel

Mit der Aktion "Räumphase ist LEO" rufen die Abteilung Wien Leuchtet (MA 33) und die Mobilitätsagentur Wien mit einfachen Botschaften und einem Informationsfolder zu mehr Rücksicht gegenüber Fußgängerinnen und Fußgängern auf.

Damenhände kleben einen Promotions-Sticker auf einen Ampelmast; Text: "Räumphase ist LEO"

Kennen, Verstehen und Respektieren der Räumphase trägt dazu bei Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmenden zu vermeiden.

Die Kampagne "Räumphase ist LEO", findet 2014 bereits zum zweiten Mal statt. Mit Straßenaktionen, Aufklebern auf Ampeln, Radiospots und einem interaktiver Zieh-Flyer, der die Ampelphasen darstellt klärt die Kampagne über die Räumphase auf. "Besonders freut mich, dass wir in diesem Jahr die Wiener Fahrschulen für die Aktion gewinnen konnten", so Petra Jens.


Räumphase ist LEO

Die Bedeutung der "Räumphase" - also jene Zeit, die es braucht, um eine Kreuzung nach dem Grünblinken zu verlassen -, ist vielen Menschen in Wien nicht bewusst. Dadurch entstehen Stress und negative Interaktionen zwischen Zu-Fuß-Gehenden und Autofahrenden.

Animation einer Fußgängerampel: Ampel springt von Rot auf Grün und wieder zurück

Springt die Ampel auf Rot, beginnt die Räumphase: Diese dient dazu, die Kreuzung gesichert zu verlassen. Bevor der Querverkehr grünes Licht erhält, bleibt genügend Zeit zum sicheren Verlassen der Fahrbahn! Zu-Fuß-Gehende befinden sich also im LEO. Sie haben das Recht, weiter zu gehen und dürfen - wie im LEO beim Fangen spielen - dabei nicht bedrängt werden.

"Ich bin im LEO!": Dieser Ausruf bezeichnet beim Fangenspielen eine "geschützte Stelle", an der man vor der Fängerin oder dem Fänger in Sicherheit ist (benannt nach dem sogenannten Asylring, einer Eisenspule am Adlertor des Stephansdoms, die "Leo" genannt wird, da Leopold III. sie als Zufluchtsstätte bestimmte).


Meldung von Konfliktstellen

Zu kurze Ampelphasen oder Konfliktstellen bei ampelgeregelten Kreuzungen können an die Mobilitätsagentur Wien per E-Mail an gehen@mobilitaetsagentur.at gemeldet werden.

Kampagne nimmt "Stress beim Grünblinken"

Folder der Kampagne "Räumphase ist LEO" - Aktion für mehr Gelassenheit an der Ampel

Informations-Folder mit spielerischem Element: Der zeitliche Ablauf der Ampelphase wird durch das Herausziehen eines Zebrastreifens illustriert.

Ein Informations-Folder von "Wien Zu Fuß" erklärt den zeitlichen Ablauf der Ampelphase auf spielerische Weise. Durch Herausziehen eines Zebrastreifens werden die unterschiedlichen Ampelphasen sichtbar. Zu jeder Ampelphase erscheint ein Text, der die Gefühlslage vieler Menschen an einer Fußgängerquerung anspricht. Ziel ist es, bei allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern statt Unsicherheit und Stress Gelassenheit und Aufmerksamkeit zu wecken.


Ampeltipps für Autofahrende

Animation von Lichtzeichen einer Ampel: rot - gelb - grün

Beim Ein- und Abbiegen immer auf querende Personen achten. Stets Blickkontakt suchen und niemals durch Handzeichen oder durch aufheulenden Motor Ungeduld signalisieren.

In der Räumphase zeigt die FußgängerInnen-Ampel zwar Rot, dennoch haben Zu-Fuß-Gehende das Recht, die Kreuzung ohne Hektik zu verlassen.


Ampeltipps für Zu-Fuß-Gehende

Ampeltipps bei Grün oder Grünblinken

  • Die Fahrbahn darf betreten werden. Achtung auf ein- und abbiegende Fahrzeuge. Mit den anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern kommunizieren!
  • Zügig gehen ohne Hektik, denn grünes Licht leuchtet zumindest solange, bis Zu-Fuß-Gehende die Hälfte des Schutzweges erreicht haben. Bei geringem Verkehrsaufkommen werden auch längere Grünzeiten angeboten.
  • Keine Angst vorm Grünblinken, es geht sich aus! Nach dem Grünblinken bleibt genug Zeit, die Fahrbahn zu verlassen.
  • Fast 90 Prozent der signalgeregelten Schutzwege in Wien können mit einer Gehgeschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde bei grünem Licht gequert werden. Dies entspricht circa zwei Schritten pro Sekunde, eine mittlere Geschwindigkeit.
  • Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sollten die Fahrbahn bei Grünblinken nicht mehr betreten.
  • Mehr Zeit zum gelassenen Queren einer Straße entsteht, wenn der Grünbeginn einer neuen FußgängerInnen-Phase abgewartet wird. Somit steht die gesamte Querungszeit, die sich aus Grünphase und Räumphase ergibt, zur Verfügung.

Ampeltipps bei Rot

  • Die Fahrbahn zügig verlassen! Der Schutzweg soll bereits geräumt sein, wenn der querende Fahrzeugverkehr wieder Grün erhält.
  • Bei rotem Licht die Fahrbahn nicht neu betreten.
  • Die Räumphase ist so bemessen, dass Zu-Fuß-Gehende, die beim Grünblinken die Straße betreten, noch sicher die andere Straßenseite erreichen können.
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