Vorzeigeprojekt für einen klimafitten Stadtteil
Auf den ehemaligen Siemensgründen entsteht ein neues, vielfältiges Stadtquartier mit hohem Grünanteil. Das neue Bezirksgrätzl verbindet das Sonnwendviertel mit dem Böhmischen Prater. Zentral für das neue Stadtviertel ist der schonende Umgang mit Ressourcen, die Anpassung an die Klimaerwärmung, umweltfreundliche Mobilität und viel Grün- und Freiraum.
Am bislang reinen Gewerbestandort werden rund 1.100 Wohnungen geschaffen. 2 Drittel davon werden gemeinnützig und ein Drittel wird freifinanziert errichtet. Somit wird hochwertiges und gleichzeitig leistbares Wohnen ermöglicht. In Verbindung mit vielfältigen Gewerbeflächen, lokaler Nahversorgung sowie dem Bau einer ganztägig betriebenen Volksschule und eines Kindergartens entsteht eine ausgewogene Mischung an Wohn- und Lebensraum.
Ein Architekturwettbewerb wurde 2023 durchgeführt. Derzeit werden die ersten Abbrucharbeiten unter Beachtung von Aspekten der Kreislaufwirtschaft (Weiterverwendung von Materialien aus alten Gebäuden) durchgeführt.
Der Baubeginn der 1. Teilphase ist für 2026 vorgesehen. Die Besiedelung beginnt ab 2028.
Grün- und Freiraum
Ein großer öffentlicher Park bildet das Herzstück der städtebaulichen Planung. Zusammen mit den angrenzenden Grünflächen wird das Park-Areal künftig zu einer klimatisch angenehmen Wohnumgebung beitragen. Nachhaltige Mobilität und die Vernetzung innerstädtischer Wege (Sonnwendviertel und Böhmischer Prater) machen das neue Stadtquartier zu einem vielversprechenden Projekt für den gesamten Bezirk.
Tangentenpark an der Ostbahn
Der Grünzug, der das Wohnquartier am Kempelenpark mit dem Südraum Favoriten verbindet, wurde als Park ausgestaltet. In dem Zusammenhang wurde die nie in Betrieb genommene Autobahn-Anschlussstelle Simmering abgetragen.
Zwischennutzung
Von 2014 bis 2024 wurde das stillgelegte Betriebsgelände als Raum für neue Ideen, Initiativen und junge Unternehmen geöffnet. Damals zählte der Kempelenpark auf Initiative der Eigentümer-Gesellschaft STC - Swiss Town Consult zu den größten Zwischennutzungsarealen in Wien und bot Raum für Start-Ups, Bildungseinrichtungen sowie für soziale und ökologische Pionier-Projekte. Ebenso fanden Kunst-, Kultur- und Nachbarschaftsprojekte ihren Platz.


