Bildungscampus Deutschordenstraße - in Planung

In Penzing soll bis September 2022 ein neuer Bildungscampus für höchstens 1.125 Kinder und Jugendliche entstehen.

Zugangsbereich, terrassenförmig angelegtes Gebäude, begrünte und möblierte Freiflächen

Das Stadtentwicklungsgebiet Deutschordenstraße umfasst ein rund 3,2 Hektar großes Areal der Österreichischen Bundesbahnen im 14. Bezirk. Das Areal liegt im Nahbereich des Bahnhofs Hütteldorf und grenzt nördlich an die Gleisanlagen der Westbahn.

Im westlichen Bereich des Entwicklungsgebietes soll auf einer Fläche von rund 1,3 Hektar ein Bildungscampus entstehen. Im Osten ist eine Wohnbebauung mit circa 450 Wohneinheiten vorgesehen.

Der Bildungscampus Deutschordenstraße ist Teil des Bildungseinrichtungen-Neubauprogramms der Stadt Wien.

Bildungsangebot

Das Bildungsangebot umfasst folgende Einrichtungen:

  • 12 Kindergartengruppen
  • 29-klassige Ganztagesschule (Volksschule und Mittelschule)
  • 4 sonderpädagogische Bildungsräume
  • 2 Turnsäle und 1 Gymnastiksaal
  • 1 Musikschule

Wettbewerb mit 28 Beiträgen

Seitens der Stadt Wien wurde von der Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) ein EU-weiter, offener, zweistufiger Realisierungswettbewerb ausgelobt. In der 1. Stufe wählte das Preisgericht aus 28 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen 8 Projekte für die 2. Wettbewerbsstufe aus. Im März 2018 fand die Sitzung des Preisgerichtes der 2. Stufe statt. Das Projekt des Teams SHIBUKAWA EDER Architects aus Wien wurde von der Jury zur Realisierung empfohlen.

Lineare Struktur der Gleisanlagen setzt sich im Entwurf fort

Ansicht eines fünfgeschossigen Gebäudes, helle Fassade mit hochformatigen Fenstern und Rücksprüngen zwischendurch.)

Nordansicht des in Stahlbeton-Massivbauweise errichteten Gebäudes mit Gleiskörper der Westbahn

Luftbildaufnahme mit gekennzeichnetem Bauplatzbereich, eingezeichneter Grundriss des Gebäudes

Lageplan


Der kompakte 5-geschoßige Baukörper liegt an der nördlichen Grundstücksgrenze. Er bildet eine Art Schallschutzmauer zum Bahngleiskörper. Gleichzeitig steht der Bildungscampus damit weit von den bestehenden Wohnbauten im Süden entfernt. Dadurch entsteht ein gut geschützter Freiraum.

Zugänge auf 2 Ebenen

Schnittzeichnung durch mehrstöckiges Gebäude, links Bahngeleise mit Lokomotive, rechts Geländedarstellung mit Bepflanzung

Querschnitt mit Darstellung der gartenseitigen Terrassen und Freiflächen

Der Zugang zum neuen Bildungscampus erfolgt über 2 Hauptzugänge im Süden. Im Erdgeschoß ist der barrierefreie Zugang zum Festsaal und den Turnsälen angeordnet. Er kann auch von Externen benützt werden. Im 1. Obergeschoß befindet sich der Haupteingang des neuen Campus sowie zur Musikschule. Beide Zugänge sind über den gemeinsamen Luftraum des 2-geschoßigen Foyers miteinander verbunden.

Im Gebäude ist alles auf kurzem und einfachem Wege erreichbar. Um die Kommunikation zu fördern, werden die Speisesäle und Kreativbereiche um eine zentrale Erschließungsfläche angeordnet.

Bildungsbereiche

gezeichnete Ansicht eines fünfgeschossigen Gebäudes mit Terrassen auf eines Seite

Ansicht Osten - Gartenseite

In den Bildungsbereichen sind die Bildungsräume um die zentral angelegten Multifunktionsflächen angeordnet. Die Bildungsräume sind alle auf die ruhigen Freiflächen orientiert, während die Nebenräume an der lärmintensiven Nordseite liegen. Die Bildungsräume werden immer paarweise aneinandergefügt. So können die Räume später bei Bedarf vergrößert werden.

Alle Bildungsbereiche haben einen direkten Außenbezug. Auf jeder 2. Ebene an der ruhigen Südseite des Gebäudes wurden großzügige Terrassen geplant. Sie sind mit Stiegen untereinander verbunden.

Im 1. Obergeschoß sind die Musikschule und der Kindergarten auf einer Seite angeordnet, die der Bahntrasse abgewandt ist. Die Kleinkindergruppen haben einen direkten Zugang zu den Gartenflächen.

Außenräume - Prinzip der bewegten Landschaft

Gebäudeansicht mit begrünten Terrassen, davor Freifläche mit viel Grün und vielfältiger Möblierung

Die Kinder und das pädagogische Personal verbringen oft den ganzen Tag im Bildungscampus. Aufenthalt und Bewegung im Freien sind für sie im Tagesverlauf sehr wichtig.

Die Freiflächen werden daher als besonders grüne Bereiche gestaltet, die unterschiedlich genutzt werden können. Bäume, Sträucher und Gräser sollen Schatten spenden und Natur erfahrbar machen. Gepflanzt werden unterschiedliche Sträucher- und Baumarten, zum Beispiel Weiden und Schmetterlingssträucher. Die abwechslungsreiche Bepflanzung soll den jeweiligen Bereichen eine besondere Struktur verleihen. So werden aktive aber auch ruhige Zonen geschaffen.

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Architektur und Stadtgestaltung (Magistratsabteilung 19)
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