Im künftigen Stadtteil RothNEUsiedl im 10. Bezirk wird es viel Grünraum, Wohnungen, Arbeitsplätze, Bildungs- und Freizeitangebote geben:
- Über 40 Hektar Grün- und Freiflächen (rund ein Drittel der Gesamtfläche von 124 Hektar)
- 9.000 Wohnungen für 21.000 künftige Bewohner*innen - darunter 2 Drittel geförderter Wohnbau
- 8.000 Arbeitsplätze
- Attraktive Öffi-Verbindung mit der U-Bahn-Verlängerung, neuer U1-Station und mit eigener neuer Speed-Buslinie: dem RothNEUsiedl-Express samt Unterführung unter der Donauländebahn
- 15 Minuten Fahrzeit mit den Öffis zur Wiener City
- Sharing-Angebote und eine hochwertige Anbindung an das Radwegenetz. Der Stadtteil wird weitgehend autofrei sein. Über die Schnellstraße S1 ist RothNEUsiedl aber auch für den Individualverkehr direkt an das hochrangige Straßennetz angeschlossen.
- Bildungseinrichtungen, Sport- und Fun-Angebote
- Integration des historischen Zukunftshofes als Ort der Begegnung und Nachbarschaftszentrum
Die erste Entwicklungsphase startet im Norden des Gebiets mit rund 3.000 Wohnungen sowie Bildungsangeboten und Nahversorgung. Die ersten Bewohner*innen können voraussichtlich ab Mitte der 2030er-Jahre einziehen.
Ein Drittel der Gesamtfläche sind Grün- und Erholungsraum
Das Areal wird als Klimapionierin entwickelt, was eine umfassende nachhaltige und sozial gerechte Planung bedeutet. Das umfasst mindestens ein Drittel Grün- und Erholungsraum, Grünkorridore für Wildtiere, eine Stadtlandwirtschaft, die "Essbare Stadt" mit den beliebten frei zugänglichen Obstbäumen und bestmöglichen Begrünungsmaßnahmen für ein angenehmes Mikroklima.
Ökologische Innovationen wie die lokale Verwendung des Regenwassers, die weitgehend dezentrale und erneuerbare Energieversorgung oder die Wiederverwertung des Boden-Aushubs machen den künftigen Stadtteil RothNEUsiedl zum Vorreiter im Umgang mit kostbaren Ressourcen.
Zur sozial gerechten Planung gehört das Angebot von rund 2 Drittel der Wohnungen im geförderten Wohnbau. Gleichzeitig wird auf eine Mischung unterschiedlicher Wohnformen geachtet: für Familien, ältere Menschen oder gemeinschaftliche Wohnprojekte. Das stärkt die soziale Vielfalt im Stadtteil.
Der "Grüne Ring", ein den Stadtteil umfassender Park im XXL-Format mit 3 Kilometer Umfang, wird das Erkennungsmerkmal von RothNEUsiedl sein und für maximale Lebensqualität sorgen. Insgesamt kommt allein der "Grüne Ring" auf über 25 Hektar öffentliche Grünflächen.
Bürger*innen von Anfang an dabei
RothNEUsiedl setzt auf Beteiligung. Das städtebauliche Leitbild wurde gemeinsam mit den Wiener*innen entwickelt. Die Bürger*innen waren von Beginn an eingeladen, ihre Ideen, Anregungen und Vorschläge einzubringen.
Zusätzlich zu klassischen Beteiligungsformen wie Veranstaltungen oder Online-Befragungen wurde das "Zukunftsteam RothNEUsiedl" als innovatives Format gegründet. Geloste Bürger*innen sowie Vertreter*innen aus Wissenschaft, Landwirtschaft, Zivilgesellschaft und Bürger*innen-Initiativen bildeten das Zukunftsteam RothNEUsiedl. Als Schnittstelle zwischen Wiener*innen und Planer*innen brachte das Team Ideen und Anregungen in die Leitbildentwicklung ein.
Beteiligte und Zeitplan
Das Projekt ist aus einem internationalen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb hervorgegangen. Unter der Leitung des in Berlin und Wien ansässigen Büros O&O Baukunst wurde von einem interdisziplinären Team aus den Disziplinen Städtebau, Landschafts-, Verkehrs- und Energieplanung sowie Regenwasser- und Ressourcenmanagement gemeinsam mit den Fachexpert*innen des Wiener Magistrats ein städtebauliches Leitbild erarbeitet.
Am 18. Mai 2026 wird dieses städtebauliche Konzept für den neuen Stadtteil der Wiener Stadtentwicklungskommission zur Beschlussfassung vorgelegt. Ab 2027 startet die Flächenwidmung und ab 2030 ist der Baubeginn der 1. Etappe geplant.
