Humanitäre Hilfe der Stadt Wien - abgeschlossene Projekte

Mit Sachleistungen stärkt Wien den öffentlichen Gesundheits- und Sozialsektor in Osteuropa.

Spitalsmöbel für Mariupol, Ukraine

Spitalsbetten vor der Verladung

Die Stadt Wien unterstützt seit vielen Jahren durch die Abgabe von nicht mehr benötigten Möbeln und Geräten den Gesundheits- und Sozialbereich in mehreren osteuropäischen Städten. Auf Grund der besonderen Dringlichkeit werden auch 2016 wieder Krankenhäuser in der Ukraine mit Sachgütern versorgt. Vier Sattelschlepper, beladen mit Spitalsbekleidung für das Pflegepersonal, Krankenbetten, Rollstühlen und Kleinmöbel, konnten bereits auf die Reise nach Mariupol in den Osten der Ukraine geschickt werden. Die von der Stadt Wien zur Verfügung gestellten Hilfsgüter unterstützen dort in einem Notspital die medizinische Versorgung. In den vergangenen Monaten wurden auch LKWs mit Hilfsgütern in die Städte Lemberg, Saporischschja und Dnipro entsandt.


Arbeitsbekleidung für das Pflegepersonal in Prizren, Kosovo

Bernhard Bouzek mit Soldaten des Bundesheers

Nicht mehr benötigte Spitalsuniformen aus dem Bestand der Stadt Wien wurden im August 2016 dem Österreichischen Bundesheer, das im Rahmen der KFOR im Kosovo tätig ist, übergeben. Das Team der zivil-militärischen Zusammenarbeit (CIMIC) konnte damit das städtische Krankenhaus in Prizren mit dringend benötigter Arbeitsbekleidung versorgen. Da es den Krankenhäusern des Landes auch an geeigneter Arbeitsbekleidung für das medizinische und pflegerische Personal mangelt, wurde die Hilfslieferung im Ausmaß von 4.000 Stück gebrauchter Bekleidung dankbar angenommen. Österreich hat durch die geografische Nähe zum Kosovo ein besonderes Interesse an einer friedlichen Entwicklung des Landes. Das Krankenhaus Prizren verfügt über 520 Betten und versorgt in einem Jahr ungefähr eine halbe Million Menschen.


Spitalsmöbel für Sibiu, Rumänien

Beladung des LKWs mit Wäschepaketen

Im Rahmen der Humanitären Hilfe der Stadt Wien werden jährlich mehrere LKW-Ladungen mit nicht mehr benötigten Möbeln aus ehemaligen Geriatriezentren und Spitälern für Krankenhäuser im Kreis Sibiu in Rumänien zur Verfügung gestellt. Die abgegebenen Betten, Wäschestücke, medizintechnischen Geräte sowie Schränke, Schreibtische, Küchenzeilen und Sanitäreinrichtungen stellen einen nachhaltigen und langfristigen Beitrag zur Qualitätssicherung in öffentlichen Spitälern, Seniorenheimen, Schulen und Bildungseinrichtungen dar. Die langjährige gute Kooperation mit lokalen Partnerorganisationen macht die rumänische Region Siebenbürgen zu einem Hauptzielgebiet für das humanitäre Engagement der Stadt Wien in Osteuropa.


Wiener Großtanklöschfahrzeug an der Adria

Einschulung der Feuerwehrleute aus Marina

Die Stadt Wien unterstützt seit vielen Jahren durch die Abgabe von nicht mehr benötigten Kommunalfahrzeugen Gemeinden in Ost- und Südosteuropa. Besonders kroatische Ortschaften entlang der Adriaküste sehen sich oft Wald- und Buschbränden gegenüber, die ohne adäquate technische Ausrüstung nicht unter Kontrolle zu bringen sind. Im bei Feriengästen aus Österreich sehr beliebten Küstenort Marina, kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Bränden, die die Straßenverbindung nach Split beziehungsweise die Infrastruktur bedrohten. Da die Region unter Wassermangel leidet, waren Brände ohne ein Löschfahrzeug mit großem Tank nicht zu bekämpfen. Auf Grund der besonderen Dringlichkeit, stellte im Juni 2016 die Berufsfeuerwehr der Stadt Wien (MA 68) gemeinsam mit der Magistratsdirektion - Geschäftsbereich Europa und Internationales (MD-EUI), ein Großtanklöschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Marina zur Verfügung. Das rund 30 Jahre alte Fahrzeug ist voll funktionsfähig und verfügt über einen Löschwassertank mit einem Fassungsvermögen von 7.800 Litern und kann sowohl mittels eines am Dach befindlichen Wasserwerfers als auch über Schläuche zur Brandbekämpfung herangezogen werden.


Pakete als Zeichen der Solidarität mit Kindern in Not

Bernhard Bouzek (MD-EUI) und Wolfgang Laumann (MA 48)

Bernhard Bouzek (MD-EUI) und Wolfgang Laumann (MA 48)

Seit sechs Jahren organisierte die Magistratsdirektion - Geschäftsbereich Europa und Internationales (MD-EUI) in Zusammenarbeit mit dem Tandler-Team der MA 48 eine humanitäre Hilfsaktion für Kinder in der Ukraine. Die Kartons, vollgefüllt mit warmer Winterbekleidung, Stofftieren und Lernspielen gehen nach Kiew, um bedürftigen Kindern eine Freude zum Weihnachtsfest zu bescheren. Die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) gesammelten, funktionsfähigen Altwaren dienen somit auch einem karitativen Zweck. Damit wird neben dem Gedanken der Abfallvermeidung und der Weiterverwendung von gebrauchten Gegenständen auch Kindern in Osteuropa ein weihnachtlicher Gruß aus Wien gesendet. In der Ukraine werden die Güter durch die Österreichische Botschaft an Schulen und Kindergärten übergeben.


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Bernhard Bouzek (Magistratsabteilung 27)
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