Wiener Prater

Radfahrer auf der Prater Hauptallee

Der Prater präsentiert sich als so genannte "harte Au" mit letzten mächtigen Pappelgruppen und dichtem Unterholz. Die Wiesen und Waldteile werden von den bis zu 7 Baumreihen der über 4 Kilometer langen Prater Hauptallee (vom Praterstern zum Lusthaus) durchquert. Hier gehört die Kastanienblüte nach wie vor zu den größten Attraktionen des "grünen" Praters.

Ende des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Investitionen in die Infrastruktur des Praters getätigt: Spielplätze, BMX- und eine Skate-Anlage, Beachvolleyballplätze, Loipen, Joggingpfade, der Stadtwanderweg Nr. 9, der Kompostplatz Freudenau und Hundezonen wurden angelegt. Die Jesuitenwiese wurde zum größten Spielplatz Wiens.

Prater Hauptallee

Die Prater Hauptallee beginnt am Praterstern, ist rund 4.500 Meter lang und endet beim Lusthaus. Sie ist die unter Ferdinand II. 1538 durch Schlägerungen im dortigen Auwald entstanden ("Langer Gang"). Sie stellte somit eine Verbindung zwischen dem Augarten und dem Jagdgebiet des Hofes im Prater her. Ursprünglich verlief die Trasse nur bis zum ersten Rondeau geradlinig, dann entlang des Heustadelwassers. Erst 1867 wurde als "Notstandsarbeit" das restliche Stück zum Lusthaus planiert. Ab dem 18. Jahrhundert war die Hauptallee die schönste Korsostraße für Wagenausfahrten des Hofes, des Adels und des wohlhabenden Bürgertums. Gegen Ende des Vormärz, nach 1830, wurden in der Hauptallee "Trabfahrten" und am 1. Mai "Praterfahrten" veranstaltet. Ab 1890 marschierte am 1. Mai auch die Arbeiterschaft entlang der Hauptallee. Heute ist die Prater Hauptallee ein Freizeitparadies für Radfahrerinnen und Radfahrer, Fußgängerinnen und Fußgänger und als größte vier- bis sechsreihige weiß blühende Kastanienallee (Aesculus hippocastanum) Wiens bekannt.

Prater Heustadelwasser

Die Benennung erfolgte nach einem zur Rotwildfütterung aufgestellten Heustadel, der gegenüber dem späteren Hundedressurplatz Lusthausstraße stand. Bis 1867 führte die Prater Hauptallee nur bis zum ersten Rondeau und dann längs des Heustadelwassers zum Lusthaus. Am Nordufer des Heustadelwassers führt heute ein Spazierweg entlang (Radfahrverbot!). Das "Rosenwasser" ist ein teichartiger Seitenarm des Heustadelwassers mit einem angrenzenden Kleinkinderspielplatz.

Prater Jesuitenwiese

Lage: 2., Jesuitenwiese, zwischen Rotundenallee und Rustenschacherallee
Fahrplanauskunft

Die rund 112.000 Quadratmeter große Prater Jesuitenwiese war früher im Besitz der Jesuiten. Nach Aufhebung des Ordens 1773 wurde das Areal vom Staat eingezogen und als Exerziergelände für die Infanterie der Wiener Garnison verwendet. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Jesuitenwiese auch für Volksfeste genutzt. Heute ist die Jesuitenwiese Wiens größter Spielplatz. Der Rodelhügel stammt aus den Trümmern zerbombter Häuser des Zweiten Weltkriegs.

Prater Konstantinhügel

Der Konstantinhügel liegt südlich der Prater Hauptallee zwischen Rotundenallee und Rustenschacherallee. Er entstand zur Weltausstellung 1873 aus Aushubmaterial der Rotunde. Seine Benennung erfolgte nach Obersthofmeister Konstantin Viktor Ernst, Prinz von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst (1828 bis 1896). Unterhalb des Konstantinhügels befand sich der Hirschenstadl, in welchem bis 1867 Hirsche und Rehe gehalten wurden. Der noch heute existierende Konstantinteich konnte damals für Bootsfahrten genutzt werden. Das früher hier befindliche Kaffeehaus ist 1977 abgebrannt.

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