Weiterentwicklung bestehender Wohnsiedlungen
Zwischen der Laxenburger Straße und der Neilreichgasse werden die südlich und nördlich des Frödenplatzes bestehenden Siedlungen aus den 1940er- bis 70er-Jahren in einem adäquaten Maß auf bereits versiegelten Flächen nachverdichtet. Damit soll im Sinne der Smart Klima City Strategie Wien für die Stadtentwicklung ein sparsamer Umgang mit dem Boden gewährleistet werden.
Baumbestand erhalten und kostengünstigen Wohnraum sichern
Voraussetzungen dafür sind, dass der Baumbestand so weit als möglich erhalten bleibt und sich die Nachverdichtung an den umliegenden Bestandsgebäuden orientiert. Die neu entstehenden Wohneinheiten werden größtenteils gefördert sein und sichern hochwertigen, lebenswerten und kostengünstigen Wohnraum auch für zukünftige Generationen.
Naherholung und soziale Nutzungen
Im Sinne einer aufeinander abgestimmten qualitätsvollen und nachhaltigen Weiterentwicklung dieser Wohnsiedlungen wurden im Zuge der Planungen auch Flächen zur Naherholung und für soziale Nutzungen wie etwa Bildung und Pflege gesichert.
Neues Schulgebäude Neilreichgasse 126 - Fertigstellung 2029
In der Neilreichgasse 126 entsteht bis September 2029 eine moderne Ganztagesvolksschule für rund 500 Schüler*innen. Das pädagogische Konzept verbindet Unterricht, Lernzeit und Freizeit zu einem ganzheitlichen Bildungsangebot. Rund 50 Pädagog*innen sowie weiteres Personal werden den Schulbetrieb gestalten. Das architektonische Gesamtkonzept wird im Rahmen eines Wettbewerbs ermittelt.
Der Neubau wird in Clustern organisiert, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Klassen fördern und eine überschaubare Lernumgebung schaffen. Neben multifunktionalen Gruppen- und Freiflächen stehen den Lehrkräften eigene Teamräume zur Verfügung. Kreativräume für Werken, Musik und Bewegung liegen zentral und sind für alle leicht erreichbar.
Auf einer Fläche von rund 6.200 Quadratmetern bietet die Schule 17 Ganztagesschulklassen, einen Normturnsaal, einen Bewegungsraum und großzügige Freiflächen. Die Sportanlagen können bei Bedarf an externe Vereine vermietet werden.
Projektstand
Die grundsätzliche Verträglichkeit des Vorhabens für den Standort wird geklärt. Dabei werden unter anderem baulich-technische Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem werden Gegebenheiten wie zum Beispiel Freiflächen, Arbeitsstätten, öffentlicher Verkehr, Wegeverbindungen und Schulen untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft werden abgeschätzt.
Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.
Auf Grundlage von Leitbildern oder anderen Planungen wird der Entwurf für den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erstellt und dem Fachbeirat vorgelegt. Während der öffentlichen Auflage können dazu schriftlich Stellungnahmen abgegeben werden. Der Entwurf und alle Stellungnahmen werden dem Wiener Gemeinderat vorgelegt.
Der Wiener Gemeinderat beschließt den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Das Widmungsverfahren ist damit abgeschlossen. Das Plandokument kann in der Servicestelle Stadtentwicklung eingesehen beziehungsweise online abgerufen werden.
Die detaillierte Entwicklung des Vorhabens wird begonnen. Die konkreten Entwürfe werden bei der Baubehörde zur Bewilligung eingereicht. Wenn diese einen positiven Bescheid erteilt, kann mit der baulichen Umsetzung begonnen werden.


