Kormoran

Während der Winterzeit können in Wien dunkle Wasservögel mit hellen Schnäbeln beobachtet werden. Es handelt sich um Kormorane (Phalacrocorax carbo). Sie sind Wintergäste der Wiener Gewässer. Diese Vögel sind deutlich größer als Stockenten.

Video: Kormorane überwintern in Wiens Gewässern

Der Kormoran wird durch das Wiener Naturschutzgesetz beziehungsweise durch die Verordnung zum Naturschutzgesetz als geschützte Art ausgewiesen.

Der Kormoran war in Deutschland und Österreich Vogel des Jahres 2010.

Verbreitung und Lebensraum

Einst befanden sich große Brutkolonien in den Donauauen. Durch starke menschliche Verfolgung gingen die Kormoranbestände in ganz Mitteleuropa rasant herab, in Österreich wurde er sogar ausgerottet. Seit Anfang der 1990er-Jahre brütet er wieder regelmäßig in den March-Thaya-Auen. Die Bestände des Kormorans in Mitteleuropa haben sich erholt, daher ist der Kormoran während der Winterzeit auch regelmäßig an Wiener Gewässern anzutreffen.

Lebensweise

Kormoran

Gute Plätze zum Beobachten sind in Wien z.B. der Wasserpark und der Donaukanal. Je kälter es wird, desto mehr Gewässer frieren zu, und der Fischfresser Kormoran muss auf eisfreie Stellen ausweichen. Mit etwas Glück kann er sogar mitten in Wien, beispielsweise im Stadtpark, beim Fischen beobachtet werden.

Der Kormoran ist ein Unterwasserjäger. Im Gegensatz zu den Enten und den meisten anderen Unterwasserjägern nehmen die Federn des Kormorans Wasser auf. Damit das Federkleid schneller trocknen kann, sitzen die Kormorane nach den Tauchgängen mit weit ausgebreiteten Flügeln.


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