Landwirtschaft - Statistiken

Ringgrafik über die Rebflächen nach Katastralgemeinden 2014

Rebflächen nach Katastralgemeinden 2014 (Textversion der Grafik: 55 KB RTF)

Wien ist eine grüne Stadt mit Parks, dem Wienerwald, fast einem Viertel Anteil am Nationalpark Donau-Auen und nicht unbeträchtlichen Landwirtschaftsflächen. Rund ein Drittel der Grünflächen in Wien werden landwirtschaftlich genützt. Die häufigsten Nutzpflanzen sind Brotgetreide, Zuckerrüben und Gemüse - im Freiland oder in Glashäusern.

Die Landwirtschaft prägt in einigen Bezirken Wiens noch immer die Landschaft. Der Ackerbau wird am Südrand (10. Bezirk) sowie im Norden und Osten der Stadt (21. und 22. Bezirk) betrieben. Der Erwerbsgartenbau ist im 11. und 22. Bezirk konzentriert. Die Weingärten erstrecken sich an den Hängen des Kahlenbergs und Nußbergs sowie am Fuß des Bisambergs. Wie in den vergangenen Jahren lag die Bundeshauptstadt bei der Fruchtgemüseproduktion (Gurken, Paradeiser, Melanzani et cetera) an erster Stelle im Vergleich mit den anderen Bundesländern. Auch bei der Ernte von Petersilie liegt Wien an vorderer Stelle.


Daten

Land- und Forstwirtschaft

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Land- und forstwirtschaftliche Betriebe

2007, 2010 und 2013

2007, 2010 und 2013

Gemüseproduktion in Wien und Österreich - Anbauflächen und Ernteergebnisse

2016

2016

Gemüseproduktion in den Bundesländern nach Produktgruppen

2016

2016

Weinbau

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Rebflächen in Wien nach Weinsorten

2010 bis 2016

2008 bis 2016

Rebflächen in Wien nach Katastralgemeinden

2016

2016

Weinernte nach Bundesländern

2016

2016

Tierärztinnen, Tierärzte und Tiere sowie Jagd

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Tierärztinnen und Tierärzte in Wien nach Geschlecht

2003 bis 2017

2003 bis 2017

Viehzählungen in Wien

1991 bis 2016

1991 bis 2016

Wildabschuss und Fallwild in den Jagdgebieten der Stadt Wien nach Wildarten

2002 bis 2016

2001 bis 2016

Wildabschuss und Wildverlust in Jagdgebieten der Stadt Wien

2016

2016

Statistisches Jahrbuch

Erläuterungen

Wirtschaftsdaten

Nach den Agrarstrukturerhebungen der Jahre 2003, 2005 und 2007 als Stichprobenerhebungen war im Jahr 2010 mit Stichtag 31. Oktober 2010 wieder eine Vollerhebung durchzuführen. Aufgrund der EU-Verordnung (EG) Nr. 1242/2008 der Kommission wurden 2010 die landwirtschaftlichen Betriebe neu klassifiziert. Dadurch ist ein Vergleich mit der Stichprobenerhebung 2007 nicht möglich. Agrarstrukturerhebungen sind eine der wichtigsten Quellen agrarstatistischer Informationen über den Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Ziel ist die Gewinnung aktueller und wirklichkeitsnaher Ergebnisse über die Strukturverhältnisse in der österreichischen Land- und Forstwirtschaft. Die hier publizierten Daten über die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe nach Betriebsformen sind den Wiener Ergebnissen dieser Strukturerhebung entnommen.

Die meisten Betriebe in Wien sind Gartenbau- und Dauerkulturbetriebe. Auch Marktfruchtbetriebe machen eine hohe Zahl aus.

Landwirtschaftliche Produktion

Gemüseanbau

Die Gemüseernteerhebung erfolgt jährlich durch Befragung der Gemüsebaureferentinnen und -referenten der Landes-Landwirtschaftskammern der österreichischen Bundesländer und der Erzeugerorganisationen. Die gegen Ende Oktober nach Bundesländern und Gemüsearten erhobenen Erträge für Gartenbau- und Feldgemüse werden mittels der jeweils aktuellsten Flächenauswertung laut letzter Gartenbau- und Feldgemüsebauerhebung (zuletzt 2010) auf die Gesamtproduktion hochgerechnet. In den Jahren zwischen diesen Flächenerhebungen werden die Gemüseflächen im Zuge der jährlichen Ernteerhebung durch die Gemüsebaureferentinnen und -referenten der Landes-Landwirtschaftskammern und laut Auskunft der Erzeugergenossenschaften fortgeschrieben. Die endgültigen Ergebnisse der Gemüseernteerhebung werden durch die Statistik Austria veröffentlicht.

Weinbau

Wien ist weltweit die einzige Großstadt mit ökonomisch bedeutsamem Weinbau innerhalb der Stadtgrenzen. Auffällig ist das Verhältnis von Weiß- zu Rotwein mit etwa 4 zu 1. Auch bei den bevorzugten Weinsorten gibt es eindeutige Präferenzen: Auf 35,4 Prozent der Rebflächen, auf denen Weißwein ausgepflanzt ist, wachsen die Trauben des Grünen Veltliner; der Blaue Zweigelt macht 38,5 Prozent der Rotweinflächen aus. Die meisten Rebflächen befinden sich in der Katastralgemeinde Stammersdorf im 21. Bezirk. Die Angaben über die Rebflächen in Wien werden von den Winzerinnen und Winzern an die Abteilung Wasserrecht (MA 58) geliefert und von dieser in das Rebflächenverzeichnis eingegeben. Der Unterschied des Flächenausmaßes der Rebflächen nach Katastralgemeinden von den Rebflächen nach Weinsorten liegt darin, dass bei den Flächenangaben nach Katastralgemeinden auch Flächen von gepflanzten, aber noch nicht im Ertrag stehenden ("Rodung abgelaufen"), von gerodeten und noch im Besitz der Eigentümerin beziehungsweise des Eigentümers stehenden Rebflächen sowie von verwilderten Rebflächen mit einbezogen wurden. Die Ergebnisse der Weinernte stammen von der Statistik Austria.

