Erholungsgebiet Laaer Wald

  • Lage: im 10. Bezirk zwischen Laaer-Berg-Straße und Bitterlichstraße
  • Größe: 39,6 Hektar, davon 3 Hektar Wasserfläche
  • Erreichbarkeit: Autobuslinien 15A, 68A und 271
  • Zugänge/Tore:
    • Laaer Wald (2 Eingänge beim Böhmischen Prater)
    • Vogental-Weg im Bereich Spielplatz (Reitergarten)
    • Verlängerung Wiesenthal Gasse
    • Ecke Alte Laaer Straße/Wiesenthal Gasse
    • Ecke Alte Laaer Straße/Laaer-Berg-Straße
    • Moselgasse
  • Freizeitangebote:

Der Laaer Wald ist ein naturnaher Lebensraum mit attraktiven Freizeitangeboten. Die gesamte Aufforstungsfläche ist eingezäunt.

Im gesamten Laaer Wald besteht ein Hunde- und Radfahrverbot.

Naturraum

In den aufgelassenen Ziegelgruben ist heute die typische Vegetation stehender Gewässer mit Wasserpflanzen, Schilfgürtel, Weiden- und Pappelbeständen anzutreffen.

Die natürliche Vegetation des Laaer Berges waren Wärme liebende, lockere Flaumeichenwälder. Kleine Reste dieser Flaumeichenwälder bestehen heute noch. Sie stehen als Naturdenkmal unter Schutz.

Blick auf einen Teich Eicheblätter

Das Erholungsgebiet Laaer Wald ist für zahlreiche Tierarten ein wichtiger Lebensraum. So konnten zum Beispiel insgesamt 59 Vogelarten nachgewiesen werden.

Geschichte

Historisches Bild einer Ziegelgrube

Die Geschichte des Laaer Waldes ist geprägt durch die Abbautätigkeit zahlreicher Ziegeleien. Die ehemaligen Abbaustätten sind heute noch als Ziegelteiche erhalten.

Das Gebiet des heutigen Laaer Waldes taucht in den Chroniken erstmals als "Laacher Heide" auf. Es dürfte jahrhundertelang nur locker bewaldet gewesen sein. Schon 1583 wird ein "Laacher Wald" erwähnt.

Im späten 17. und vor allem im 18. Jahrhundert wurden die ursprünglichen Flaumeichenwälder bis auf wenige Reste gerodet. Es entstanden zahlreiche Ziegeleien. Die private Ziegelei Löwy an der Löwygrube östlich des Laaer Waldes, der Pfeifenteich und der Butterteich sind Reste dieser Ziegelgruben.

1885 wurde inmitten des Laaer Wäldchens der Böhmische Prater, eine kleine Nachahmung des Wurstelpraters, gegründet. Diese idyllische Vergnügungseinrichtung ist heute ein beliebtes und bekanntes Ausflugsziel.

Der Forstbetrieb der Stadt Wien forstete von 1956 bis 1970 unter schwierigsten Bedingungen (verdichteter Boden, Schotter) auf: 270.000 Bäume wurden auf mehr als 40 Hektar gepflanzt. Die ehemaligen Ziegelteiche wurden durch Renaturierung zu ökologisch wichtigen Rückzugsgebieten. Sie sind nun Lebensraum zahlreicher zum Teil gefährdeter Vogelarten.

Verantwortlich für diese Seite:
Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (Magistratsabteilung 49)
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