Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

An Tür montierter Spruch "Gleich geht's uns besser"

Wenn im Berufsalltag niemand zu weit geht, geht es "gle!ch" allen besser.

Die Stadt Wien sieht einen klaren Auftrag, sexuelle Belästigung und andere Diskriminierungen zu unterbinden und ein faires Arbeitsklima zu fördern und aufrecht zu erhalten. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist eine Grenzüberschreitung, sie ist schädlich, verboten und teuer.

Was ist sexuelle Belästigung?

Sexuelle Belästigung im Arbeitsleben gilt als Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Darunter versteht man ein Verhalten mit sexuellem Bezug, das von der betroffenen Person als unerwünscht, unangebracht oder anstößig empfunden wird und diese in ihrer Würde verletzt. Sexuelle Belästigung ist eine klare Grenzüberschreitung. Sexuelle Belästigung kann durch Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzte oder dritte Personen wie Patientinnen und Patienten, Kundinnen und Kunden sowie Lieferantinnen und Lieferanten auf vielfältige Weise offen oder heimlich erfolgen.


Beispiele für sexuelle Belästigung sind:

  • Verbale Zudringlichkeiten, zum Beispiel zweideutige Witze
  • Körperliche Zudringlichkeiten, zum Beispiel unerwünschte Berührungen
  • Handgreiflichkeiten
  • Eindeutige Anträge
  • Pin-up-Fotos als Bildschirmschoner oder Poster
  • Vorzeigen von Pornografie

Was können Sie tun, wenn Sie betroffen sind?

Klare Ablehnung hat Erfolg

Machen Sie den Belästiger oder die Belästigerin höflich aber bestimmt darauf aufmerksam, dass dieses Verhalten unerwünscht ist. Ein sehr klares NEIN führt in den meisten Fällen dazu, dass Belästigungen eingestellt werden.

  • Nehmen Sie Ihre Wahrnehmungen und Gefühle ernst!
  • Hinterfragen Sie Beschwichtigungsstrategien von außen!
  • Ignorieren Sie Belästigungen nicht! Sie müssen sie nicht dulden!
  • Fertigen Sie ein Gedächtnisprotokoll über die Vorfälle an (Zeit, Ort, Umstände, eventuelle Zeuginnen beziehungsweise Zeugen)
  • Sichern Sie vorhandenes Beweismaterial!
  • Suchen Sie sich Verbündete!
  • Reden Sie mit einer Vertrauensperson oder Vertrauenspersonen darüber!

Gleichbehandlungsbeauftragte kontaktieren

Werden Sie aktiv und fordern Sie Ihre Rechte ein! Wenn sie sich am Arbeitsplatz sexuell belästigt beziehungsweise aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert fühlen, wenden Sie sich zwecks an die zuständige Gleichbehandlungsbeauftragte oder Ihre Kontaktfrau.

Die Gleichbehandlungsbeauftragten stehen Belästigten beratend und auf Wunsch begleitend zur Seite. Sie sind an ihre Verschwiegenheitspflicht gebunden. Sie unternehmen nur etwas, wenn die betroffene Person mit gemeinsam vereinbarten Maßnahmen einverstanden ist. Zögern Sie nicht, die Erfahrung und Kompetenz der Gleichbehandlungsbeauftragten zu nützen und bei Bedarf rechtzeitig eine Beratung in Anspruch zu nehmen.

Schadenersatzansprüche

Schadenersatzansprüche können binnen drei Jahren ab dem Auftreten der Belästigung gegenüber der belästigenden Person beziehungsweise gegenüber der Wiener Stadtverwaltung als Dienstgeberin geltend gemacht werden, wenn deren Vertretung es schuldhaft unterlässt, angemessene Abhilfe zu schaffen.

Broschüre

Die Broschüre "Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz" der Gleichbehandlungsbeauftragten zeigt Ihnen, wie Sie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz verhindern und was jede Bedienstete oder jeder Bedienstete für ein gutes, diskriminierungsfreies Arbeitsklima tun kann.

Kontakt

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Stelle der Gleichbehandlungsbeauftragten
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