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Monday Lecture: Sophie Emilia Seidler

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  • Letzte Aktualisierung: 26.11.2025, 17.48 Uhr
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Persephone in der Zeit der Anorexie. Mythos, Psychiatrie und Frauenliteratur...

Mehr als ein Jahrhundert nach Freuds Ödipus ist die Kombination von Psychiatrie und griechischer Mythologie nicht ganz gängige Praxis. Dennoch haben die letzten Jahrzehnte die Göttinnen Persephone und Demeter in moderne Diskurse der psychischen Gesundheit transportiert.

Seit den 1980er Jahren wurden diese Mythen zu einer Parabel über Essstörungen. Psychiater, Psychologen, Dichter, Schriftsteller und Patienten verbinden die Göttinnen immer wieder mit Anorexie und Bulimie. Demeter erscheint als eine helikopterhafte Mutter, der zentrale Konsum eines Granatapfels als ein körperpositiver Schritt zur Genesung und die von dem Unterweltgott Hades begangene sexuelle Gewalt als ein romantischer Akt, der die Augen einer unterdrückten Mädchen für Autonomie und Sexualität öffnet.

Trotz ihrer Eigenheiten folgen diese Anpassungen einer bestimmten Logik: Versionen der griechischen und römischen Mythen greifen bereits auf die Symbolik von Essen zurück und stellen Hungerstreik und Selbstverhungerung als mögliche Strategien gegen patriarchale Urteile dar.

Was verbindet 20 zeitgenössische Schriftsteller unabhängig voneinander mit Persephone und der modernen Anorexie? Warum verwenden Kliniker Mythen statt medizinischer Fallstudien? Der Vortrag diskutiert die psychiatrisch geprägten Neuinterpretationen des Mythos in der medizinischen Forschung und Dichtung, ihre Variationen, Risiken und Verdienste.

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