Grün- und Freiraum
In RothNEUsiedl wird es große Grünräume, nachhaltige Konzepte und eine Planung geben, die Klimaschutz und Klima-Anpassung von Anfang an zusammen denkt.
Die 40 Hektar Grünräume von den 124 Hektar Gesamtfläche sind gerecht verteilt, miteinander vernetzt und für alle gut erreichbar: Sie bieten Raum für Bewegung, Begegnung und Erholung und sorgen gleichzeitig für ein angenehmes Stadtklima - insbesondere an heißen Tagen. Auch der Erhalt der Windschutzstreifen ist dafür ein wichtiger Beitrag, so werden wertvolle Lebensräume für Wildtiere geschaffen.
Die kompakte Bauweise und das durchdachte Regenwassermanagement sorgen dafür, dass der Stadtteil auch auf zukünftige klimatische Herausforderungen wie Starkregenereignisse vorbereitet ist. Als sogenannte Schwammstadt wird das Regenwasser im Gebiet aufgenommen, gespeichert und dann gezielt an die zahlreichen Grünflächen und Bäume weitergegeben. Das kühlt den Stadtteil. Umfangreiche Dachbegrünungen und ein möglichst geringer Versiegelungsgrad tragen zur Wasser-Speicherwirkung des Stadtteils bei.
Schon 2025 wurde mit ersten Arbeiten begonnen: 4.000 Quadratmeter des Grünen Rings sind ausgestaltet worden - 111 Obstbäume wurden in einem Obstgarten entlang der Rosiwalgasse gepflanzt. RothNEUsiedl knüpft an die landwirtschaftliche Tradition des Standorts an und entwickelt sie weiter. Stadtlandwirtschaft, die "Essbare Stadt" und der Zukunftshof als Ort der Begegnung und Produktion sind zentrale Elemente des neuen Stadtteils.
Ökologische Mobilität
In RothNEUsiedl hat die aktive Mobilität Vorrang. Öffis, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen stehen an erster Stelle. Anstatt konventioneller Straßen sieht das Leitbild begrünte Gartenwege im Innenbereich vor, die zum Aufenthalt einladen und ein engmaschiges Fußwege- und Radnetz bilden. Die U-Bahn ist als zentrale Anbindung vorgesehen und wird mit der Entwicklung des Stadtteils umgesetzt. Jede zweite U1 wird bei der Station Alaudagasse "abbiegen" und direkt das Stadtentwicklungsgebiet RothnNEUsiedl anfahren. Die Bewohner*innen sind dann innerhalb von rund 15 Minuten am Stephansplatz.
Bereits in der ersten Besiedelungsphase sorgt eine schnelle Busverbindung für eine gute Anbindung an die U1. Der RothNEUsiedl-Express bringt die ersten Bewohner*innen als Schnellverbindung zur U1-Station Alaudagasse bis die U-Bahn fertiggestellt ist. Autos parken am Rand des Quartiers in Hochgaragen, somit ist der Innenbereich weitgehend autofrei. Dort sind auch umfangreiche Sharing-Angebote und Mobility-Hubs untergebracht.
Die Errichtung der Unterführung Himberger Straße, Donauländebahn ist eine Voraussetzung für die Busführung. Ein 5- bis 7-Minuten-Takt, ähnlich wie bei der U-Bahn, ist beim RothNEUsiedl-Express geplant.
Energieeffizienz und lokale Versorgung
RothNEUsiedl setzt auf eine effiziente und lokale Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Zentral dafür sind effiziente Gebäude, deren Errichtung und Betrieb konsequent auf Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft ausgerichtet sind. Innovative Bauweisen und Materialien tragen dazu bei, den Energie-Einsatz und die CO₂-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus deutlich zu reduzieren. Zudem speichern kluge Energiesysteme überschüssige Energie oder Abwärme und nutzen diese für Heizen und Warmwasser.
Ein Stadtteil als soziale Wegbereiterin
Wohnen in RothNEUsiedl wird für alle zugänglich und leistbar sein. 2 Drittel der insgesamt 9.000 Wohnungen werden gemäß Wiener Tradition gefördert errichtet. Es wird für alle ein passendes Angebot geben: junge Singles in Ausbildung, Paare, Alleinerziehende, Großfamilien oder ältere Generationen.
Damit das Zusammenleben gelingt, sieht das Leitbild soziale Infrastruktur, die ein gutes Miteinander und Austausch fördert, vor: Der Zukunftshof als lokales Zentrum, Quartiersplätze als identitätsstiftende Orte, konsumfreie Aufenthaltsbereiche und belebte Erdgeschosszonen mit Geschäften und Gastronomie sowie kulturelle Angebote sind der Schlüssel für einen lebendigen Stadtteil. 3 neue Schulen entstehen, im Norden wird eine Sport & Fun Halle errichtet.


