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Erste erfolgreiche Nachzucht der Fischart Sternhausen-Störe

Großer Erfolg für den internationalen Schutz der Störe: Dem Artenschutzprojekt LIFE-Boat4Sturgeon ist erstmals die Nachzucht von Sternhausen gelungen.

Der Durchbruch des gemeinsamen Artenschutzprojekts des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK), der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), viadonau und der Stadt Wien hat Signalwirkung für den Schutz der stark bedrohten Donaustöre.

Die Nachzucht von Sternhausen gilt als besonders herausfordernd, da die weiblichen Störe nur alle 2 bis 4 Jahre Eier ausbilden. Um den optimalen Zeitpunkt für eine erfolgreiche Vermehrung zu bestimmen, betreuen die Wissenschaftler*innen die Fische über Monate hinweg sehr intensiv. Jede Nachzucht erfordert präzise Kenntnisse über die individuelle Entwicklung und den Reifegrad der Elterntiere. Dieser Zuchterfolg unterstreicht die hohe wissenschaftliche Expertise der Projekt-Partner*innen und eröffnet neue Perspektiven für den langfristigen Erhalt des Sternhausen in der Donau.

Die erfolgreiche Nachzucht der 4 Donaustör-Arten ist ein Meilenstein für den Artenschutz. Mit der schwimmenden Aufzuchtstation auf der Wiener Donauinsel unterstützen wir ein europaweit einzigartiges Projekt zum Erhalt einer der weltweit am stärksten gefährdeten Tierarten. Dabei können wir erste Erfolge vorweisen, denn es wurden bereits mehr als 150.000 junge Störe in die Donau ausgewildert. Das ist ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu unserem langfristigen Ziel, wieder eine stabile, sich selbst erhaltende Störpopulation in Österreich zu etablieren. Die Stadt Wien setzt sich dafür ein, die Donau als einzigartigen Lebensraum für viele Tierarten zu erhalten und hat auch das Vorgängerprojekt zum Schutz der Sterlets auf der Donauinsel aktiv unterstützt. Mit dem LIFE-Boat setzen wir diese Erfolgsgeschichte fort: 300.000 Sterlets konnten in Österreich ausgewildert werden, das für 2030 avisierte Projektziel wurde damit bereits jetzt erreicht - was für ein Meilenstein! Das Boot ermöglicht es zudem, das Projekt hautnah zu erleben und mehr als 1.500 Besucher*innen haben dieses Angebot schon genutzt - ein zusätzlicher schöner Erfolg! Die aktuellen Zuchterfolge des Projekts LIFE-Boat 4 Sturgeon stärken unsere Artenschutz-Ziele am Strom. Seit Frühjahr 2025 steht das zur Aufzuchtstation umgebaute viadonau-Schiff MS Negrelli an der Wiener Donauinsel gut sichtbar als "Leuchtturm" einer außergewöhnlichen, innovativen Verschmelzung von Schifffahrt und Naturschutz. Dass auf dem 60 Jahre alten Arbeitsschiff, das einst unter anderem als Steintransporter eingesetzt wurde, heute unter der exzellenten wissenschaftlichen Begleitung der BOKU University neue Generationen von Donau-Stören entstehen, macht uns nicht nur stolz. Es ist auch Ausdruck eines lösungsorientierten Verantwortungssinns, der das Herz unserer Unternehmensphilosophie bildet, und mit dem wir im LIFE-Boat4Sturgeon-Projekt gemeinsam mit dem BMLUK, der Stadt Wien und der BOKU University eine ganzheitliche Zukunftsvision für die gesamte Donau verwirklichen: Ein Lebens- und Wirtschaftsraum, in dem eine urtümliche Artenvielfalt ihren festen Platz hat. Die Donau ist nicht nur ein bedeutender Lebensraum, sondern auch ein Symbol dafür, wie Ökologie, Forschung und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden sind. Projekte wie LIFE-Boat4Sturgeon stehen beispielhaft für einen innovativen Artenschutz und zeigen, wie Forschung und Praxis erfolgreich ineinandergreifen können, indem wissenschaftliche Erkenntnisse konsequent in konkrete Maßnahmen übersetzt werden.

Über LIFE-Boat 4 Sturgeon

LIFE-Boat 4 Sturgeon wird von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) geleitet. Das Projektvolumen beträgt insgesamt 11,8 Millionen Euro. Davon übernimmt 67 Prozent das EU-Programm LIFE.

Projekt-Partner*innen

  • Österreichisches Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
  • viadonau - österreichischer Wasserstraßenbetreiber
  • Wiener Gewässer (MA 45)
  • WWF Rumänien, WWF Ukraine, WWF Bulgarien
  • Revivo
  • MATE AKI HAKI
  • Bundesamt für Wasserwirtschaft
  • IUCN
  • Bezirk Niederbayern
  • Haus des Meeres

Ko-Finanzierer des Projekts

  • Ungarisches Ministerium "Miniszterelnökség"
  • Slowenisches Ministerium für natürliche Ressourcen und Raumplanung
  • Landesfischereiverband Bayern e.V.
  • NÖ- Landesfischereiverband
  • OÖ-Landesfischereiverband
  • Österreichische Fischereigesellschaft 1880
  • Verband der österreichischen Arbeiter-Fischerei-Vereine
  • Wiener Fischereiausschuss
  • Fischereirevierverbände I und II
  • Fischereirevier Donau C
  • Nationalpark Donau-Auen
  • Marktgemeinde Drösing und weitere Fördergeber

Weiterführende Informationen

Kontakt

Stadt Wien - wien.gv.at-Redaktion

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