Pensionsungleichheit zwischen Frauen und Männern: Equal Pension Day

Frauen beziehen eine wesentlich niedrigere Pension als Männer. Je höher das monatliche Erwerbseinkommen ist und umso mehr Beitragsmonate geleistet werden, umso höher ist auch die spätere Pension.

Gezeichnete Frauen mit Slogan "Gleich viel Arbeit aber weniger Marie?"

Während ihrer Erwerbstätigkeit verdienen Frauen jedoch weniger als Männer und zahlen daher niedrigere Beiträge in die Pensionskasse ein. Frauen leisten zudem mehr unbezahlte Arbeit, wodurch die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie schwieriger wird. Das ist einer der Gründe, warum viele Frauen Teilzeit arbeiten. Allerdings verringert jedes Jahr in Teilzeit- statt Vollzeit-Beschäftigung die spätere Pensionshöhe.

Pensionistinnen in Wien beziehen eine deutlich höhere Pension als im restlichen Österreich. Jene, die über ein geringes Einkommen verfügen, bekommen finanzielle Ermäßigungen, Beihilfen und Unterstützungen.

Um Pensionen von Frauen und Männern in Zukunft anzugleichen, müssen Einkommensgerechtigkeit und die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie verbessert werden. "Frauen-typische" bezahlte und unbezahlte Arbeit muss aufgewertet und unbezahlte Arbeit umverteilt werden.

Equal Pension Day

Der Equal Pension Day markiert jährlich jenen Tag, an dem Männer bereits so viel Pension bezogen haben, wie Frauen erst bis zum Jahresende erhalten werden.

Im Jahr 2022 ist dies österreichweit der 3. August, da Frauen um 41,06 Prozent niedrigere Pensionsbezüge erhalten als Männer (Verbesserung gegenüber 2021: 0,52 Prozent).

In Wien ist der Equal Pension Day am 9. September 2022. Die Pensionsbezüge von Frauen sind hier um 30,77 Prozent niedriger als die von Männern (Verbesserung gegenüber 2021: 0,95 Prozent).

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