Die Salzwiese in Penzing ist die einzige Feuchtwiese mit Quellen und kleinen Wiesenbächen im Wiener Teil des Wienerwaldes: Mit ihren Tümpeln, Pfeifengras- und Schilfbeständen ist sie die Heimat vieler seltener und gefährdeter Pflanzen und Tiere. Daher wurde sie bereits 1986 zum Naturdenkmal erklärt. Sie gehört als Lebensraumtyp Pfeifengraswiesen zu den EU-weit besonders zu schützenden Lebensräumen. Einige Pflanzen wie der Duft-Lauch oder der Sumpfstendel kommen in ganz Wien nur mehr auf der Salzwiese vor.
Feuchtwiesen mit ihren Quellbereichen sind sehr empfindlich. Durch das Betreten werden sie beeinträchtigt oder sogar zerstört. Gemeinsam mit der Bezirksvorstehung Penzing startet die Stadt deshalb eine Kampagne mit Infotafeln zum Naturdenkmal und Führungen zu den Besonderheiten der Wiese.
Wiese wird regelmäßig gepflegt
Bereits in den vergangenen Jahren wurden große Teile der Wiese, die zuvor stark verbuscht oder von Schilf überwuchert waren, durch intensive Pflege wiederhergestellt. Das geschah in Zusammenarbeit zwischen dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49), der Wiener Umweltschutz-Abteilung (MA 22), dem Biosphärenpark Wienerwald Management und dem 14. Bezirk.
Damit das Schilf nicht erneut überhandnimmt und die Artenvielfalt der Wiese erhalten bleibt, wird die Fläche jedes Jahr mit Schafen einer Landwirtin aus dem Wienerwald beweidet.


