Die "Eisenbahnerhäuser"
Die "Eisenbahnerhäuser" oder "Nordbahnhäuser" sind eine um 1870 fertiggestellte Wohnhausanlage nördlich des Schlingermarktes in Floridsdorf. Früher wurden sie überwiegend von ÖBB-Mitarbeiter*innen bewohnt. Im Gegensatz zu ihrem Umfeld hat sich die Anlage in vielen Jahrzehnten kaum verändert.
Die vorhandene Bebauungsstruktur ermöglicht eine maßvolle Nachverdichtung in einem zentralen Bereich von Floridsdorf. Wohnbauten sollen saniert oder neu geschaffen und ein Kindergarten soll errichtet werden.
Nachverdichtung mit Qualität
Die Eisenbahnerhäuser befinden sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand und entsprechen nicht mehr den Standards für zeitgemäßes Wohnen. Um sie wieder nutzen zu können, sollen sie saniert und erweitert werden, ohne den Charakter des historischen Ensembles zu verlieren.
Die Siedlung Werndlgasse lässt eine Transformation in Richtung einer sozial ausgewogenen, ökologisch und klimatisch notwendigen, wirtschaftlich angemessenen Entwicklung zu.
Baumstadt Floridsdorf
Die bestehenden Bäume im Plangebiet werden größtenteils erhalten oder - falls das nicht möglich ist - ersetzt und durch neue Baumpflanzungen ergänzt. Entlang der Werndlgasse bleibt eine lineare Baumreihe bestehen. Für die geplanten Fassadenbegrünungen sollen ebenfalls (Spalier-)Bäume gepflanzt werden. Zusätzlich sollen die Gebäude durch Dachbegrünungen zur Verbesserung des Mikroklimas und des Regenwassermanagements beitragen.
Projektstand
Die grundsätzliche Verträglichkeit des Vorhabens für den Standort wird geklärt. Dabei werden unter anderem baulich-technische Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem werden Gegebenheiten wie zum Beispiel Freiflächen, Arbeitsstätten, öffentlicher Verkehr, Wegeverbindungen und Schulen untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft werden abgeschätzt.
Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.
Auf Grundlage von Leitbildern oder anderen Planungen wird der Entwurf für den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erstellt und dem Fachbeirat vorgelegt. Während der öffentlichen Auflage können dazu schriftlich Stellungnahmen abgegeben werden. Der Entwurf und alle Stellungnahmen werden dem Wiener Gemeinderat vorgelegt.
Der Wiener Gemeinderat beschließt den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Das Widmungsverfahren ist damit abgeschlossen. Das Plandokument kann in der Servicestelle Stadtentwicklung eingesehen beziehungsweise online abgerufen werden.




