Verbraucherpreisindex (VPI), Inflation - Statistiken

Balkendiagramm mit den Preisveränderungen der COICOP-Verbrauchsgruppen von 2017 auf 2018

Preisentwicklung in Prozent nach COICOP-Verbrauchsgruppen 2017/2018 (Textversion der Grafik: 68 KB RTF)

Der von der Bundesanstalt Statistik Österreich berechnete österreichische Verbraucherpreisindex (VPI) ist ein nationaler Bundesindex. Er misst die Entwicklung des Preisniveaus auf Konsumentenstufe - die Inflation in Österreich. Als Inflationsrate bezeichnet man die durchschnittliche Preisentwicklung im Abstand von 12 Monaten. Der VPI findet als Wertsicherungsindikator Anwendung bei Mietverträgen, Unterhaltszahlungen und Lohnverhandlungen.

Grundlage für die Berechnung des VPI sind monatliche Preiserhebungen, die regional, in 20 österreichischen Städten von den Stadtverwaltungen, und zentral durch die Bundesanstalt Statistik Österreich durchgeführt werden. Die Vorgabe für die Preiserhebungen ist ein festgelegter Warenkorb. 2015 befanden sich darin 770 Waren und Dienstleistungen. Der Warenkorb spiegelt so den Konsum aller Haushalte in Österreich wider.

Seit Jänner 2016 wird der VPI aufgrund einer neuen Indexreihe mit dem Basisjahr 2015 veröffentlicht.


Daten

Verbraucherpreisindizes und Inflationsraten - Aktuelle Monatswerte

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Verkettete Verbraucherpreisindizes (Basis 2015, 2010, 2005, 2000, 1996) und Inflationsraten

November 2014 bis November 2019

2017

Verkettete Verbraucherpreis- und Lebenshaltungskostenindizes (Basis 1958, 1945, 1938)

November 2014 bis November 2019

Verbraucherpreisindex 2015 nach COICOP-Verbrauchsgruppen

November 2018 bis November 2019

Verbraucherpreisindizes und Inflationsraten - Jahreswerte

Titel

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Verkettete Verbraucherpreisindizes (Basis 2010, 2005, 2000, 1996) und Inflationsraten

1997 bis 2018

1991 bis 2016

Verkettete Verbraucherpreis- und Lebenshaltungskostenindizes (Basis 1958, 1945, 1938)

1959 bis 2018

Verbraucherpreisindex (Basis 2005 und 2010) nach COICOP-Verbrauchsgruppen

2007 bis 2017

Statistisches Jahrbuch

Erläuterungen

Verbraucherpreisindex (VPI)

Der von Statistik Austria berechnete österreichische Verbraucherpreisindex (VPI) ist ein nationaler Bundesindex und misst die Entwicklung des Preisniveaus auf Konsumentenstufe - die Inflation in Österreich. Als Wertsicherungsindikator findet der VPI Anwendung bei Mietverträgen, Unterhaltszahlungen und Lohnverhandlungen.

Rechtliche Grundlagen

Die Mitwirkung der Geschäfte ist in der EU-Verordnung EG Nr. 2494/95, Artikel sieben geregelt. Die Geheimhaltung ihrer Angaben wird durch das Bundesstatistikgesetz 2000 gewährleistet. Wesentlich für die Struktur des VPI sind die Auswahl der Indexpositionen des Warenkorbes und deren Gewichtung. Laut EU-Verordnung EC Nr. 2494/95 muss der Warenkorb alle fünf Jahre revidiert werden, um ihn dem durchschnittlichen Konsumverhalten der Haushalte anzupassen. Als Grundlage für diese Revision zieht Statistik Austria jeweils die Ergebnisse der zuletzt durchgeführten Konsumerhebung und die Daten aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung heran.

Berechnung

Statistik Austria berechnet den VPI aufgrund von monatlichen Preiserhebungen des Warenkorbes in ausgewählten Geschäften. Die Erhebungen des für eine Indexperiode festgelegten Warenkorbes werden seit 1976 unter Mitwirkung der Stadtverwaltungen zentral von Statistik Austria in zwanzig österreichischen Städten (Auswahlkriterium: Städte über 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner) durchgeführt.

Für die Berechnung des VPI wird die prozentuelle Veränderung des Preisniveaus für den Warenkorb eines Durchschnittshaushaltes festgestellt. Dessen Zusammensetzung bleibt dann während der gesamten Indexperiode, bis zur nächsten Revision, konstant.

Seit Jänner 2006 berechnet Statistik Austria den VPI auf einer neuen Basis: 2005 = 100. Das bedeutet, dass der Jahresdurchschnittswert aller Preise von 2005 die Basis (der Wert wird gleich 100 gesetzt) für den VPI 2005 ist. Von 770 Indexpositionen beim VPI 2005 entfallen die Hälfte auf die Hauptgruppen "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke", "Verkehr" sowie "Freizeit und Kultur".

Verkettete Indizes und Spezialindizes

Die früheren Indexreihen werden mit der Steigerung des VPI 2005 weitergeführt (verkettet). Gemeinsam mit dem nationalen VPI und - in seiner EU-harmonisierten Form - dem Harmonisierten Index (HVPI), werden eine Reihe weiterer Spezialindizes, wie z.B. der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH), der Index für den privaten Pkw-Verkehr und der Index des täglichen Bedarfs veröffentlicht.

Definitionen

Classification of Individual Consumption of Purpose (COICOP)
Die Güter des Warenkorbes werden seit 2001 nach ihrem Verwendungszweck in zwölf Verbrauchsgruppen eingeteilt und publiziert.
Gewichtung
Prozentueller Anteil der einzelnen Indexpositionen am Gesamtverbrauch des Durchschnittshaushalts. Sie erfolgt aufgrund der zuletzt durchgeführten Konsumerhebung (2004/2005) und der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.
Indizes
Ausgehend von einem Basisjahr (= 100) berechnet die amtliche Statistik die preisliche Entwicklung von Waren und Dienstleistungen auf Konsumentenstufe.
Mikrowarenkorb
Zusammenstellung von Waren, die mit einem Gewicht von 4,2 Prozent des VPI einem täglichen Einkauf entsprechen.
Miniwarenkorb
Zusammenstellung von Waren und Dienstleistungen, die mit einem Gewicht von 14,6 Prozent des Verbraucherpreisindex (VPI) einem wöchentlichen Einkauf entsprechen.
Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH)
Seit Jänner 2006 wird von Statistik Austria im Auftrag des Österreichischen Seniorenrates ein eigener Pensionistenpreisindex ermittelt und bis 2001 rückgerechnet. Die Grundlage für die Berechnung des PIPH sind die Preiserhebungen des VPI. Der Unterschied liegt in einer speziell auf Haushalte von Pensionistinnen und Pensionisten abgestimmten Gewichtung der Ausgaben des VPI. So werden die Ausgaben für "Gesundheitspflege", "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" höher und jene für "Verkehr", "Restaurants und Hotels", "Freizeit und Kultur" und "Erziehung und Unterricht" niedriger gewichtet als im VPI.
Warenkorb
Auswahl der Indexpositionen (= repräsentative Waren und Dienstleistungen eines privaten Haushaltes).
Privater Konsum
Verbrauchsausgaben privater Haushalte. Nicht zum privaten Konsum zählen Investitionen (Hauskauf, Umbauten, die eine Wertsteigerung bewirken), Geldgeschenke im Haushalt, Sparen und Altersvorsorge.
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Wirtschaft, Arbeit und Statistik (Magistratsabteilung 23)
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