- Pelletkessel mit einer Leistung von 250 kW für eine Nutzfläche von 6.307 Quadratmeter
- Verbrauchsreduktion um 1 Drittel durch thermische Verbesserung und Effizienzsteigerung
- 91-kWp-Photovoltaikanlage seit 2019


2011 mussten die in die Jahre gekommenen Gaskessel, die das Hauptgebäude mit Büros und Laboren sowie ein Nebengebäude mit einer Wohnung über viele Jahre mit Wärme versorgt hatten, ausgetauscht werden. Die Zuständigen des Bundesforschungszentrums für Wald setzten sich für die Umrüstung auf eine Biomasseheizung ein. Nach sorgfältiger Abstimmung mit der Eigentümerin, der Burghauptmannschaft Österreich, konnte die Entscheidung für eine Umsetzung getroffen werden. Der vorhandene Heizraum wurde für einen Pelletkessel und 2 2.000-Liter-Pufferspeicher adaptiert. Ein bestehender Kokskessel wurde im Heizraum belassen, um anfallendes Quarantäneholz, also von Schädlingen oder Krankheiten befallenes Holz, thermisch zu verwerten. Die Einbringung des Kessels und der Speicher stellte aufgrund beengter Zugänge eine besondere Herausforderung dar.
In einer angrenzenden Werkstätte entstand ein Pelletlager mit 15 Tonnen Fassungsvermögen. Bei einem Jahresbedarf von rund 100 Tonnen erfordert der Betrieb eine vorausschauende Logistik und umsichtige Betreuung durch das Haustechnik-Team. In der Hauptheizsaison müssen Liefertermine exakt geplant werden. Bei der jährlichen Wartung müssen die Wärmetauscherflächen gründlich gereinigt werden, um den effizienten Betrieb langfristig zu gewährleisten.
Darüber hinaus wurde eine Reihe von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt: Im Jahr 2014 wurden die Fenster getauscht und im Zuge einer Erweiterung der Büroflächen im Dachgeschoß die Dachschrägen sowie die oberste Geschoßdecke gedämmt. Gleichzeitig wurde auch ein hydraulischer Abgleich des Einrohr-Heizsystems durchgeführt. Der Pelletverbrauch konnte dadurch um rund 1 Drittel reduziert werden. Das Warmwasser wird wie vor der Heizungsumstellung dezentral mit Elektro-Boilern bereitgestellt.
Seit 2019 trägt eine Photovoltaikanlage mit 91-kWp-Leistung zur nachhaltigen Energieaufbringung auf den nach Süden, Osten und Westen ausgerichteten Dachflächen des Gebäudes bei. Trotz der Lage im Gebiet des UNESCO-Weltkulturerbes Schloss Schönbrunn konnte die Anlage dank enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden genehmigt und umgesetzt werden.
Der Eigenverbrauchsanteil des erzeugten Stroms liegt bei mehr als 95 Prozent und deckt 20 bis 25 Prozent des Gesamtstrombedarfs.
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