Definitionen

Betriebsform
Kennzeichnet in der Agrarstrukturerhebung die wirtschaftliche Ausrichtung eines Betriebes, das heißt seinen Produktionsschwerpunkt und damit auch seinen Spezialisierungsgrad. Die Berechnung der Betriebsform erfolgte 2003 bis 2007 auf Basis des relativen Beitrages der verschiedenen Betriebszweige zum gesamten Standarddeckungsbeitrag eines Betriebes beziehungsweise seit 2010 auf Basis der Verteilung des Standardoutputs.
Dauerkulturbetriebe
Betriebe, die mindestens 50 Prozent ihres betrieblichen Standarddeckungsbeitrags aus der Produktion folgender Dauerkulturen erzielten: Obstanlagen einschließlich Beerenobst (ohne Erdbeeren) und Weingärten sowie 2010 Christbaumkulturen.
Forstbetriebe
2003 bis 2007: Betriebe, die mindestens 50 Prozent ihres betrieblichen Standarddeckungsbeitrags aus der Forstwirtschaft erzielten. 2010: Betriebe, deren Anteil des Standardoutputs Forstwirtschaft mehr als ein Drittel des Gesamtstandardoutputs (Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft) beträgt und deren Standardoutput Forstwirtschaft größer ist als der Standardoutput Gartenbau: Wald, Energieholzflächen, Forstgärten.
Futterbaubetriebe
Betriebe, die mindestens 50 Prozent ihres betrieblichen Standarddeckungsbeitrags aus dem Futterbau für Rinder, Schafe, Ziegen und sonstige Tiere (Zuchtwild in Fleischproduktionsgattern et cetera) erzielten.
Gartenbaubetriebe
2003 bis 2007: Betriebe, die mindestens 50 Prozent ihres betrieblichen Standarddeckungsbeitrags aus dem Gartenbau erzielten: Gemüse im Freiland (Gartenbau), Gemüse unter Glas beziehungsweise Folie, Blumen und Zierpflanzen im Freiland, Blumen und Zierpflanzen unter Glas, Reb- und Baumschulen, Forstbaumschulen, Forstgärten, seit 2010 auch Pilze. Seit 2010: Betriebe mit einem Anteil Standardoutput Gartenbau von mehr als einem Drittel am Standardoutput Landwirtschaft und Gartenbau (LaGaSO).
Katastralgemeinde
Der Begriff Katastralgemeinde stammt aus der österreichisch-ungarischen Monarchie, wo Verwaltungseinheiten damit bezeichnet wurden. Katastralgemeinden entsprechen dem Geltungsbereich des jeweiligen örtlichen Grundbuchs. Wien ist in 89 Katastralgemeinden (KG) unterteilt. Während in den Innenbezirken die Katastralgemeinden größtenteils ident mit den Gemeindebezirken sind, ist in den Außenbezirken die Struktur der ehemaligen Vororte gut zu erkennen.
Marktfruchtbetriebe
Betriebe, die mindestens 50 Prozent ihres betrieblichen Standarddeckungsbeitrags aus der Produktion von Getreide, Hülsenfrüchten, Mais, Kartoffeln und sonstigen Kulturen auf dem Ackerland sowie aus Gemüse im Freiland: Feldanbau und Erdbeeren erzielten.
Standarddeckungsbeitrag
Wert des Deckungsbeitrages (Wert der Produktion abzüglich entsprechender variabler Spezialkosten, wie zum Beispiel Kosten für Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Futtermittel, veterinärmedizinische Erzeugnisse et cetera), der der durchschnittlichen Lage einer gegebenen Region für die einzelnen landwirtschaftlichen Merkmale entspricht. Die Ermittlung dieser Standarddeckungsbeitragskoeffizienten wird von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft nach den Vorgaben der Europäischen Union vorgenommen. Diese werden der Bundesanstalt Statistik Österreich zur Berechnung der Standarddeckungsbeiträge für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe zur Verfügung gestellt. Durch Multiplikation der bei der Agrarstrukturerhebung ermittelten Anbauflächen und Viehbestände mit den errechneten Standarddeckungsbeitragskoeffizienten ergibt sich als Summe der Standarddeckungsbeitrag des Betriebes; er dient der Charakterisierung der wirtschaftlichen Größe des Betriebes.
Standardoutput (SO)
Standardisierte Rechengröße, die den durchschnittlichen Geldwert (in Euro) der Bruttoagrarerzeugung eines landwirtschaftlichen Betriebes beschreibt. Er wird in der amtlichen Statistik für die Klassifizierung der landwirtschaftlichen Betriebe nach ihrer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung genutzt. Dabei gibt es den Gesamtstandardoutput (Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwirtschaft) sowie den Standardoutput Landwirtschaft und Gartenbau (LaGaSO). Der Standardoutput wird je Flächeneinheit einer Fruchtart beziehungsweise je Tiereinheit einer Viehart aus erzeugter Menge mal zugehörigem "Ab-Hof-Preis" als geldliche Bruttoleistung ermittelt.
Veredelungsbetriebe
Betriebe, die Zuchtvieh sowie Geflügel halten (Ferkel, Mastschweine, Legehennen et cetera).
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Wirtschaft, Arbeit und Statistik (Magistratsabteilung 23)
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