Wiener Wasser nimmt im Juni 2026 beim Wasserbehälter Hungerberg in Döbling das 17. Trinkwasserkraftwerk in Betrieb. Damit baut die Stadt Wien die Versorgung mit Ökostrom weiter aus.
Mit der Zukunftsstrategie "Wiener Wasser 2050" werden neben der Wasser-Infrastruktur auch die Klimaschutz-Initiativen ausgebaut. Mittlerweile wird mit den Trinkwasser-Kraftwerken so viel Öko-Strom erzeugt, dass der Strombedarf einer Stadt wie Wiener Neustadt - also für etwa 50.000 Einwohner*innen - gedeckt werden könnte.
Weitere Standorte für Trinkwasser-Kraftwerke, etwa beim Wasserbehälter Rosenhügel, werden aktuell geprüft oder sind bereits in Planung.
Öko-Strom für 700 Haushalte
Die Trinkwasser-Kraftwerke befinden sich entlang der beiden Hochquellenleitungen und in Wien. Das 17. Kraftwerk wurde beim Wasserbehälter Hungerberg in Döbling errichtet.
Die Anlage besteht aus 4 Pumpen, die als Turbinen genutzt werden. Diese erzeugen für etwa 700 Haushalte klimafreundlichen Strom, der in das Netz eingespeist wird. Bei Bedarf kann die Anlage als Pumpwerk genutzt werden, um zu jeder Zeit die Wasserversorgung zu gewährleisten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Arbeiten an den Hochquellenleitungen stattfinden. In diesem Fall wird das Trinkwasser in höher gelegene Wasserbehälter gepumpt.
Noch mehr Energie: Photovoltaik auf Wasserbehältern
Auch durch Photovoltaik-Anlagen auf Wiener Wasserbehältern wird klimafreundlicher Strom produziert.
- 2020 wurde am Wasserbehälter Unterlaa die zum damaligen Zeitpunkt größte Photovoltaik-Anlage Wiens eröffnet.
- 2025 wurden gemeinsam mit der Wien Energie 2 Standorte in Moosbrunn (NÖ) und am Buchberg in Penzing in Betrieb genommen.
- Bis Ende des Jahres 2026 soll eine weitere Photovoltaik-Anlage auf dem Wasserbehälter Schafberg in Hernals errichtet werden.


