Bereits 2012 wurde die Hasnerstraße zur ersten fahrradfreundlichen Straße Wiens. Seitdem ist die Strecke für viele Radfahrer*innen eine wichtige Verbindung zwischen Gürtel und Wienerwald. Mit ihren alten und großen Bäumen ist sie heute auch eine wichtige Grün-Achse und hat einen positiven Einfluss auf das Mikroklima. Für viele Zu-Fuß-Gehende ist sie zudem eine beliebte und vor allem verkehrsberuhigte Route parallel zur lebendigen Thaliastraße.
Umfrage zur Sommeroase Hasnerstraße - Mai 2026
Von 7. bis 31. Mai 2026 hatten Interessierte die Möglichkeit, sich an der Umfrage zur Sommeroase Hasnerstraße zu beteiligen - online über die Beteiligungsplattform der Stadt Wien oder in Papierform in der Bezirksvorstehung Ottakring. Ziel war es, ein Stimmungsbild der unmittelbaren Anrainer*innen einzuholen. Rund 1.200 Haushalte im Grätzl zwischen Koppstraße, Hyrtlgasse, Thaliastraße und Haberlgasse wurden per Postwurf über die Beteiligungsmöglichkeit informiert. Insgesamt nahmen 503 Personen an der Umfrage teil.
Die Ergebnisse zeigen ein insgesamt positives Bild: Viele Teilnehmende schätzen die Aufenthaltsqualität der Sommeroase und können sich eine weitere Öffnung des Straßenraums vorstellen. Besonders häufig wurden mehr Begrünung, bessere Bedingungen für den Radverkehr und zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten gewünscht. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Bedürfnisse im Grätzl unterschiedlich sind. Während viele Menschen aus der Umgebung einer dauerhaften Umgestaltung des Abschnitts zwischen Habichergasse und Haymerlegasse positiv gegenüberstehen, äußerten insbesondere direkte Anrainer*innen auch Vorbehalte und unterschiedliche Anliegen.
Die Umfrage ist zwar nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung, liefert aber wertvolle Hinweise darauf, welche Themen den Menschen im Grätzl besonders wichtig sind. Die Rückmeldungen fließen in die weiteren Überlegungen zur Zukunft der Hasnerstraße ein. Ziel bleibt es, eine Lösung zu finden, die die unterschiedlichen Bedürfnisse berücksichtigt und die Hasnerstraße als lebenswerten Ort für alle weiterentwickelt.
Laufende Anpassungen
Bereits in der Vergangenheit wurden zahlreiche Adaptierungen, wie die Aufdoppelungen von Kreuzungsplateaus oder die Verbesserung der Sichtbeziehungen durch Gehsteigvorziehungen und Freimachungen der Kreuzungsbereiche umgesetzt. Im Zuge der Umgestaltung der Thaliastraße wurden zudem alle Einbahnen für das Radfahren gegen die Einbahn geöffnet.
Seit 2025 wird die Hasnerstraße mit dem Fokus auf Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität Schritt für Schritt weiterentwickelt. Bis Ende September 2025 hat eine mobile Zählstelle die Frequenz der Radfahrer*innen gemessen. Damit wurde erhoben, an welchen Wochentagen und Uhrzeiten die fahrradfreundliche Hasnerstraße besonders gerne befahren wird.
Die wichtigsten Verbesserungen bisher
- Im Rahmen des Klimateam-Projektes "Klimafittes Hippviertel" steht der dichtbesiedelte Bereich zwischen Gürtel, Thaliastraße, Neumayrgasse und Koppstraße besonders im Fokus. Hier wurden 1.300 Quadratmeter entsiegelt und 27 neue Bäume gepflanzt. Durch die Drehung der Einbahn auf der Hasnerstraße zwischen Gürtel und Hippgasse konnte der Durchzugsverkehr in die fahrradfreundliche Straße reduziert werden.
- Die Hasnerstraße soll für Radfahrende besser erreichbar werden. Dafür werden Einbahnen geöffnet. Bis Ende Mai 2026 wurde das beispielsweise auf der Haymerlegasse im Abschnitt zwischen Hasnerstraße und Koppgasse umgesetzt.
- Mehrere zusätzliche Abstellplätze wurden errichtet, sodass sich beinahe in jedem Abschnitt der Hasnerstraße eine Radabstellanlage befindet. Die Situation wird hier laufen geprüft und stetig nachgebessert.
- Kreuzungen werden durch die Markierung von Leitlinien, mit Vorrang-Geben Schildern oder Stopp-Tafeln besser abgesichert.
- Die Benützbarkeit der Gehsteige für Fußgänger*innen zwischen Brunnengasse und Neumayrgasse wird verbessert.
- Zusätzliche Sitzbänke im gesamten Verlauf der Hasnerstraße sollen die Aufenthaltsqualität verbessern und zum Verweilen einladen.
- Im Zuge der Umgestaltung der Thaliastraße zwischen Huttengasse und Maroltingergasse und der Errichtung der Bedarfsampel an der Kreuzung Roseggergasse/Wernhardstraße soll mittels verkehrsorganisatorischer Maßnahmen der Querverkehr in der Hasnerstraße reduziert werden.