Schweizergarten

Grüne Wiese mit Bäume und Gewässer im Hintergrund

Geschichte

Nach Abtragung des Linienwalles, einer Verteidigungslinie um Wien, 1890 und der Eingemeindung der Vororte Wiens entstanden auf den neuen Freiflächen einige Parkanlagen. So legten die Wiener Stadtgärten 1904 auf ehemaligen Lagerplätzen zwischen dem ehemaligen Südbahnhof und Arsenal den Maria-Josefa-Park an.

1919, nach Ende des Ersten Weltkrieges, wurde diese Anlage anlässlich der Hilfsaktionen der Schweiz in Schweizergarten umbenannt. Große Teiche mit Felspartien und Fontänen, ein Alpenpflanzengarten, ein Rosarium mit Wasserspielen sowie zahlreiche exotische Bäume zeichneten schon damals den Schweizergarten aus

Nach der Weltausstellung 1958 in Brüssel übersiedelte man den österreichischen Pavillon, eine Stahlkonstruktion des Architekten Karl Schwanzer, in den Schweizergarten. Dieser wurde 1962 als Museum des 20. Jahrhunderts ("Zwanzgerhaus") umgebaut, eröffnet und 2011 als 21er-Haus wiedereröffnet. Das markanteste Denkmal im Park, die "silber-metallische Säule", stammt vom Wiener Künstler Heinrich Deutsch. Sie erinnert an die Gründung der 2. Republik 1945. 1965 erweiterte man den Schweizergarten im Zuge der Errichtung der Schnellbahn-Stammstrecke Floridsdorf-Meidling, die unterhalb der Parkanlage verläuft, auf seine jetzige Fläche.

Hundehalterinnen und Hundehalter können Ihren Hund in zwei Hundezonen ausführen.

Chopin-Denkmal "La Note Bleue"

Chopin Denkmal

Anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten Fryderyk Franciszek Chopin (1810 bis 1849) wurde 2010 im Schweizergarten eine Plastik errichtet. Das vom polnischen Bildhauer Krzysztof Bednarski geschaffene Denkmal ist die erste Chopin-Plastik in Österreich.

Die Idee des Denkmals "La Note Bleue" nimmt Bezug auf die symbolische blaue Note, die in der Musik Chopins zu finden ist. Sie ist das Symbol für die höchste schöpferische Geisteskraft und das Geheimnis des künstlerischen Aktes. Die Darstellung findet ihren Ursprung in der Silhouette, die zu Zeiten der Romantik eine beliebte Art der Kontur- und Porträtzeichnung war. Das charaktervolle Profil des polnischen Komponisten ist ein leicht erkennbares Bildnis - einfach und symbolisch zugleich. Das Denkmal soll außerdem an den Wienaufenthalt Chopins von 1829 bis 1831 erinnern. Der Komponist wohnte in dieser Zeit auf dem Kohlmarkt 9.

Dieses Kunstwerk ist ein Geschenk der Republik Polen an die Stadt Wien und wurde am 25. November 2010 enthüllt. Initiatorin dieser Plastik war die Internationale Chopin-Gesellschaft in Wien.

Verantwortlich für diese Seite:
Wiener Stadtgärten (Magistratsabteilung 42)
Kontaktformular