Stiefkind-Adoption - rechtliche Situation für Lesben und Schwule

Ein Mann und ein Junge sitzen vor einem Laptop.

Viele Lesben und Schwule, die mit ihren Kindern zusammen leben, leben auch in einer gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaft und verhelfen ihren Kindern so zu einer "zweiten Mutter" oder einem "zweiten Vater", auch Co-Mutter oder Co-Vater genannt. Diese gleichgeschlechtlichen Elternpaare kümmern sich ebenso liebevoll und verantwortungsbewusst um ihre Kinder wie heterosexuelle Paare auch und haben daher das berechtigte Interesse, ihre Elternschaft auch rechtlich abzusichern.

Gleichgeschlechtliche Elternpaare kümmern sich ebenso liebevoll und verantwortungsbewusst um ihre Kinder wie heterosexuelle Paare. Sie haben das berechtigte Interesse, ihre Elternschaft auch rechtlich abzusichern.

Im Februar 2013 urteilte die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, dass das bis dahin bestehende Verbot der Stiefkindadoption bei gleichgeschlechtlichen Paaren gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt. Seit 1. August 2013 sind das Adoptionsänderungesetz und die Änderung im Partnerschaftsgesetz in Kraft, wodurch eine Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare möglich ist.

Zuständig ist das Gericht, in dem das Kind seinen Wohnsitz hat. In Wien ist es das zuständige Bezirksgericht. Auf Antrag kann dieses die Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MAG ELF) um eine Stellungnahme ersuchen. Dieses prüft dann, ob Gründe gegen die beantragte Stiefkindadoption sprechen.

Verantwortlich für diese Seite:
Mag. Wolfgang Wilhelm (Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen)
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