Erholungsgebiet Laaer Wald

Der Laaer Wald ist ein naturnaher Lebensraum mit attraktiven Freizeitangeboten.

Lage, Größe und Erreichbarkeit

Blick auf einen Teich

Der Laaer Wald erstreckt sich im 10. Bezirk zwischen der Laaer-Berg-Straße und der Bitterlichstraße. Die Gesamtfläche beträgt 39,6 Hektar. Davon sind drei Hektar Wasserfläche. Öffentlich ist der Laaer Wald sehr gut erreichbar: Linien 15A, 68A, 271. Die gesamte Aufforstungsfläche ist eingezäunt. Sie ist für Hunde sowie Radfahrerinnen und Radfahrer gesperrt.

Fahrplanauskunft


Öffnungszeiten

Die Abteilung Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) ist bemüht, das Erholungsgebiet Laaer Wald möglichst lange offen zu halten. Die Öffnungszeiten richten sich nach der Jahreszeit. In den Sommermonaten ist das Gebiet von 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Die genauen Öffnungs- und abendlichen Schließzeiten stehen bei den jeweiligen Toreingängen.

Zugänge

Der Zutritt zum Laaer Wald ist bei folgenden Toren möglich:

  • Ecke Alte Laaer Straße/Laaer-Berg-Straße
  • Klemens-Dorn-Straße
  • Laaer Wald (zwei Eingänge beim Böhmischen Pater)

Freizeitangebote

Naturraum

Eicheblätter

Die natürliche Vegetation des Laaer Berges waren wärmeliebende, lockere Flaumeichenwälder. Kleine Reste dieser Flaumeichenwälder bestehen heute noch. Sie stehen als Naturdenkmal unter Schutz.

In den aufgelassenen Ziegelgruben ist heute die typische Vegetation stehender Gewässer mit Wasserpflanzen, Schilfgürtel, Weiden- und Pappelbeständen anzutreffen.

Das Erholungsgebiet Laaer Wald ist für zahlreiche Tierarten ein wichtiger Lebensraum. So konnten zum Beispiel insgesamt 59 Vogelarten nachgewiesen werden.


Geschichte

Historisches Bild einer Ziegelgrube

Die Geschichte des Laaer Waldes ist geprägt durch die Abbautätigkeit zahlreicher Ziegeleien. Die ehemaligen Abbaustätten sind heute noch als Ziegelteiche erhalten.

Das Gebiet des heutigen Laaer Waldes taucht in den Chroniken erstmals als "Laacher Heide" auf. Es dürfte jahrhundertelang nur locker bewaldet gewesen sein. Schon 1583 wird ein "Laacher Wald" erwähnt.

Im späten 17. und vor allem im 18. Jahrhundert wurden die ursprünglichen Flaumeichenwälder bis auf wenige Reste gerodet. Es entstanden zahlreiche Ziegeleien. Die private Ziegelei Löwy an der Löwygrube östlich des Laaer Waldes, der Pfeifenteich und der Butterteich sind Reste dieser Ziegelgruben.

1885 wurde inmitten des Laaer Wäldchens der Böhmische Prater, eine kleine Nachahmung des Wurstelpraters, gegründet. Diese idyllische Vergnügungseinrichtung ist heute ein beliebtes und bekanntes Ausflugsziel.

Das Forstamt der Stadt Wien forstete von 1956 bis 1970 unter schwierigsten Bedingungen (verdichteter Boden, Schotter) auf: 270.000 Bäume wurden auf mehr als 40 Hektar gepflanzt. Die ehemaligen Ziegelteiche wurden durch Renaturierung zu ökologisch wichtigen Rückzugsgebieten. Sie sind nun Lebensraum zahlreicher zum Teil gefährdeter Vogelarten.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (Magistratsabteilung 49)
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