Klimafitter Wandel am Schrödingerplatz
Am Schrödingerplatz wird das bestehende Amtshaus großteils abgebrochen und der Stadtraum neu strukturiert. Den Planungen liegt ein vor kurzem entwickeltes Freiraum- und Verkehrskonzept zugrunde. Die Parkplätze werden in Tiefgaragen untergebracht. Somit kann an der Oberfläche ein grünes Zentrum mit mehr als 300 leistbaren Wohnungen entstehen.
Das soziale Herzstück des Projekts bilden eine größere moderne Bücherei, das Jugendzentrum und ein neuer Veranstaltungssaal. Ergänzend werden ein Krisenzentrum der Kinder- und Jugendhilfe sowie ein Pensionist*innen-Klub. Auch eine Apotheke wird es wieder geben. Ein 2-geschoßiger sogenannter "Stadtsockel" wird diese Sozial-, Versorgungs- und Kultureinrichtungen beherbergen. Unter Arkaden soll ein lebendiger Nutzungsmix entstehen.
Rad-Anbindung in die City und viel neues Grün
Das Projekt liegt unmittelbar am Hauptradwegenetz, das Kagran zukünftig auch mit dem Fahrrad optimal an die Innenstadt anbindet. Große Freizeit- und Naherholungsräume wie die Alte Donau, der Donaupark und die Donauinsel sind mit dem Fahrrad oder der U-Bahnlinie U1 optimal zu erreichen.
Das neue Freiraumkonzept gibt vor, dass nahezu ein Drittel der Grundfläche parkartig ausgestaltet wird. Neue Bäume, Bepflanzungen, Sitzgelegenheiten und Wasserelemente sorgen für eine hohe Aufenthaltsqualität in den beiden klimafitten Grünbereichen. Dach- und Fassadenbegrünungen vermindern zusätzlich die sommerliche Überhitzung.
Wie geht's weiter?
Das Widmungsverfahren ist abgeschlossen, somit ist die rechtliche Voraussetzung für Baueinreichungen gegeben. Der Baubeginn könnte 2026 erfolgen. Bis dahin wird das teilweise leerstehende Gebäude der Bezirksvorstehung zwischengenutzt werden.
Zielgebiet Zentrum Kagran
Kagran entwickelt sich zu einem vielfältigen und belebten Stadtteil für Wohnen und Arbeiten sowie Bildung, Soziales und Freizeit. Neben der baulichen Entwicklung gilt es vor allem ansprechende öffentliche Räume und Grünflächen zu schaffen. Das Projekt Schrödingerplatz ist ein essentieller Baustein zur Stärkung Kagrans als wichtiges Zentrum jenseits der Donau.
Projektstand
Die grundsätzliche Verträglichkeit des Vorhabens für den Standort wird geklärt. Dabei werden unter anderem baulich-technische Rahmenbedingungen geprüft. Außerdem werden Gegebenheiten wie zum Beispiel Freiflächen, Arbeitsstätten, öffentlicher Verkehr, Wegeverbindungen und Schulen untersucht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Nachbarschaft werden abgeschätzt.
Für große Gebiete werden zuerst Zielvorgaben und Zukunftsbilder für die Entwicklung des Standorts ausgearbeitet. Die Möglichkeiten der Beteiligung der Bürger*innen werden geprüft. Das Ergebnis sind zum Beispiel Leitbilder oder Entwicklungskonzepte. Hier werden Themen wie Mobilität, Grünraum, Nutzungen oder Gebäudehöhen behandelt.
Auf Grundlage von Leitbildern oder anderen Planungen wird der Entwurf für den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erstellt und dem Fachbeirat vorgelegt. Während der öffentlichen Auflage können dazu schriftlich Stellungnahmen abgegeben werden. Der Entwurf und alle Stellungnahmen werden dem Wiener Gemeinderat vorgelegt.
Der Wiener Gemeinderat beschließt den neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan. Das Widmungsverfahren ist damit abgeschlossen. Das Plandokument kann in der Servicestelle Stadtentwicklung eingesehen beziehungsweise online abgerufen werden.






