
Die Gebiete "Lokale Wärme gemeinsam" zeichnen sich durch ausreichend hohe Wärmebedarfsdichten aus und sind daher grundsätzlich für Wärmenetze geeignet. Aus heutiger Sicht wird der Ausbau der Fernwärme in diesen Gebieten aufgrund der aktuell begrenzt verfügbaren Kapazitäten nicht flächendeckend stattfinden.
Hier sollen daher vermehrt neue lokale Wärmenetze auf Basis lokal verfügbarer erneuerbarer Energie und Abwärme entstehen. Diese lokalen Wärmenetze können von Anbieter*innen geplant und umgesetzt werden, wenn ausreichend Bedarf und Interesse an einer gemeinschaftlichen Wärmeversorgung im Quartier, im Grätzl, in der Straße oder in der Nachbarschaft besteht. Lokale Wärmenetze nutzen vorhandene lokale Ressourcen (beispielsweise Erdwärme) besonders effizient.
Eine gebäudeeigene Wärmeversorgung mittels lokal vorhandener Ressourcen kann ebenfalls in Betracht gezogen werden. Dazu zählen insbesondere Wärmepumpensysteme (Erdwärme, Grundwasser, Luft).
Der Wiener Wärmeplan 2040 zeigt nicht explizit, welche erneuerbaren Energiequellen zur Verfügung stehen. Diese und weitere Kriterien sind jedoch in die Abgrenzung der Gebiete eingeflossen. Karten zum Potenzial erneuerbarer Energiequellen finden Sie im Themenstadtplan Energie.
Eine Erhebung der tatsächlich nutzbaren erneuerbaren Potenziale an einem Standort kann nur durch eine entsprechende Untersuchung vor Ort erfolgen.
Für einen Anschluss an ein lokales Wärmenetz muss im Gebäude eine zentrale Wärmeversorgung vorhanden sein oder nachträglich installiert werden.
Für eine effiziente Nutzung der Wärme sollten von Beginn an möglichst viele Wohnungen eines Gebäudes angeschlossen werden sowie eine ausreichende Wärmedämmung vorhanden sein.